Die
Polizeigewerkschaft des Landesverbands Hessen fordert über ihren Vorsitzenden Heini Schmitt die Fortführung der Debatte über ein
Killerspiel-Verbot. Es sei unverantwortlich, so Schmitt, die Diskussion jetzt einfach zu beenden. Hier Auszüge aus der Stellungnahme:
Das Bemühen, die Diskussion um eine mögliche Mitverursachung solch grauenvoller Taten wie des Amoklaufs von Winnenden durch Killerspiele möglichst schnell zu beenden und wieder zum virtuellen Spiel- bzw. Geldverdien-Alltag überzugehen, ist geradezu entlarvend offenkundig... Und nicht nur nebenbei sei gesagt, dass es ohnehin ein Armutszeugnis ist, wenn sich die Kreativität nahezu einer ganzen Branche weitgehend darin erschöpft, immer neuere, perversere Techniken zur virtuellen Tötung von Menschen zu entwickeln.
Wie vielschichtig das Thema ist, zeigt auch unser aktueller Kommentar auf OnlineWelten.
Nocturnis
22.03.2009, 14:44 Uhr
Die Polizeigewerkschaft fordert daher fortan eine regelmäßige Überprüfung der Brotbesitzer. Backwaren sollen zukünftig nur gegen eine Brotbesitzkarte ausgegeben werden. Auch soll es regelmäßige Kontrolle geben. Die dafür nötige Bundesbrotprüfstelle hat hierzu bereots im Vorfeld umfangreiche Befügnisse erhalten.
Demnach ist der Zugriff auf die vom BKA im Zuge der präventiven Überwachung gesammelten Daten zahlreicher Rechner erlaubt. Auch sollen spezielle Mikroschips, die von Geburt an verpflanzt werden sollen, regelmäßige Aufnahmen der Netzhaut an die bereits erwähnte Bundesbrotprüfstelle geschickt werden um so potentielle Gewaltakte im Vorfeld verhindern zu können.
Derweil streitet Frau Sannette Hawann jegliche Gerüchte ab, wonach die mangelnden Zukunftsperspektiven mitsamt eines übermäßig gesteigerten Leistungsprinzip an Schulen irgend etwas mi den Amokläufen zu tun gehabt hätte. Vielmehr hätten hier die Eltern, aber insbesondere die Mitschüler versagt, die ihre Kinder nicht mit Kevlarwesten ausgestattet hätten. Hierfür soll ab sofort ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht werden, welches das föderale Recht bricht. Der Zweck, so sagt man, heiligt die Mittel. In dem Falle, so hieß es laut eines Pressesprechers der Plunderregierung weiter, würden entsprechend passende Westen unter einer schönen grau in grau gehaltenen Schuluniform gar nicht weiter auffallen.
Praktisch, die Rüstungsindustrie freut sich über den baldigst eintreffenden Auftrag und kündigt jetzt an, eng mit Zeitarbeitsfirmen zu arbeiten um möglichst viele Abiturienten für zwei oder drei Monate übernehmen zu können. Real- und Hauptschüler könnten derweil über einen vierten oder fünften Bildungsweg zumindest als Praktikanten teilnehmen.
Insgesamt eine positive Entwicklung, so ist sich die Presse einig. Sollte es jedoch weiterhin Amokläufe geben, würden Lehrer mit passenden Waffen ausgestattet werden. Auch haben Studien ergeben, dass zu Zeiten der Prügelstrafe weitaus weniger Amokläufe geschehen sind. Daher sollen in jedem Unterricht zu den ansonsten schon gestiegenen Anforderungen jeden Tag Tests durchgeführt und für Fehlerpunkte mit einem beispielsweise längeren Lineal das Subjekt bestraft werden um so die Eltern in Bildungsfragen zu entlasten und aggressive Grundstimmungen im Vorfeld buchstäblich abklopfen zu können.
Ghaleon
22.03.2009, 13:59 Uhr
Wenn überhaupt, die Aldi-Kasse ist sogar noch einer der gut bezahlten Jobs.
