Devastation - Test
Alles kaputt
Wir schreiben das Jahr 2075 und die mittlerweile verwüstete Erde wird von korrupten Konzernen kontrolliert, die ihre künstlich erschaffenen Truppen, die "Biomechs", dazu einsetzen, um die Menschheit zu versklaven.
Unter diesen Umständen ist eine Widerstandsbewegung entstanden, die der Herrschaft dieser Schurken ein Ende setzen will. Der Spieler ist Flynn Haskell, ein Mitglied der Wiederstandsbewegung. Seine Aufgabe ist es Verbündete zu finden, und mit deren Hilfe den Kampf zu gewinnen.
Ein langer Weg
Bis man durch alle Strapazen hindurch ist, und den Sieg davonträgt, muss man einen langen Weg gehen. Alles fängt in einem Labor an. Truppen der Konzerne stürmen das Gebäude, um einen Datenträger des Wissenschaftlers Dexter zu stehlen. Da dieser aber von der Idee nicht besonders angetan ist, überlässt er ihn seiner Kollegin, die Flynn aufsucht. Pech, dass der Datenträger verschlüsselt ist – deshalb heißt es erst einmal Dexter finden. Und da beginnt der Schlamassel. Man muss sich durch vier verschiedene Stadtteile durchschießen, nebenher noch schnell von einer Gefängnisinsel fliehen, ein Irrenhaus infiltrieren und, und, und. Das gehört jedoch noch zu den leichteren Aufgaben des Widerständlers. Richtiges denken ist während des Spiels aber nicht erforderlich. Man muss höchstens Codes für Türen besorgen. Gut, dass man das nicht alles allein durchstehen muss. Viele Freunde stehen dem Spieler zur Seite. Allerdings nicht besonders „tatkräftig“. Besonders am leichtesten der 3 Schwierigkeitsgrade verhalten sich die Verbündeten nicht sehr klug. Die Teils wirklich miserable KI der Verbündeten, sowie der Gegner, hemmt den Spielspaß ständig. Zwar kann man Freunden Befehle wie „folgen“ oder „angreifen“ erteilen, helfen tut diese Funktion aber wenig, da man erstens in manchen Missionen keine Kontrolle über einige Kollegen hat und zweitens das Aufrufen des Befehl – Menüs in einem Kampf recht umständlich ist. Im Spielverlauf werden sich dem Team mehr als 10 Teammitglieder anschließen.
Bewaffnet bis an die Zähne
Als Widerstandskämpfer ist das Leben schwer. Schießen, schießen, schießen - das steht auf dem Tagesplan. Glücklicherweise verfügt man über 30 verschiedene Waffen. Darunter Pistolen, Maschinengewehre und Scharfschützengewehre. Außerdem kann man auch auf dem Weg gefundene Utensilien, wie zum Beispiel Flaschen, Bretter und Stühle, und auch Fässer benutzen. Die fallen und zerfallen dank der realistischen Physik wie im echten Leben. Und wenn ein Bösewicht hinter einer stationären Waffe das zeitliche gesegnet hat, kann man diese doch nicht einfach so unbenutzt rumliegen lassen, da sie sich hervorragend zu Abwehr von Gegnern eignet. Eine besonders skurrile Waffe ist die Rattenbombe. Man
schickt eine Ratte ferngesteuert mit 95 Gramm C4 zum Gegner und sprengt sie in die Luft. Die Ratte wird auch als „Rattus Maximus“ bezeichnet.
Edelgrafik
Devastation benutzt die Grafik – Engine von Unreal 2. Was das zu bedeuten hat, weiß fast jeder. Detaillierte Texturen, polygonreiche Charaktere und beeindruckende Effekte. Allerdings wirkt die Grafik schon sehr düster. Überall in den Levels ist Rauch und Nebel, manche Gebäude sind eher sparsam beleuchtet.
Aber an der Pracht ändert auch dies nichts. Auflösungen von bis zu 1600 x 1200 Bildpunkten und voll regulierbaren Detail-, Schatten- und Beleuchtungsoptionen Reizen auch gute Hardware voll aus.
Ein deutsches Spiel...
Ja, da freut man sich. Endlich wieder ein (halb)deutsches Actionspiel, aber was ist das? Nur deutsche Untertitel? Die Menüs sind zwar komplett übersetzt, aber in den Zwischensequenzen und bei Unterhaltungen hört man lediglich die englische Sprachausgabe. Die Deutsche hat es anscheinend nicht ins Spiel geschafft. Komisch, denn im 29-seitigen Handbuch sind deutsche Sprecher erwähnt. Dieses Manko ist recht unverständlich.
Spielvarianten
In Devastation kann man zwischen drei Schwierigkeitsgraden auswählen: Leicht, Mittel oder Schwer. Aber sogar auf der leichtesten Stufe ist das Spiel an manchen Stellen sehr schwer. Außerdem hat man die Wahl zwischen dem Arcade und dem Simulationsmodus. Der Arcade-Modus ist eher für schussfreudige, die immer nur die Waffe als Ausweg sehen. Die Gegner sind in diesem Modus nicht gerade die hellsten; sie suchen zwar ab und zu Deckung, jedoch ist das schon alles. Im Simulations - Modus ist es ein wenig anders: Die Waffen verhalten sich realistischer und man muss ein wenig mehr nachdenken, um zum Ziel zu kommen, da die KI der Gegner wesentlich besser ist. Wenn man das Spiel schon durchgespielt hat und nicht mehr weiß, was man machen soll lohnt es sich zum beiliegenden Level – Editor zu greifen. Da das Spiel, wie schon erwähnt, auf der neuesten Unreal Engine basiert, ist es für erprobte Macher von Unreal 2 - und Unreal Tournament 2003 - Maps kein Problem auch Devastation um neue Karten zu ergänzen. Und für diejenigen, die keine Erfahrung in Sachen Level – Design haben ist es ratsam Devastation - Seiten im Internet aufzusuchen, und sich dort über Tipps für den Editor zu informieren.
Devastation ist auch über LAN oder Internet spielbar. Zunächst muss ein Charakter aus den 50 wählbaren ausgesucht werden. Mit diesem tritt man dann in verschiedenen Modi an. Zur Auswahl stehen Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag und ein völlig neuer Modus, Territories. In diesem Modus muss man in die feindliche Basis eindringen, ihre Verteidigungsanlagen zerstören, die Punkte vernichten, an denen die Spieler wiederauferstehen und anschließend noch alle übriggebliebenen Gegner auf der Karte eliminieren. Bots gibt es allerdings keine.





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