Die Sims - Special
Zehn Jahre und kein bisschen müde
Wie alles begann
Wir schreiben den 28. Februar 2000. An diesem Tag kam ein Spiel auf den Markt, das für einen neuen Boom in der Branche sorgen sollte. Bis dato unangetastete Zielgruppen wurden vor den PC-Monitor und allgemein in den Bann gezogen. Diese Faszination hatte einen Namen - Die Sims. Das von Entwickler Maxis erstellte Spiel sah auf den ersten Blick recht banal aus. Man übernahm die Rolle eines sogenannten Sims und führte diesen durch seinen virtuellen Alltag. Man musste die Bedürfnisse der Figur kümmern, seine sozialen Kontakte pflegen und nebenbei auch die berufliche Karriere im Auge behalten. Oder kurz gesagt: Man spielte den Alltag eines jeden Menschen am PC ab. Was sich im ersten Moment etwas merkwürdig anhört – warum spielt man denn Alltag, den man doch auch im „realen Leben“ hat -, entwickelte sich schon bald zu einem Massenphänomen. Plötzlich spielten auch vermehrt Frauen am PC oder andere bisher kaum an Spielen interessierte Menschen.
Dabei lässt sich gar nicht konkret in Worte fassen, was die Faszination des Spiels bis heute ausmacht – die ist bei jedem unterschiedlich. Bei der einen Gruppe kommt sicherlich ein gewisser Voyeur-Faktor zum Tragen, während sich andere stundenlang mit dem Aufbau und der Einrichtung neuer Häuser im Sims-Land beschäftigen. Wiederrum andere wollen möglichst viel virtuelles Geld scheffeln, um ihrem Sim jeden erdenklichen Luxus zu bieten. Hinzu kam die Tatsache, dass es relativ einfach war, eigene Gegenstände zu erstellen und diese mit der Community zu teilen. Schnell entstanden große Fanplattformen und Tauschbörsen, bei denen jeder seine kreativen „Machenschaften“ präsentieren konnte. Das Ausleben von ansonsten unerfüllten Träumen? Vielleicht. Fakt ist, „Die Sims“ schlug ein wie eine Bombe und avancierte zum Millionenseller.
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