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Test zum Spiel: Dead or Alive 4 Spiel-Test

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Plattformen:
XBox 360
Release:
XBox 360: 24. Januar 2006
Status:
Released
Publisher:
Tecmo
Entwickler:
Team Ninja
Genre:
Beat 'em up
USK:
Ab 16 Jahren
Offizielle Seite:
deadoralive.jp
Fanseite:
keine Angabe

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Torsten Kägler | 08.02.2006, 21:37 Uhr

Dead or Alive 4 - Test
Schlagabtausch mit schönen Frauen!

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Vor allem die Frauen erinnern die meisten Spieler an die Spielereihe Dead Or Alive. Mittlerweile ist der vierte Teil auf der Xbox 360 erschienen und wir haben uns in die Kampfarenen gewagt.
Als die Xbox in Deutschland startete, war Dead Or Alive 3 ein zugkräftiger Launchtitel. Kein Wunder, dass Microsoft auch beim Start der Xbox 360 mit dem Nachfolger Dead Or Alive 4 die Käuferschaft an sich binden wollte. Aus diesem Plan wurde bekannterweise nichts und so ist es nun fast zwei Monat seit dem Konsolenlaunch her, als der Titel endlich in Deutschland auf den Markt kommt. Ein erster Nachteil wird deutlich, wenn man sich das klein gedruckte auf der Rückseite der Hülle anschaut. Dort steht in kleinen Lettern, dass der Titel lediglich auf TV-Geräten mit einer Unterstützung von mindestens 60 Hz lauffähig ist. Wer einen älteren Fernseher sein Eigen nennt, kann demnach schnell enttäuscht werden, wenn es nach dem Intro nicht mehr weitergeht.

Liegt die DVD im Laufwerk und ist der Fernseher geeignet, offenbart sich dem Spieler die bekannte Menüstruktur. Der Storymodus ist der Unterpunkt, dem der Spieler die meiste Aufmerksamkeit widmen wird. Hier kann man sich nicht nur durch Kämpfe Kostüme für die unterschiedlichen Charaktere frei schalten, sondern auch Videos über deren Hintergrundgeschichte. Damit verfolgen die Entwickler das Belohnungssystem, welches immer wieder dafür sorgt, dass der Spieler den Controller nicht in der Ecke verstauben lässt, sondern immer wieder zugreift und sich durch den Storymodus kämpft. Weitere Modi sind der Team Battle, Time Attack, der Survival Modus oder der Tag Battle. Im Modus Time Attack ist es die Aufgabe den Kampf in möglichst kurzer Zeit zu beenden und im Team Battle kämpft der Spieler mit einem zusammengestellten Team gegen die Gegner.

Hat man einen der Vorgänger, wie Dead Or Alive 3 oder Dead Or Alive Ultimate, schon auf der Vorgängerkonsole gespielt, fällt der Wechsel sehr leicht. Schnuppert man erst in das Genre rein, ist ein Ausflug in den Modus Sparring zu empfehlen. Hier kann der Spieler sich mit der Bedienung des Titels und den Eigenschaften der Charaktere vertraut machen, um im späteren Kampf nicht lediglich Glückstreffer zu landen, sondern gezielt dem Gegner zuzusetzen. Egal ob Profi oder Anfänger, jeder findet schnell seinen Einstieg, denn die Bedienung ist mit Leichtigkeit erlernt. Und dabei leidet nicht einmal der Controller unter der fast mutwilligen Zerstörung der Knöpfe, denn schnell wird das wahllose Knöpfe drücken abgelegt, um spezielle Kampftechniken zu nutzen. Hierbei sind viele Kombos bereits aus den Vorgängern bekannt, einige Techniken sind aber neu hinzugekommen. So hat beinahe jeder Charakter einige neue Möglichkeiten zum Attackieren spendiert bekommen. Einen faden Beigeschmack hat die gesteigerte Geschwindigkeit im Spiel. Zwar wurde dies von vielen Fans gewünscht und ist auf den ersten Blick für das Gameplay sehr förderlich, die Möglichkeit des Blockens und der Gegenangriffe wird dadurch jedoch stark minimiert. Nur selten kommen die langen Kombinationsangriffe zur Pause, so dass der Gegner oder der Spieler selbst überhaupt die Gelegenheit hat, um anzugreifen.

