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André 'Zitronenhai' Bergmann | 21.03.2009, 12:53 Uhr

Diskussion um Killerspiele
Polizeigewerkschaft fordert Killerspiel-Verbot

Die Polizeigewerkschaft des Landesverbands Hessen fordert über ihren Vorsitzenden Heini Schmitt die Fortführung der Debatte über ein Killerspiel-Verbot. Es sei unverantwortlich, so Schmitt, die Diskussion jetzt einfach zu beenden. Hier Auszüge aus der Stellungnahme:
Das Bemühen, die Diskussion um eine mögliche Mitverursachung solch grauenvoller Taten wie des Amoklaufs von Winnenden durch Killerspiele möglichst schnell zu beenden und wieder zum virtuellen Spiel- bzw. Geldverdien-Alltag überzugehen, ist geradezu entlarvend offenkundig... Und nicht nur nebenbei sei gesagt, dass es ohnehin ein Armutszeugnis ist, wenn sich die Kreativität nahezu einer ganzen Branche weitgehend darin erschöpft, immer neuere, perversere Techniken zur virtuellen Tötung von Menschen zu entwickeln.
Wie vielschichtig das Thema ist, zeigt auch unser aktueller Kommentar auf OnlineWelten.



Polizeigewerkschaft fordert Killerspiel-Verbot Kommentare (27)

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Nocturnis

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Friendinvite

22.03.2009, 14:44 Uhr

Gestern Abend wurden zwei Menschen mit einem härteren Stück Brot tödlich getroffen. Das wäre nicht geschehen, hätte es im Vorfeld ein umfassendes Besitzverbot für ältere Brotlaibe gegeben.

Die Polizeigewerkschaft fordert daher fortan eine regelmäßige Überprüfung der Brotbesitzer. Backwaren sollen zukünftig nur gegen eine Brotbesitzkarte ausgegeben werden. Auch soll es regelmäßige Kontrolle geben. Die dafür nötige Bundesbrotprüfstelle hat hierzu bereots im Vorfeld umfangreiche Befügnisse erhalten.

Demnach ist der Zugriff auf die vom BKA im Zuge der präventiven Überwachung gesammelten Daten zahlreicher Rechner erlaubt. Auch sollen spezielle Mikroschips, die von Geburt an verpflanzt werden sollen, regelmäßige Aufnahmen der Netzhaut an die bereits erwähnte Bundesbrotprüfstelle geschickt werden um so potentielle Gewaltakte im Vorfeld verhindern zu können.

Derweil streitet Frau Sannette Hawann jegliche Gerüchte ab, wonach die mangelnden Zukunftsperspektiven mitsamt eines übermäßig gesteigerten Leistungsprinzip an Schulen irgend etwas mi den Amokläufen zu tun gehabt hätte. Vielmehr hätten hier die Eltern, aber insbesondere die Mitschüler versagt, die ihre Kinder nicht mit Kevlarwesten ausgestattet hätten. Hierfür soll ab sofort ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht werden, welches das föderale Recht bricht. Der Zweck, so sagt man, heiligt die Mittel. In dem Falle, so hieß es laut eines Pressesprechers der Plunderregierung weiter, würden entsprechend passende Westen unter einer schönen grau in grau gehaltenen Schuluniform gar nicht weiter auffallen.

Praktisch, die Rüstungsindustrie freut sich über den baldigst eintreffenden Auftrag und kündigt jetzt an, eng mit Zeitarbeitsfirmen zu arbeiten um möglichst viele Abiturienten für zwei oder drei Monate übernehmen zu können. Real- und Hauptschüler könnten derweil über einen vierten oder fünften Bildungsweg zumindest als Praktikanten teilnehmen.

