Publisher Just A Game dürfte für viele Leser ein unbeschriebenes Blatt sein. Kein Wunder, haben die Berliner den Geschäftsbetrieb doch erst im Juli dieses Jahres aufgenommen. Wir waren auf der gamescom bei den jungen Wilden zu Gast und konnten einen Blick auf das kommende Line-Up werfen. Der 3rd-Person-Shooter Deep Black stach dabei ins Auge.
Es stellt sich jedoch die Frage, wie man auf dem unüberschaubaren Markt für Ballerorgien die Aufmerksamkeit der verwöhnten Spielerschaft auf einen beinahe gänzlich unbekannten Titel ziehen will. Durch exzessive Gewalt? Ein möglicher Weg, den man nicht eingeschlagen hat. Durch ein erfrischend anderes Setting? Jein, denn ihr kämpft zwar einen Großteil des Spiels unter Wasser, jagt dort aber irgendwelche Bio-Terroristen. Oder vielleicht mit opulenter Grafik? Absolut, denn Deep Black besticht anders als der Name vermuten lässt, mit tollen visuellen Eindrücken.
Damit diese richtig zur Geltung kommen, kriege ich eine abgefahrene 3D-Brille von NVidia aufgesetzt, die sich mit meiner normalen Sehhilfe um den Platz auf meiner Nase streitet – 3D Vision nennt sich das Ganze. Das Hightech-Gerät scheint mir für Brillenträger allerdings noch nicht geeignet, auch wenn der erzeugte Effekt den mangelnden Tragekomfort wieder wett macht. Aber selbst ohne Tiefenwirkung sieht Deep Black sehr gut aus: Dynamische Licht- und Schattenverläufe verleihen engen Gängen und langgezogenen Hallen eine bedrohliche, beinahe klaustrophobische Atmosphäre, erlauben es aber auch, Gegner hinter ihrer Deckung zu beobachten. Da seht ihr dann z.B. durch Schattenbewegungen an der Wand, wie ein feindlich gesinnter Scherge seine Waffe nachlädt und könnt clever schlussfolgern, dass der Zeitpunkt für einen Angriff günstig ist.
Einen Großteil von Deep Black verbringt ihr unter Wasser und habt dann trotz zahlreicher Effekte hoffentlich auch die Gegner im Auge.
Die meiste Zeit bewegt ihr euch jedoch unter Wasser und habt in dem nassen Element mit insgesamt 27 verschiedenen Opponenten zu tun - seien es nun Drohnen oder Menschen. Einen leistungsstarken Tauchanzug am Leib tragend und ein Unterwasser-Jetpack zur Fortbewegung nutzend, schießt ihr euch mit Harpune, Sturmgewehr oder einem der anderen 14 Todbringer durch über 30 Level. Damit man bei so viel geballter Feuerkraft nicht die Übersicht verliert, könnt ihr jeweils auch nur zwei Hauptwaffen mit euch herumschleppen und im Fall der Fälle eine kleine Pistole als Zweitbewaffnung wählen. Dass die Ballermänner der Wahl jeweils korrekt auf dem Rücken unseres furchtlosen Helden platziert werden, ist dabei nicht so relevant wie die Tatsache, dass jede Wumme mit zwei Schussmodi zur Terroristenjagd einlädt. Ist z.B. die Energiezelle des Plasmagewehrs gerade aufgeladen, dann lässt sich neben dem normalen Schuss auch eine Art Energielasso verballern, das zwar deutlich schwächer ist, aber einen größeren Bereich abdeckt und beim Aufprall die Gegner für kurze Zeit in eine Schockstarre versetzt. In den gewonnen Sekunden hat man mit etwas Übung die Deckung verlassen, den Kontrahent aufs Korn genommen und die Gefahr beseitigt.
Viele Waffen besitzen einen zweiten Schussmodus.
Koibito
28.08.2010, 14:16 Uhr
Hoffe mal das es gut wird aber leider only PC
Zockjochen
28.08.2010, 11:52 Uhr
Solch eine 3D Brille wird ja vermutlich nicht in der Spielbox ohne gehörigen Aufpreis beiliegen, aber trotzdem schön, dass sie unterstützt wird. Ich hoffe immer noch, dass sich diese Technologie durchsetzt, die Zeit wird ja immer reifer.