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Test zum Spiel: Devil May Cry 3 Spiel-Test

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Plattformen:
PC, PS2
Release:
PC: 27. Juni 2006
Playstation 2: 22. März 2005
Status:
keine Angabe
Publisher:
Ubisoft
Entwickler:
Capcom
Genre:
keine Angabe
USK:
Ab 16 Jahren
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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Marco Cabibbo | 25.04.2005, 22:25 Uhr

Devil May Cry 3 - Test
Weinende Teufel

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2001 brachte Capcom ein Spiel heraus, in dem es vor allem um eins ging: Action, gepaart mit äußerst stylishen Zwischensequenzen und einem Helden, der an Coolness nicht zu überbieten war. Unter der coolen Schale steckte jedoch auch ein guter, spielerischer Kern. Kein Wunder also, dass das Spiel Höchstwertungen abräumte. Nicht so der zweite Teil, der von Fachpresse und Videospielern berechtigt kritisiert wurde. Ob dieses Schicksal auch dem dritten Teil droht, lässt sich durch unseren Test in Erfahrung bringen.
Alles fängt ruhig und harmonisch an, Dante sitzt in seinem neuen Büro und mampft zufrieden eine Pizza, als plötzlich ein glatzköpfiger Typ reinkommt, der alles andere als gute Absichten hegt. Nach einem kurzen Plausch wimmelt Dantes neue Niederlassung vor Dämonen, welche genau so übel drauf sind wie ihr Meister. Dante lässt sich seine Einrichtung jedoch ungern von Monstergesocks kaputtschlagen, woraufhin er sie, einen nach dem anderen, zurück in die Hölle schickt. Nachschub ist jedoch unterwegs, diesen muss man allerdings selber verjagen. Zu diesem Zweck steht Dante ein umfangreiches Waffenrepertoire zur Verfügung, zu Beginn allerdings nur ein Schwert und zwei Pistolen, den Rest findet man erst im weiteren Verlauf des Spiels. Zugeschlagen wird mit der Dreieck-Taste, per Quadrat zückt man seine Schusswaffe (mit R1 wird der nächste Gegner anvisiert) und auf X wird gesprungen. Der linke Analog-Stick dient zum Bewegen, der rechte ist für die Kamera zuständig. Weitere Funktionen kommen später hinzu. Auf Druck von L1 verwandelt man sich später in eine stärkere Dämonenform, welche sich zudem regeneriert.

Wie cool war ich denn jetzt?
Nach Abschluss jeder Mission, von denen es 20 gibt, wird man vom Spiel in fünf Kategorien bewertet. Diese sind: Die benötigte Zeit, verschossene Kugeln, Stil-Punkte, erlittener Schaden und verwendete Objekte. Aus diesen fünf Einzelkategorien errechnet sich eine Gesamtwertung. D ist ziemlich uncool, A hingegen sehr gut. Wer seinen Job besonders gut macht, bekommt ein S, was soviel wie “stylish“ heißt. Natürlich hat dieses System einen Sinn, denn für einen hohen Rang bekommt man mehr rote Orbs. Diese Orbs sind extrem wichtig für das weitere Vorankommen im Spiel, denn mit ihnen lassen sich zu Beginn eines Levels nicht nur Items wie Heilsterne kaufen, sondern auch neue Spezialattacken für die Waffen. Wer neue Waffen gefunden hat, kann hier auch festlegen, welche er für die Mission ins Inventar packen möchte, maximal zwei Nah- und zwei Fernkampfwaffen. Im Spiel werden sie mit R2, beziehungsweise L2 gewechselt. Wer die Missionen nicht gut abschließt muss nicht verzweifeln, sowohl besiegte Gegner als auch zerstörtes Mobiliar hinterlassen die roten Kristalle.

Das Kampfsystem hat einen großen Sprung nach vorne gemacht, in keinem der Vorgänger gab es mehr Möglichkeiten seine Gegner zu beseitigen als in Teil 3. Dies liegt zum Großteil an den verschiedenen Kampfstilen, für welche man sich ebenfalls zu Beginn des Levels entscheidet. Wer sich für den “Gunslinger“-Stil entscheidet sorgt für mehr Krawall mit den Schusswaffen. Als “Swordmaster“ hat man besonders spektakuläre Nahkampfangriffe auf Lager, “Trickster“ sorgt für schnelles und effektreiches Ausweichen und mit “Royal Guard“ wehrt Dante gegnerische Attacken ab. Ein Feature, über das auch einige Feinde verfügen.

Ausgeführt werden die stilabhängigen Attacken mit der Kreis-Taste. Um den Wiederspielwert von DMC3 zu erhöhen haben die Entwickler bei den Styles ein Erfahrungspunktesystem eingebaut. Wer lange genug mit einem Kampfstil unterwegs ist steigt eine Stufe auf, maximal bis Level Drei, und schaltet so weitere und effektivere Attacken frei. Für den Spielverlauf ist es nicht wichtig welchen Stil man sich aneignet, jeder hat seine Vor- und Nachteile.

Die Steuerung von DMC3 ist vollends gelungen, bereits nach kurzer Spielzeit weicht man elegant gegnerischen Attacken aus und wischt effektvoll mit den Feinden den Boden auf. Geübte Spieler zaubern nach einiger Zeit die spektakulärsten Kämpfe auf den Bildschirm, die man bis dato gesehen hat. Vorrausgesetzt man sieht den Kampf überhaupt, denn hier liegt der große Schwachpunkt von Devil May Cry 3: die Kamera. Trotz manuell einstellbarer Kamera kommt es oft vor, dass man seine Feinde nicht sieht und so den einen oder anderen Treffer einstecken muss, dem man ansonsten locker ausgewichen wäre. In einigen Räumen lässt sich die Perspektive sogar überhaupt nicht bewegen, so dass man bei mehreren Gegnern gezwungen ist, sich auf sein Gehör und Gefühl zu verlassen. Trotz Kameraproblemen bleibt genug Zeit, um die detaillierte, leider auch flimmernde, Grafik zu bewundern, Freund und Feind sind hervorragend modelliert und animiert. Das gleiche gilt für das schöne Leveldesign, schön ausgeleuchtete, enge Schlossgänge und düstere Katakomben erinnern stark an den ersten Teil. Auch die Präsentation der fordernden Endbosse, ein Markenzeichen von Devil May Cry, ist optisch wie spielerisch eine absolute Wucht. Die Musik des Spiels ist eine passende Mischung aus Rock und Elektroklängen, welche zusammen mit den guten englischen Sprechern das Abenteuer sehr stimmungsvoll unterlegt. Das Highlight des Spiels sind aber, neben den Bosskämpfen, die vielen Zwischensequenzen: Wenn Dante einen riesigen Turm hinunterläuft und nebenbei ein paar Dutzend Gegner niedermäht, fällt einem vor lauter Staunen die Kinnlade auf den Boden.

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