Deponia
Ab sofort ist das Adventure Deponia von Daedalic auf Steam erhältlich, unentschlossene sollten vielleicht...
Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert. Er kann selbstgefällig und träge machen und schürt Erwartungen, denn Respekt und Anerkennung muss man sich immer wieder aufs Neue verdienen. Für Daedalic Entertainment offenbar kein Problem, denn in schöner Regelmäßigkeit hauen die Hamburger einen Adventure-Hit nach dem anderen raus. Deponia ist da keine Ausnahme.
Edna Bricht Aus, The Whispered World, A New Beginning – das Point’n’Click-Line-up des Studios spricht für sich. Kein Wunder, denn die liebevollen Geschichten werden im unverkennbaren Stil, mit Humor und Auge fürs Detail erzählt. Im aktuellen Abenteuer Deponia schlüpft ihr in die Haut von Rufus, der mit sich und der Welt nicht im Reinen ist. Zusammen mit anderen Deponianern lebt der egozentrische Chauvinist nämlich im Müll, den die oberen Schichten Organon und Elysium einfach auf die Oberfläche des Planeten kippen.
Umgeben von Schrott und Abfall träumt der Egomane daher von einem besseren Leben in höheren Sphären. Doch wie geht man den sozialen Aufstieg am besten an? Richtig, jede Form von Empathie unterdrücken, altruistisches Verhalten einstellen und mit erhobenem Haupt auf den Schultern der Mitmenschen ruhen, um sich bei bietender Gelegenheit zielstrebig nach oben zu ziehen. Zweifel an den eigenen Motiven oder Fähigkeiten stören da nur und so bewahrt sich unser Alter Ego trotz zahlreicher Rückschläge sein unerschütterliches Selbstvertrauen und seine eiserne Zuversicht. Rufus‘ Umwelt blickt jedoch hinter die großmäulige Fassade und sieht einen faulen, schmarotzenden Versager oder im besten Fall einen stümperhaften Träumer, der trotz all seiner Fehler auf Hilfe angewiesen ist.
Dass der (Anti-)Held trotz Charakterschwächen als liebenswürdiger Draufgänger rüberkommt, liegt vor allem an seinem Wortwitz und der hervorragenden Synchronstimme. So gibt der verkappte Komiker im Minutentakt Kalauer zum Besten, die hinter der harten Maske einen sympathischen Kerl erkennen lassen und zum Schmunzeln einladen. Selbst die blödeste Pointe zündet, wenn die Hauptfigur Tusch und Beifall gleich mitliefert oder z.B. Warnungen seines Freundes Wenzel mit den Worten kommentiert: „Er ist klein und dumm. Ich werde später über ihn reflektieren und lachen.“
Farbenfroh und handgezeichnet erinnert Deponia stilistisch an The Whispered World oder A New Beginning.
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Spaß hat man jedoch nicht nur mit den Dialogen, denn insbesondere das in weiten Teilen offene Rätseldesign spricht für Deponia. Statt euch linear von A nach B zu schicken, erlaubt euch das Spiel innerhalb eines großen, aber noch überschaubaren Bereichs zu experimentieren und mehre Probleme gleichzeitig anzugehen. Dies führt dazu, dass ihr immer wieder kleinere Erfolgserlebnisse feiert, ohne dass der große Durchbruch vorweggenommen wird.
Ab sofort ist das Adventure Deponia von Daedalic auf Steam erhältlich, unentschlossene sollten vielleicht...
Die Spielzeit ist kurz (ca. 6 Std.) aber für 28€ ist das ok - k.a. wie man da eine lange Spieldauer im Pro angibt. Was wirklich stört ist das unbefriedigende Ende und ich hoffe das der 2. Teil schnell kommt, denn hier gibt es noch sehr viel Platz für weitere Geschichten :)
Ach ja - und 3-4 Quests waren etwas zu sehr um die Ecke gedacht, da wars mehr ein ausprobieren, aber war auch noch ok.
Sehr schönes Adventure.
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Deponia, ein Point'n'Click-Adventure von Deadalic Entertainment hat das Zeug zum Klas... ![]()
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