Insgesamt eine positive Entwicklung, so ist sich die Presse einig. Sollte es jedoch weiterhin Amokläufe geben, würden Lehrer mit passenden Waffen ausgestattet werden. Auch haben Studien ergeben, dass zu Zeiten der Prügelstrafe weitaus weniger Amokläufe geschehen sind. Daher sollen in jedem Unterricht zu den ansonsten schon gestiegenen Anforderungen jeden Tag Tests durchgeführt und für Fehlerpunkte mit einem beispielsweise längeren Lineal das Subjekt bestraft werden um so die Eltern in Bildungsfragen zu entlasten und aggressive Grundstimmungen im Vorfeld buchstäblich abklopfen zu können.

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Ghaleon

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Friendinvite

22.03.2009, 13:59 Uhr

Zitat:
, heutelandet man ohne Abi oder ähnliches fast unweigerlich hinter der Aldi-kasse.


Wenn überhaupt, die Aldi-Kasse ist sogar noch einer der gut bezahlten Jobs.

Der Erfolgsdruck der heutigen Zeit ist total überzogen, von jedem wird selbständiges Denken u. Kompetenzen erwartet zu einem Gehalt das nicht der Leistung entspricht.
"Früher" war wircklich alles besser - was den Leistungsdruck angeht. Aber ist das das richtige ? Offensichtlich nicht, unter dem hohen Druck geht vieles kaput, ich bin auch der Meinung, dass die Leistungsbereitschaft und das selbstständige Denken dadurch stark eingeschränkt wird.

Wir, d.H. unsere Eltern und auch meine eigene Generation hat ja darauf hin gearbeitet... immer mehr mehr mehr.
Im BWL Studium bekommen wir gezeigt wie man noch mehr Leistung aus seinen Mitarbeitern herauspressen kann, wie man noch mehr Gewinn herausquetscht - das studiert man.

Ich hoffe, dass die Kriesen groß genug sind um ein Umdenken in der Gesellschaft zu bewegen. Wir selbst können mithelfen in dem wir einfach "netter" zueinander sind.

In diesem Sinne - schönen Sonntag noch ^^

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minime007

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Friendinvite

22.03.2009, 12:36 Uhr

Zitat:
Ich frag ich allerdings ernsthaft warum in einem Land
wie Deutschland die sozial loser Verzweifeln. Hier
haben sie immer noch ein lebares Leben, während manche
Menschen in den USA mit 1000en$ Schulden auf der Straße
verrecken. :(
wenn du mal genau hinschaust, kommen die wenigsten Amokläufer aus einem sozialschwachen Milieu (ist übrigens ein unwort, sozialschwach heisst eigentlich mit wenig zwischenmenschlichen kontakten, nicht arm, wobei das eine meist das andere nach sich zieht), meist haben sie halbwegs intakte familien. was ich meine ist, das der mensch in deutschland ganz offensichtlich nur an zahlen gemessen wird (sehr schön ersichtlich an diversen interviews mit "bekannten" des amokläufers in winnenden, alle sprechen davon, das er doch so ein netter junge gewesen sei, aber mehr wissen sie offensichtlich nicht über ihn, also war er augenscheinlich ein "unsichtbarer").
In de wie auch in usa sieht letzendlich jeder zu das er mit seinem ar*** an die wand kommt, und schluss. jeder ist sich selbst der nächste etc etc.
in solch einer umgebung kommt es zwangsläufig zur vereinsamung bzw zu verzweiflungstaten.
Zitat:
Und diese übermäßige Kapitalismus Gesellschaft hab ich
auch noch nicht erlebt in DE, allerdings heißt's hier
immer:Was hat er denn für eine Schulausbildung?


das ist eigentlich nur der anfang des übels, siehe turbo-abi usw. der erfolgsdruck der heute auf jugendliche ausgeübt wird, ist schlicht unglaublich. zu meiner zeit war ein realschulabschluss noch ausreichend, um fast jeden beruf zu lernen, heute landet man ohne Abi oder ähnliches fast unweigerlich hinter der Aldi-kasse.