Der Erfolgsdruck der heutigen Zeit ist total überzogen, von jedem wird selbständiges Denken u. Kompetenzen erwartet zu einem Gehalt das nicht der Leistung entspricht.
"Früher" war wircklich alles besser - was den Leistungsdruck angeht. Aber ist das das richtige ? Offensichtlich nicht, unter dem hohen Druck geht vieles kaput, ich bin auch der Meinung, dass die Leistungsbereitschaft und das selbstständige Denken dadurch stark eingeschränkt wird.
Wir, d.H. unsere Eltern und auch meine eigene Generation hat ja darauf hin gearbeitet... immer mehr mehr mehr.
Im BWL Studium bekommen wir gezeigt wie man noch mehr Leistung aus seinen Mitarbeitern herauspressen kann, wie man noch mehr Gewinn herausquetscht - das studiert man.
Ich hoffe, dass die Kriesen groß genug sind um ein Umdenken in der Gesellschaft zu bewegen. Wir selbst können mithelfen in dem wir einfach "netter" zueinander sind.
In diesem Sinne - schönen Sonntag noch ^^
minime007
22.03.2009, 12:36 Uhr
In de wie auch in usa sieht letzendlich jeder zu das er mit seinem ar*** an die wand kommt, und schluss. jeder ist sich selbst der nächste etc etc.
in solch einer umgebung kommt es zwangsläufig zur vereinsamung bzw zu verzweiflungstaten.
das ist eigentlich nur der anfang des übels, siehe turbo-abi usw. der erfolgsdruck der heute auf jugendliche ausgeübt wird, ist schlicht unglaublich. zu meiner zeit war ein realschulabschluss noch ausreichend, um fast jeden beruf zu lernen, heute landet man ohne Abi oder ähnliches fast unweigerlich hinter der Aldi-kasse.
Arkitan
22.03.2009, 11:52 Uhr
Und diese übermäßige Kapitalismus Gesellschaft hab ich auch noch nicht erlebt in DE, allerdings heißt's hier immer:Was hat er denn für eine Schulausbildung?
minime007
22.03.2009, 11:31 Uhr
Und da ist es völlig egal ob man nun die "Killerspiele" verbietet (dank i-net ist es ja nicht schwer trotzdem an diese heran zu kommen), oder auch den Besitz von Waffen (als kleines Bsp. für unsinnige Waffengesetze sei hier nur der "Messerartikel" genannt, der Besitz eines Taschenmessers mit mehr als 8,5cm stehender Klinge ist verboten, andererseits kann man in jedem haushaltswarengeschäft Küchenmesser kaufen, die zum teil mehr als 20 cm lange Klingen aufweisen, ohne dafür einen Waffenbesitzschein vorweisen zu müssen),solange ein mensch und sein erfolg nur an materiellen dingen festgemacht wird, wird es immer die sogenannten "Looser" geben, die in ihrer verzweiflung keinen andren ausweg mehr sehen, als sich und möglichst viele andere menschen zu töten, nur um wenigstens irgendwie auf sich aufmerksam zu machen.
Ghaleon
22.03.2009, 09:57 Uhr
Wozu ?
Hier in der Stadt hat ein Lebensmittelverkäufer einen randalierenden in den Schwitzkasten genommen - der darauf hin an einem Herzinfakt gestorben ist - dafür bekam der Lebensmittelverkäufer 2 Jahre knast.
Wehrst du dich mit einer Waffe - kommst du evtl. selbst in den Bau. Jede Vorschrift sagt, man soll Räuber etc. gewehren lassen - wozu brauchen wir dann Waffen ?
Ein totales Waffenverbot wäre sinnvoller.
TheRaPitoR
22.03.2009, 00:13 Uhr
Plumpy
21.03.2009, 23:50 Uhr
Ich weis ja nicht was mehr ein Armutszeugnis ist.....
Guildmaster89
21.03.2009, 22:36 Uhr
LeFee
21.03.2009, 20:27 Uhr
Um zum Amokläufer zu werden müssen mehrere Umstände aufeinandertreffen. Ein Killerspielverbot könnte evtl. ein Amoklauf verhindern, ein Schusswaffenverbot aber auch!