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Test zum Spiel: Die Gilde 2 Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 15. September 2006
Status:
keine Angabe
Publisher:
Jowood
Entwickler:
4Head
Genre:
Strategiespiel
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
theguild2.com
Fanseite:
keine Angabe
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Sebastian Geiger | 01.11.2006, 14:37 Uhr

Die Gilde 2 - Test
Das Mittelalter wartet!

1 Wertung

Mit Die Gilde 2 geht die Genre-Mixtur aus Lebens- und Wirtschaftssimulation in eine neue Runde. Wir haben uns für euch ins tiefe Mittelalter gestürzt.
Für Entwickler gibt es zweifelsohne leichtere Aufgaben zu bewältigen, als den Verkaufserfolg von Die Gilde überbieten zu müssen. Doch trotz oder gerade wegen den hohen Verkaufszahlen wagen sich die Mannen der Spieleschmiede 4Head an einen Nachfolger des Kassenschlagers. Ob der Titel letzen Endes jedoch den gewünschten Erfolg haben wird, müssen die Computerspiele-Fans entscheiden. Dieser Test prüft zumindest ob der zweite Teil an die Qualität des Vorgängers anknüpfen kann.

Die Gilde 2 soll das Erreichen, was der Vorgänger bereits erreicht hat. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg - eine große Fangemeinde - hat der Titel dank des beliebten ersten Teils bereits erfüllt.

Eine Hauptgeschichte gibt es in Die Gilde 2 nicht. Der Spieler bestimmt vielmehr mit individuellen Siegesvoraussetzungen, wann er am Ende angelangt ist. So ist es beispielsweise möglich, dass Spiel mit dem Auslöschen aller gegnerischen Dynastien zu beenden. Des Weiteren kann man sich selbst den Auftrag erteilen, eine bestimmte Menge an Goldmünzen zu horten oder die Karriereleiter zu erklimmen. Für all diejenigen, welche nicht gerne an bestimmte Ziele gebunden sind, bietet der Dynastie-Modus eine Art Endlosspiel. Soweit also nichts Ungewöhnliches. Auch am Szenario hat sich offensichtlich nichts geändert. Immer noch kämpfen die Dynastien in einem mittelalterlichen Ambiente um das liebe Geld und die Vorherrschaft in der jeweiligen Stadt. Welche Stadt der Spieler gerne für sich vereinnahmen möchte, kann er zu Beginn einer jeden Partie selbst auswählen. Insgesamt stehen sieben Karten (Patch 1.1 beinhaltet eine weitere) zur Auswahl, wobei hier gleich mehrere Städte enthalten sind. Die Spielorte unterscheiden sich nicht nur durch ihr Äußeres und ihre Größe, nein, auch durch die Möglichkeiten, die dem Spieler zur Verfügung stehen. In einer großen Stadt gibt es zum Beispiel wesentlich mehr Ämter, welche vom Spieler besetzt werden können, als in einem kleinen Örtchen.

Schon der erste Teil überzeugte vor allem durch den enormen spielerischen Tiefgang. Mit Die Gilde 2 gehen die Entwickler nochmals einen Schritt weiter. Aber der Reihe nach! Zunächst benötigt man selbstverständlich einen Anfangscharakter, mit welchem man die ersten Schritte in der fremden Stadt wagen kann. Anderes als im Vorgänger, in dem man den eigenen Charakter nie wirklich zu Gesicht bekommen hat, ist die Figur nun ein fester Bestandteil des Spiels. Er kann beispielsweise im eigenen Betrieb arbeiten oder im Rathaus anwesend sein um bestimmten Sitzungen beizuwohnen. Bereits vor dem Start des eigentlichen Spiels legt man fest, welche berufliche Laufbahn man gerne einschlagen möchte. Der Spieler hat dabei die Wahl zwischen den vier Berufsgruppen Handwerker, Patron, Gelehrter und Gauner. Für jeden Beruf bedarf es zudem unterschiedlicher Fähigkeiten, die man im nachfolgenden Menü verteilen kann. So empfiehlt es sich für einen angehenden Gauner auf die Konstitution seines Charakters zu achten, um für Konfrontationen mit den Stadtwachen gewappnet zu sein. Ein Handwerker hingegen sollte bestrebt sein seine Handwerkskunst möglichst weit nach oben zu treiben. Das Talent "Handwerk" ist nämlich eng mit der Möglichkeit verknüpft, größere und somit leistungsfähigere Betriebe zu errichten. Derartige Gebäude sind die Einnahmequelle der Dynastien.

Hier kann man einige Impressionen aus der Alchimistenstube erhaschen. Die Mitarbeiter mischen gerade einige Gebräue, die dann der Bevölkerung dann auf dem Markt angeboten werden.

Hier kommt dann auch die Wirtschaftssimulation-Komponente mit ins Spiel. Wie in der Realität kauft man zunächst einige Rohstoffe, welche die Arbeiter dann zu einem Endprodukt verarbeiten. Am Markt versucht man diese Waren dann gewinnbringend an den Mann zu bringen. Es ist aber auch möglich den eigenen Charakter beziehungsweise die Bediensteten mit Waren wie etwa einen Schwert auszurüsten. Zugegebenermaßen ein Schwert ist für zartbeseitete Spieler vielleicht nicht die richtige Ausrüstung. Als Alternative stehen dem Charakter auch magische Gebräue zur Auswahl. So kann man zum Beispiel mit einem besonderen Duft veranlassen, dass sich zwei KI-Spieler im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr riechen können. Doch Vorsicht - die Verwendung solcher Methoden steht unter Strafe. Ebenso auch einige andere kriminelle Machenschaften wie etwa die Bestechung. Wird man bei gesetzeswidrigen Aktionen wie diesen ertappt ist der Gerichtsprozess auch nicht weit. Natürlich können ebenso Beweise gegen Feinde gesammelt werden um diese vor Gericht zu zerren. Hier blühen dem Verurteilten Strafen von der einfachen Geldstrafe bis hin zur Todesstrafe. Die Höhe des Urteils hängt neben der schwere der Verbrechen auch von der Rhetorik der beiden Seiten ab, die das Gericht beeinflussen soll. Ein Prozess findet im Rathaus statt. Doch das ist noch längst nicht alles. Hier kann man sich ebenso für ein freies Amt im Stadtrat bewerben. Mit jeder Stufe in der Karriereleiter wachsen auch die Privilegien, die dem Spieler zukommen. Ist das gewünschte Amt jedoch bereits besetzt, kann ein Absetzungsantrag Abhilfe schaffen. Voraussetzung für die Bekleidung eines Amtes ist allerdings der Bürgerstatus. Die Titel muss man sich nach und nach beim Stadtschreiber beantragen - für bare Münze versteht sich. Mit einem höheren Titel ist man auch befugt sein Haus aufzuwerten. Größe Häuser bieten selbstverständlich mehr Platz für zusätzliche Zimmer wie etwa den Saloon, der für große Feiern genutzt werden kann.

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