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Test zum Spiel: Die Kunst des Mordens 3 - Die Karten des Schicksals Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 28. Januar 2010
Status:
keine Angabe
Publisher:
CITY Interactive
Entwickler:
CITY Interactive
Genre:
Adventurespiel
USK:
Ab 12 Jahren
Offizielle Seite:
city-interactive.com
Fanseite:
keine Angabe
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Sven 'cobra79' Hollunder | 28.01.2010, 10:00 Uhr

Die Kunst des Mordens 3 - Die Karten des Schicksals - Test
Der Tarot-Tatort

1 3 Wertung

„Die Karten des Schicksals“ ist nach „Geheimakte FBI“ und „Der Marionettenspieler“ bereits der dritte Teil der Kunst-des-Mordens-Reihe rund um FBI-Agentin Nicole Bonnet, in der erneut ein psychopathischer Killer sein Unwesen treibt. City Interactives eigene Serienmordserie sozusagen.
Man könnte sich jetzt natürlich fragen, ob es korrektes Deutsch wäre, das Entwicklerstudio als Serienmordserienmörder zu bezeichnen, falls nicht noch ein vierter Teil folgt, oder aber sich ganz einfach auf das aktuelle Spiel konzentrieren. Semantische Fallstricke umgehend, sei also festgehalten, dass es ein Wiedersehen mit der cleveren Ermittlerin im Dienste der US-amerikanischen Bundespolizei gibt - zumindest für jene, die bereits eines der vorangegangenen Abenteuer gespielt haben. Die kleine Einschränkung ist deshalb wichtig, da die Krimis im Adventure-Korsett aufgrund einiger Mängel den Sprung über das Mittelmaß bisher nicht geschafft haben und wohl eher ambitionierte Genre-Fans als das Gros der Spielerschaft ansprachen. Leider wird sich daran auch in der dritten Auflage wohl kaum etwas ändern.

Wer Nicole Bonnet noch nicht kennen sollte, stellt sich daher einfach eine smarte Frau Ende 20 mit Kurzhaarfrisur und Business-Outfit vor. Wobei smart vielleicht noch nicht das richtige Wort ist - eher intellektuell und kultiviert. Irgendwie fehlt es der Guten nämlich an Bauernschläue bzw. einfachem, gesunden Menschenverstand. Hartes Urteil? Ich kann es beweisen: Die FBI-Ermittlerin bekommt in ihrem Urlaub von einem anonymen Absender ein Paket zugestellt, dessen Inhalt nur aus einem verrosteten Bolzen, einer alten Glühbirne und einem Zeitungsartikel besteht. Den Zeitungsartikel schmückt das eigene Foto, der Name Nicole Bonnet ist rot eingekreist und auch das Wort Serienmörder wurde unterstrichen. Jedem Normalbürger würde vermutlich an dieser Stelle die Muffe gehen, aber unser weiblicher Columbo ist die Ruhe selbst. Kühl und berechnend untersucht sie die Stücke, findet ein paar Zeichen und steckt trotz Freizeit schon wieder voll in den Ermittlungen. Dass sie sich anschließend nachts ohne die Kollegen zu informieren, einfach alleine in die dunkelste und abgelegenste Ecke von ganz New York begibt, um auf eigene Faust Untersuchungen anzustellen, grenzt da schon an Einfältigkeit. Lady, das hier ist die Kunst des Mordens – nicht die Kunst des Sterbens in der Großstadt.

In der Großstadt New York gibt es auch schauerliche Ecken.

Natürlich passiert der engagierten Schnüfflerin nichts, denn das würde an dieser Stelle den Plot komplett über den Haufen werfen. Stattdessen unterhält man sich skriptgerecht aber ohne Einfluss auf den Gesprächsverlauf per Stichwortsystem mit einigen Menschen in der örtlichen Kneipe, untersucht das verlassene und abbruchsreife Kino und wird anschließend Zeuge eines ausgeklügelten Mordes, bei dem ein Mann in seinem Auto von einer Eisenbahn über den Haufen gefahren wird. Als kleines Andenken hinterlässt der Täter ein Souvenir - eine Spielkarte, die ihm anschließend den Fallnamen Card Man einbringt.

1 3 Wertung




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