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Markus 'Hyphistos' Rohringer | 15.03.2009, 09:57 Uhr

Diskussion um Killerspiele
BIU: Killerspiel-Verbot politisch motiviert

In Zeiten wie diesen, wo jeder selbsternannte Experte und Politiker, meistens gleich vereint in einer Person, mit der Rhetorikkeule schwingt und herrlich unsinnige Worte wie "Killerspiele" überstrapaziert, um von den wahren Problemen abzulenken, die hinter dem tragischen Amoklauf von Winnenden stecken, da erscheinen die Worte des BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) fast schon wie eine Stimme der Vernunft. Natürlich vertritt der BIU auch nur seine eigenen Interessen, aber als leidgeplagter Spieler handelt es sich wohl in den jetzigen Tagen um eine der wenigen Institutionen, von der man sich noch ernstgenommen fühlt, und der man zustimmen kann.

In einer offiziellen Stellungsnahme hat der BIU die Geschehnisse der letzten Tage zusammengefasst und warnt vor der populistischen und polemischen Art und Weise, wie das Thema nun "diskutiert" wird. Wir geben euch einen Auszug der interessantesten Stellen, die gesamte Stellungsnahme findet ihr über den Quelle-Link:
Die Tatsache, dass der Täter im Besitz von Computerspielen war, ist nicht weiter verwunderlich - Computerspiele sind ein fester Bestandteil der Jugendkultur. Der tragische Vorfall von Winnenden deutet hingegen auf einen komplexen Tathintergrund hin. Es steht zu vermuten, dass insbesondere die psychische Kondition und das soziale Umfeld des Täters wichtige Faktoren darstellen. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Konsum gewalthaltiger Medien und der Tat von Winnenden ist nach derzeitigen Informationen nicht erkennbar.

Der BIU warnt mit Rücksicht auf die Opfer der Winnender Tragödie, den Blick auf die eigentlichen Tatumstände nicht durch eine unsachliche Debatte über ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" zu verstellen. Die aktuelle Gesetzeslage verbietet bereits heute die Verbreitung von "gewaltverherrlichenden" Computer- und Videospielen auf der Grundlage des Strafgesetzbuches.

Die vielen Todesopfer des tragischen Vorfalls von Winnenden erfordern einen sachgerechten Diskurs zu den Hintergründen des Geschehens. Die aktuelle Forderung der CDU/CSU-Fraktion nach einem schärferen Verbot für Computer- und Videospiele ist daher vollkommen unangemessen und nicht zielführend. Die bestehenden gesetzlichen Regelungen sind ausreichend. Vielmehr gilt es den Vollzug bestehender Gesetze zu verbessern, um eine altersgerechte Abgabe von Computer- und Videospielen an Kinder und Jugendliche zu gewährleisten.



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