Dofus 2.0 - Interview
Mehr als nur ein Update
Onlinewelten: Hallo Ingrid, kannst du dich bitte kurz unseren Lesern vorstellen und erklären, in welcher Funktion du bei Ankama Games tätig bist?
Ingrid Müller, Ankama: Hallo, ich heiße Ingrid, arbeite als Marketing-Koordinatorin bei Ankama. Ich bin der Ansprechpartner für Firmen im deutschsprachigen Raum, die Ankama kontaktieren wollen, und kümmere mich um verschiedene Aktionen, sei es Werbekampagnen, Gewinnspiele oder unsere Auftritte auf Messen… Ab und zu mache ich auch Interviews. :)
Onlinewelten: DOFUS hat in Frankreich eine millionstarke Community. Den Sprung nach Deutschland inklusive Lokalisierung habt ihr bereits vor einigen Jahren gewagt. Könntest du dennoch kurz die Vorzüge und wesentlichen Features des Spiels erläutern?
Ingrid Müller, Ankama: Ja gerne. DOFUS ist ein Flash-basiertes Online-Rollenspiel. Manchmal denkt man bei diesem Begriff, dass es sich mit DOFUS um ein kleines browserbasiertes Spiel handelt, was aber nicht der Fall ist. Der Spielumfang ist gewaltig. Grundsätzlich sind die Kämpfe im Spiel (PvM oder PvP) rundenbasiert, so dass man von einem strategischen Gameplay sprechen kann. Wie in fast jedem MMORPG gibt es Gilden, wir haben hier aber ein besonderes System, bei dem man Perzeptauren auf Karten platzieren kann, die sich darum kümmern, Erfahrungspunkte oder Drops für die Gilde zu sammeln. Der soziale Aspekt ist in DOFUS sehr wichtig – man muss z.B. Dungeons zusammen mit anderen Spielern betreten, um eine Chance zu haben, diese durchzuspielen… Dafür gibt es Chat-Kanäle sowie Freundesliste und Gilden... Graphisch sieht das Spiel wie ein Zeichentrickfilm aus, und wie in vielen Comics gibt es im Spiel viel Humor mit Wortwitzen und Anspielungen auf bekannte Serien oder Personen.
Die deutsche Version ist im Juni 2007 erschienen. Letzte Woche wurde der 2. Geburtstag der deutschen Community durch ein großes Event gefeiert.
Der große Vorteil von DOFUS ist, dass es dabei einen kostenlosen Kennenlernmodus gibt, bei dem man ohne Zeitlimit gratis spielen kann. Um Zugang zu allen Features des Spiels zu erhalten, kann man ein Abo kaufen, das ca. 5 EUR im Monat kostet. Abonnenten erhalten als Abo-Geschenke einen Vertrauten, oder Ausrüstung sowie Lotterie-Jetons, um Gegenstände (Bonbons, Sets etc.) im Spiel zu gewinnen.
Daher braucht man weder einen teureren Rechner um DOFUS spielen zu können, noch viel Platz auf der Festplatte. Dieses Spiel ist sehr leicht zugänglich.
Onlinewelten: Trotz der Erfolge und des weiten Zuspruches habt ihr euch entschlossen, den status quo nicht beizubehalten. Das Projekt DOFUS 2.0 wurde ins Leben gerufen. Wer hatte die Idee und welche Beweggründe gab es, ein derartiges Unterfangen zu wagen?
Ingrid Müller, Ankama: Die Idee, das Design des Spiels aufzupeppen, kam von den Machern des Spiels selbst. Man muss berücksichtigen, dass DOFUS in Frankreich seit 2004 da ist, also schon seit einer Weile. Und die Graphiken schienen uns ein bisschen veraltet. Uns wurde es klar, wir brauchen neue Graphiken, damit DOFUS noch weiterhin „aktuell“ und anziehend aussieht. Dafür ging das Projekt DOFUS 2.0 an den Start. Der gesamte Client wurde neu programmiert. Das Aussehen der 12 Charakterklassen wurde neu gezeichnet, die ca. 10.000 Karten und 2.000 Animationen des Spiels wurden auch neu gemacht. Das ist ein riesiges Projekt, das wir auch als „das größte Update der Geschichte von DOFUS“ nennen.
Onlinewelten: DOFUS 2.0 ist zwar kein komplett neues MMOG, dennoch wurde der Client sowie die Client-Server-Schnittstelle gänzlich überarbeitet. Was genau kann ich mir darunter vorstellen und welche Vorzüge bringen diese Änderungen mit sich?
Ingrid Müller, Ankama: Man muss sich darunter vorstellen, dass die Entwickler alles von Grund auf neu machen mussten. Natürlich ist die Hintergrundgeschichte sowie die Welt, Namen der Charaktere, Gegenständen, Ausrüstungen, Zaubersprüchen etc. schon fertig, und man wird diese beibehalten, aber lange Code-Zeilen mussten neu geschrieben werden, da die Programmiersprache anders als im aktuellen DOFUS ist. Diese Überarbeitung soll auch in die Zukunft weitere Möglichkeiten bieten. Wir haben auch bei dieser Gelegenheit alte Bugs korrigieren können, was die Spieler sicherlich erfreuen wird.
Onlinewelten: Wie intensiv die Arbeiten sind, zeigt der Aspekt, dass ihr jede Karte, jeden Gegenstand, jeden Charakter und jedes Monster im Spiel neu entworfen habt. Kannst du die Überarbeitung beispielsweise eines Charakters oder Monsters skizzieren? Worauf habt ihr besonderen Wert gelegt?
Ingrid Müller, Ankama: Ein konkretes Beispiel wäre dieses Bild:
Hier sieht man die Änderungen zwischen den Sprites aus DOFUS und denen aus DOFUS 2.0. Man hat erstens ein Skelett geschafft, welches "customized" werden kann (Farbe, Maße, Textur etc.). Pro Skelett (d.h. pro Charakter) gibt es insgesamt 20 Stellen, wo man diese Elemente platzieren kann. Jede Animation wird kodiert, so dass Töne oder FX zusammen gespielt werden können… Dadurch sieht man, wie viele Kombinationen vorgesehen werden müssen, und wie umfangreich dieses Projekt ist.
Besonderen Wert wird natürlich auf das neue Design gelegt. Das Spiel wird flüssiger, ästhetisch ansprechender, muss aber noch auf Rechnern mit geringen Systemanforderungen spielbar bleiben.
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ZorcK
22.07.2009, 16:12 Uhr
Fotomoloman
22.07.2009, 14:36 Uhr
Valve
22.07.2009, 09:50 Uhr
Ghaleon
21.07.2009, 18:44 Uhr
Aber in Dofus 2 werde ich auf jedenfall wieder hineinschauen ^^
ps... valve... dien neues bild ist voll grausam... wo ist das alte hin -.- ?
Segaia
21.07.2009, 10:23 Uhr
Das rundenbasierte Kampfsystem hat aber meinen Geschmack getroffen. Ich freue mich auf 2.0^^
Valve
21.07.2009, 09:13 Uhr
aber diese 2.0 version klingt nett. kurz reinschauen wird wohl nicht schaden.