Ähnlich ist es auch bei den Charakteren. Ob Hitomi, Kasumi, Leifang, Christie oder Tina, viele heiße Damen durfte man schon zuvor bewundern. Ebenfalls dabei sind der Drunken Master, Zack, Jann Lee und weitere männliche Kämpfer.

Hinzu kommen neue Kämpfer wie Eliot oder Leon. Wobei einige, wie Leon, erst frei geschaltet werden müssen. Ein besonderes Highlight für Freunde des Shooters Halo ist ebenfalls mit von der Partie. Der Kämpfer Spartan-458 steckt in einem Kostüm des Master-Chiefs. Optisch ein Highlight, ist der Kämpfer spielerisch nur ein netter Beigeschmack.
Alles andere als nur ein netter Beigeschmack ist die weitere optische Gestaltung des Titels. Die Spielfiguren glänzen durch eine hervorragende Simulation des Körperbaus, der an allen Stellen realistisch zum Vorschein kommt. Vor allem männliche Spieler werden sich über die knappen Kostüme der weiblichen Kämpferinnen freuen. Kleine Kritikpunkte kommen dennoch auf, denn einzelne Kämpfer haben Schwachstellen bei der optischen Umsetzung. Einmal fällt das Kleidungsstück nicht physikalisch korrekt und ein anderes Mal ist das Haar wie festgeklebt und bewegt sich selbst bei waghalsigen Kombinationen nur schwerfällig. Die Arenen sind gänzlich perfekt gestaltet worden, nur Kleinigkeiten können das Auge trüben und um diese Mankos zu finden, muss man schon mit der Lupe an den Bildschirm kriechen und Mängel suchen. Ansonsten sind die zahlreichen Schauplätze der Kämpfe abwechslungsreich. Ob auf dem Marktplatz, einer asiatischen Gartenanlage oder in futuristischen Arealen, für Abwechslung ist stets gesorgt. Oftmals sind die Bereiche noch in unterschiedliche Höhenstufen eingeteilt, so dass man im Kampf nicht stets an ein und derselben Stelle Schläge und Tritte austeilt. Hinzukommt die leicht zerstörbare Umgebung, die zusammen mit dem schnellen Gameplay und vielen Tricks noch mehr Spielspaß erzeugt.

Bei Dead Or Alive 4 gilt es die Surroundboxen aufzudrehen, denn nur so kann man den erstklassigen Hörgenuss tatsächlich zu einem solchen machen. Zu der passenden Untermalung durch Musikstücke und der Stimmen der Charaktere, die nicht lokalisiert wurden, sind die Soundeffekte, wenn ein Gegner zu Boden geht, fulminant. Hier haben die Entwickler alle Möglichkeiten ausgenutzt, um dem Spieler einen hörbaren Luxus zu vermitteln und dies ist wirklich gelungen. Durchwachsen ist dagegen der Mehrspielerpart des Titels. Während bis zu vier Spieler an einer Konsole gegeneinander antreten können, geht der Spielspaß mittlerweile auch online in eine neue Runde, wenn auch in eine etwas andere. An einer Konsole sind die bekannten Spielmodi im Einzel- oder Teamkampf abrufbar. Hier kann mit einigen Spielern viel Spaß aufkommen kann, wenn man sich darüber streitet, wer besser ist, wer die gleichen Kombinationen nutzt und wer das Spiel tatsächlich beherrscht. Online läuft dies ein wenig anders, denn dort haben die Entwickler eine Art Lobby geschaffen von der aus es in die virtuelle Spielwelt aufgeht. Online sind die Optionen beinahe denen im Offline-Mehrspielerpart gleich. Ob Einzel- oder Turnierkämpfe, der Spieler hat eine gute Auswahl daran was er spielen möchte. Alltägliches Leid in der positiven Onlinewelt sind die zähen Kämpfe, dies liegt aber nicht an schlechten Mitspielern, sondern am Netzmodus des Titels, der die Verbindung verlangsamt. Hier hätten die Entwickler mehr an den Feinheiten feilen müssen.

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