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Plattformen:
PC
Release:
PC: 21. Juni 2007
Status:
keine Angabe
Publisher:
Electronic Arts
Entwickler:
Maxis
Genre:
Simulationsspiel
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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Torsten Kägler | 04.07.2007, 12:26 Uhr

Die Sims: Tiergeschichten - Test
Jetzt wird es tierisch!

1 Wertung

Zwei neue Geschichten aus der Welt der Sims warten darauf, gespielt zu werden. Bleibt damit der klassische Spaß außen vor?
Mit Die Sims: Lebensgeschichten wagte sich Electronic Arts das erste Mal auch in Deutschland in neue Gefilde und veröffentlichte ein Sims-Vergnügen eines neuen Kalibers. Wurden zuvor vor allem die weiten Möglichkeiten der freien Handlung immer wieder gelobt, fehlte bei den Lebensgeschichten genau dieser Part. Zwar konnte man auch im klassischen Modus die Sims in eine Behausung stecken und ihren Lebenswandel verfolgen, doch mit der Story war dies leider nicht verknüpft. Genau das war es dann auch, was bei der Wertung für Abzug sorgte. Mit Die Sims: Tiergeschichten folgt die zweite Episode, bei der sich Fans vor allem erhoffen, dass sich die Entwickler die Kritik zu Herzen genommen haben. Umso bedeutender, kurz nach der Veröffentlichung des eigenständigen Spiels einen prüfenden Blick darauf zu werfen.

Tierisch wild: Wer bisher die Erweiterung mit Haustieren nicht gekauf hat, wird auf zahlreiche Neuerungen im Gameplay treffen.

Die Entwickler haben sich - wie dem Titel unschwer zu entnehmen ist - den tierischen Begleitern der Sims zugewandet. Eben jene bekamen erst kürzlich sogar eine ganze Erweiterung für den zweiten Teil der Erfolgsreihe spendiert und seither tollen sich Vierbeiner und Kleintiere mit den Sims auf dem Bildschirm. Bereits bei den Lebensgeschichten spielten tierische Spielkameraden eine Hauptrolle, denn was eignet sich besser als dadurch eine Rahmenhandlung aufzubauen? Diese könnte allerdings wieder mal aus einer Seifenoper oder einem Groschenroman stammen. Die junge Hundetrainerin Alice lebt in einem schönen Haus auf dem Land. Was könnte es schöneres geben, als hier mit einem Vierbeiner das Leben in vollen Zügen zu genießen? Wäre da nicht eine skrupellose Landbesitzerin, die Alice am liebsten das Haus wegnehmen würde. Das Geld ist merklich knapp und leider auch die Zeit, um das Anwesen zu retten.

Lediglich die erfolgreiche Teilnahme an einer Hundedressurshow kann die Heimat von Hund und Mensch retten. Doch wird dies tatsächlich gelingen? Mit ein wenig Geschick und Einsatz beim Training auf jeden Fall. Erneut haben die Entwickler wenig Anspruch in die Handlung einfließen lassen. Nur wenige Aufgaben müssen erfüllt werden, denn Haus und Hof bestehen ja bereits. So fehlt gerade der spannende Part des Aufbaus einer eigenen Welt. Mit eben jener konnte man sich sonst stets verbunden fühlen, was in den Tiergeschichten leider erneut gänzlich fehlt. Glücklicherweise ermöglicht die Dressur der Tiere, aus der langweiligen Tristesse zu entfliehen. Selbst jener Spielspaß ist aber nicht von langer Dauer. Hat man die Hundeshow mit dem Pudel gewonnen und das Haus gerettet, ist man froh, endlich die zweite Geschichte erleben zu dürfen.

Die Geschichten sind ganz nett, aber bieten vom Umfang bis zum Tiefgang nicht genug Anreize, um die Tiergeschichten ins heimische Wohnzimmer holen zu wollen.

Chefkoch Stefan spielt in der zweiten Geschichte die Hauptrolle. Er ist kein auffälliger Mensch und gerade die Tatsache, dass er häufig auch in der Nacht arbeiten muss, lässt sein eigenes Privatleben mehr langweilig als unterhaltend wirken. Ungewollt kommt die verwöhnte Katze Diva in sein Leben. Er soll sie für seine Cousine hüten, doch damit längst nicht genug. Wird sie ihm am Ende zu einem erfüllten Leben verschaffen und auch dabei unter die Arme greifen, seinen Nebenbuhler auszustechen? Es könnte in "Rote Rosen" oder "Unter Uns" nicht schöner, oder besser gesagt, schlimmer sein. Die Handlungen sind sehr flach und es mangelt an Tiefgang, den man von einem Vollpreistitel erwarten würde.

Schon früh wird klar, dass sich nicht viel verändert hat. Erneut gilt es, sich treiben zu lassen und mit der Handlung zu schwimmen. Der neue Produktzweig aus dem Hause Electronic Arts beraubt den Spieler seiner eigenen Freiheit und damit leider auch der Fantasie. Gerade Fans mit sämtlichen Erweiterungen im Regal dürften keinen Anreiz darin sehen, die Handlungen zu erleben. Mit ein wenig Vorstellungskraft kann man sich eine viel schönere und vor allem freiere Geschichte auch selbst ausdenken. Diese kann dann auch nach Lust und Laune weitergesponnen werden, so dass die Sims zurück zum "Prädikat wertvoll" zurückkehren. Davon sind die Tiergeschichten allerdings meilenweit entfernt. Kurzzeitig mag es unterhalten, eine richtige Handlung zu erleben, doch auf Dauer und vor allem in Hinsicht auf den Wiederspielwert ist es leider ein klares Debakel auf voller Linie.

1 Wertung




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