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Arkitan

22.03.2009, 11:52 Uhr

Ich frag ich allerdings ernsthaft warum in einem Land wie Deutschland die sozial loser Verzweifeln. Hier haben sie immer noch ein lebares Leben, während manche Menschen in den USA mit 1000en$ Schulden auf der Straße verrecken. :(

Und diese übermäßige Kapitalismus Gesellschaft hab ich auch noch nicht erlebt in DE, allerdings heißt's hier immer:Was hat er denn für eine Schulausbildung?

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minime007

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Friendinvite

22.03.2009, 11:31 Uhr

jegliches Verbot,egal ob für sogenannte Killerspiele oder auch waffen, wird nichts bringen, solange sich die gesellschaft selbst nicht ändert. Deutschland steht in der Statistik der "Erweiterten Selbstmorde" (Sprachgebrauch der Psychologen für Amokläufe bzw Familientötungen) an dritter oder vierter Stelle weltweit. man sollte sich vllt zuerst fragen, woraus das resultiert. In einer Gesellschaft, in der ein dickes Auto/Haus/Bankkonto wichtiger ist als ein symphatisches verhalten, wird es immer wieder zu solchen Verzweiflungstaten kommen.
Und da ist es völlig egal ob man nun die "Killerspiele" verbietet (dank i-net ist es ja nicht schwer trotzdem an diese heran zu kommen), oder auch den Besitz von Waffen (als kleines Bsp. für unsinnige Waffengesetze sei hier nur der "Messerartikel" genannt, der Besitz eines Taschenmessers mit mehr als 8,5cm stehender Klinge ist verboten, andererseits kann man in jedem haushaltswarengeschäft Küchenmesser kaufen, die zum teil mehr als 20 cm lange Klingen aufweisen, ohne dafür einen Waffenbesitzschein vorweisen zu müssen),solange ein mensch und sein erfolg nur an materiellen dingen festgemacht wird, wird es immer die sogenannten "Looser" geben, die in ihrer verzweiflung keinen andren ausweg mehr sehen, als sich und möglichst viele andere menschen zu töten, nur um wenigstens irgendwie auf sich aufmerksam zu machen.

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Ghaleon

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22.03.2009, 09:57 Uhr

Wozu braucht man eigentlich reale waffen in Deutschland ?
Wozu ?

Hier in der Stadt hat ein Lebensmittelverkäufer einen randalierenden in den Schwitzkasten genommen - der darauf hin an einem Herzinfakt gestorben ist - dafür bekam der Lebensmittelverkäufer 2 Jahre knast.

Wehrst du dich mit einer Waffe - kommst du evtl. selbst in den Bau. Jede Vorschrift sagt, man soll Räuber etc. gewehren lassen - wozu brauchen wir dann Waffen ?

Ein totales Waffenverbot wäre sinnvoller.

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TheRaPitoR

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22.03.2009, 00:13 Uhr

Also das Spiel wollen sie uns wegnehmen die waffen dürfen wir aber behalten was ist wohlt gefährlicher ne echte oder ne Virtuelle waffe...

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Plumpy

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21.03.2009, 23:50 Uhr

"[...]dass es ohnehin ein Armutszeugnis ist,[...]"

Ich weis ja nicht was mehr ein Armutszeugnis ist.....

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Guildmaster89

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21.03.2009, 22:36 Uhr

Photon wir fordern das du endlich Erwachsen wirst oder deine schwachsinnigen und dummen Kommentare einstellst.

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LeFee

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21.03.2009, 20:27 Uhr

Der Mann hat es einfach nicht kapiert! Killerspiele alleine machen niemanden zum Amokläufer genauso wenig wie eine Schusswaffe es tut.

Um zum Amokläufer zu werden müssen mehrere Umstände aufeinandertreffen. Ein Killerspielverbot könnte evtl. ein Amoklauf verhindern, ein Schusswaffenverbot aber auch!

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