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Plattformen:
PC, PS3, XBox 360
Release:
PC: 09. April 2009
Playstation 3: 09. April 2009
XBox 360: 09. April 2009
Status:
Released
Publisher:
Electronic Arts
Entwickler:
Electronic Arts
Genre:
Action-Adventure
USK:
Keine Jugendfreigabe
Offizielle Seite:
electronic-arts.de
Fanseite:
keine Angabe

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Sebastian Thor | 21.01.2009, 15:40 Uhr

Der Pate 2 - Special
Auch ohne Pferdeköpfe eine Sauerei

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Wer sich die GTA'sche Mach-doch-was-du-willst-Mentalität auf die Fahnen geschrieben hat, wurde in den letzten Monaten gut bedient. Neben Rockstars Open-World-Monster lockten später Mercenaries 2 und Saint's Row 2. Dieses Jahr will es EA mit Der Pate 2 wissen.
Wären sie mal lieber mit einer Zeitmaschine ins heutige Holland geflogen, wo die Leute mit benebelter Freundlichkeit in den Tag hineinsumpfen und Polizisten die Hände in die Taschen stecken. Aber nein, es musste ja unbedingt New York sein, nachdem sie in den Straßen Havannas eine bleigespickte Flucht zum rettenden Flugzeug aufs Parkett legten. Da sitzen sie nun, die kümmerlichen Reste der Corleone-Familie - im Flieger Richtung Big Apple, der einer von insgesamt drei Schauplätzen ist. Und hier endet auch schon der spielbare Prolog in Kuba, der die Ermordung des Don und die Einführung seines Nachfolgers übernimmt: Dominic. Der soll die zerrüttete Familie zu alter Stärke führen und das tragisch zusammengeschrumpfte Corleone-Imperium wieder aufbauen. Mit einem Gesicht übrigens, das ihr im Editor selber zurechtzupfen und in allen üblichen Bereichen der Marke Oblivion so anpassen könnt, dass am Ende ein ansehnlicher Mann rauskommt. Oder ein weniger hübscher.

Wer schlagkräftige Begleiter um sich schart, hat gute Chancen bei der Übernahme feindlicher Geschäfte.

Wichtig ist nur, dass ihr bei seinem Anblick nicht gleich das Frühstück hochwürgt, denn den Kerl bekommt man oft zu Gesicht. Es gibt lange Cutscenes, die mit ausschweifenden Dialogen und bekannten Schlüsselszenen die erzählerischen Strippen ziehen. Schön ist, dass EA versucht hat, über kleine motorische Animationen eine lebendige Stimmung einzufangen. Das schaffen sie teilweise besser als ihre Kollegen von Volition. Aber leider schlechter als die von Rockstar. Im Vergleich mit GTA IV fehlen die letzten Funken brillant agierender Schauspieler, die in Pate 2 an einigen Stellen noch ernüchternd steif wirken. Manche Gesichter lassen aus der Nähe knackige Details vermissen, und wer nach dem Kuba-Abschnitt zum ersten Mal auf New Yorks Straßen unterwegs ist, dürfte zunächst enttäuscht werden. Diese Stadt ist keine hässliche, die Straßenzüge laden mit Brücken, Fabrikhallen, unzähligen Geschäften und palmengespickten Fußgängerzonen zum Erkunden ein.

Aber ihr dürft hier keine aus der letzten virtuellen Pore atmende Welt erwarten. Vieles bleibt statisch, viele belebende Kleinigkeiten fehlen und die Texturen wären vielleicht vor vier Jahren eine Augenweide gewesen. Aber das ist okay, solange die Bühne als Ganzes funktioniert. Das tut sie, nur leider auch mit unheimlich vielen Popups, die durch den Distanznebel der Großstadt schleichen. Vielleicht wäre ein Weichzeichner à la GTA IV die bessere Idee gewesen, wo die räumliche Weite wenigstens herrlich eingefangen wurde. Hier fühlt man sich stellenweise fast in Mafia zurückversetzt, wenn Häuser und andere Objekte sichtbar ins Bild ploppen. Und dann wären da noch die hölzernen Laufanimationen, die ebenfalls nicht mit der Geschmeidigkeit der Konkurrenz mithalten können. Aber immerhin hat das Laufen einen riesigen Vorteil: Es funktioniert einfach und präzise. Während sich Niko Bellic besonders in den Innenräumen zickig wie ein altes Weib anstellt und gerne am Treppenaufgang vorbeiläuft, lässt sich Dominic punktgenau kontrollieren.

Die Stadt ist absolut nicht hässlich, kann aber nicht mit dem facettenreichen Liberty City mithalten.

Was auch bitter nötig ist, wenn man ein funktionierendes Imperium aufbauen will, das floriert und auf lange Sicht Gewinne abwirft. Um das zu erreichen, reißt man sich nach und nach die wichtigsten Geschäfte der Stadt unter den Nagel: Pawn-Shops, Bäckereien, Stripclubs. Allesamt haben sie ihre Vorteile. Und natürlich störrische Besitzer, die sich nicht freiwillig von ihrem Schätzchen trennen wollen. Was macht der fest entschlossene Mafioso also, wenn der empörte Eigner den kuscheligen Schoß der Familie verschmäht? Eindruck. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Als ein Elektrohändler beispielsweise das berühmte Angebot ausschlägt, stiefeln wir einfach in den Laden, um das Innere, all die schönen Fernseher und Geräte kurz und klein zu schlagen. Aber die pure Machtdemonstration alleine reicht dafür nicht; die soll der arme Kerl schließlich auch am eigenen Leib erfahren. Je mehr man ihm zusetzt, je heftiger man ihn prügelt und erniedrigt, desto stärker füllt sich ein Balken am oberen Bildrand, eine Art Angst-o-Meter. Sobald ein bestimmter Punkt erreicht ist, singt der vormals so besonnene Eisberg wie eine Nachtigall oder tritt der mürrische Dickkopf plötzlich in die Familie ein.

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Auch ohne Pferdeköpfe eine Sauerei Kommentare (3)

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Fotomoloman

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Friendinvite

29.01.2009, 19:54 Uhr

anhand der features gesehen bestimmt nicht *rolleyes*

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ChaOzeXist

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Friendinvite

25.01.2009, 11:32 Uhr

...GTA 4 für arme oder was...:D

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Zup

PM schreiben
Friendinvite

24.01.2009, 19:54 Uhr

Meine Prognose: Das Spiel wird gegen Mafia 2 ziemlich alt aussehen.

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