Die Siedler 6: Aufstieg eines Königreichs - Preview
Zurück zu den Wurzeln
Auf einer hellen Lichtung genießen scheue Rehe die pralle Sonne, nur um bei drohender Gefahr ins Unterholz zu verschwinden. Kleine Krebse krabbeln in Wassernähe über den weichen Sand, um sich im nächsten Moment ins kühle Nass zurückzuziehen. Schmetterlingsschwärme flattern - begleitet von sonorem Vogelgezwitscher - wie wild durchs Bild. Und sobald sich die Sonne schlafen legt, wird die Nacht von umherschwirrenden Glühwürmchen erhellt. All diese oft als unbedeutend abgetanen kleinen Details sorgen für eine herrlich lebendige Spielwelt, der man sich selbst als absoluter Siedler-Neuling gerne hingibt. Natürlich sollte man seinen Blick nicht allzu lange schweifen lassen, schließlich gibt es in der farbenfrohen Idylle genug zu tun. Der möglichst effektive Aufbau einer Stadt samt funktionierendem Wirtschaftssystem prangt auch im sechsten Teil ganz oben auf der To-do-Liste. Dafür stehen die aus den Vorgängern bekannten Produktionsstätten zur Verfügung. Anfangs pflanzt man wie immer eine schnöde Holzfällerhütte in die Gegend, deren Bewohner fortan das Baumaterial in den Speicher der angehenden Metropole wandern lässt. Holz ist natürlich das A und O in einem florierenden System, legt es doch die Grenzen für die Baukapazität neuer Gebäude fest.
Anschließend sollte man sich darum kümmern, dass die Siedler etwas zwischen die Zähne bekommen - Nahrung muss her. Was bietet sich also besser an, als ein Jäger, der sein Häuslein inmitten eines Wildgebietes errichtet? Blöd jedoch, dass sich niemand den Wanst mit rohem Fleisch vollschlagen will. Es bleibt also mal wieder alles am Fleischer hängen, der die Beute in seiner frisch errichteten Behausung zu schmackhaften Würstchen verarbeitet.
Auch einen solch einfachen Kreislauf wollen die Entwickler möglichst anschaulich inszenieren. Benedikt Grindel erklärt: "Unsere Welt ist transparent. Ihr werdet jeden Schritt nachvollziehen können" Im Klartext heißt das: Der Jäger legt sich mit seinem Bogen auf die Lauer, schießt das Wild, macht sich mit seinem Messer daran zu schaffen, schultert es schließlich und trägt es in den Speicher. Hier kommt der fleißige Metzger ins Spiel: Er buckelt das Rohfleisch, hievt es in sein Domizil und schwingt das gewetzte Beil. Die vielen hungrigen Gestalten, die sich tagtäglich abrackern, warten schon auf den leckeren Wurstsnack, dem sie natürlich mit offenen Mündern entgegenfiebern.
Um in Siedler 6 etwas zu erreichen, muss man sich auf die Besonderheiten der jeweiligen Jahreszeiten einstellen. Im Winter fällt der Fischfang beispielsweise flach.
Wer viele Stunden in den Aufbau seiner Siedlung investiert, verfügt bald über eine prächtige Stadt wie diese.
Deswegen ist es möglich, die einzelnen Produktionsstätten mit ausgebauten Wegen untereinander zu verbinden. Später - wenn genug Geld und Rohstoffe vorhanden sind - hat man sogar die Chance, eine feste Straße zu errichten. Apropos Geld: Inzwischen macht auch schon ein hartnäckiger Steuereintreiber mit dem Säckchen die Runde, um für volle Kassen zu sorgen. Sofern bereits freigeschaltet, können die Auflagen erhöht werden, wodurch man sich jedoch schnell den Unmut der Bevölkerung zuzieht.
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genau
23.06.2007, 19:46 Uhr
^^
22.06.2007, 18:14 Uhr