Sebastian Thor | 11.10.2008, 20:09 Uhr
de Blob
Bunt, verspielt, witzig
Fazit zum Test von de Blob
Bunt, verspielt, gut!Die ersten Stunden sind ein Segen für alle von echten Abenteuern träumenden Wii-Spieler außerhalb des klapprigen Casual-Käfigs. Rollen, springen, klecksen - all diese Aktionen gehen dank der meist präzisen Steuerung fließend ineinander über und verlagern die Einstiegshürde selbst für Wii Fit-Samstagsspieler auf Höhe der Schuhsohle. Man ist amüsiert, fasziniert und entzückt von diesen frechen Rebellen, die den bittergrauen Schleier Chroma Citys mit Charme, Elan und Farbmagie nach und nach zerfetzen. Dieses de Blob fühlt sich in Zeiten seelenloser Hampelspiele von der Stange so verdammt gut an, geht dank Jazz-Funk-Soundtrack so sehr ins Ohr, dass man gar nicht mehr raus will. Aber nach einigen Stunden, nach etlichen befreiten Stadtteilen und zig besprenkelten Gebäuden zerren euch die Entwickler in eine Schleife, die euch immer wieder die gleichen Missionen vorhält. Hinzu kommen ärgerliche Probleme beim Anvisieren von Gegnern, kleine Kamerapatzer sowie ein Speichersystem, das euch vor allem später bis zu eineinhalb Stunden zum Sitzen verdonnert und keine Spielstände innerhalb der Missionen erlaubt. Unterm Strich reicht es noch nicht für einen Platz im Wii-Olymp. Aber Blue Tongue hat hier ein wichtiges und vor allem kreatives Zeichen gesetzt. In einer Zeit, wo man fast jeden Tag in dieser ekelhaft dickflüssigen Ninja-Reflex-Family-Ski-Wii-Fit-Pampe versinkt, die uns Nintendo und Co seit Monaten auftischen. Danke dafür!
Pro
- witziges Spielprinzip
- putzige Zwischensequenzen
- jazzig-entspannter Soundtrack
- Grafik für Wii-Verhältnisse klasse
- jede Menge freispielbare Inhalte
- haufenweise Nebenmissionen...
Kontra
- zu leichte Rätselkost
- Speichersystem nicht optimal
- ... die sich leider oft wiederholen
- Anvisieren der Gegner klappt nicht immer





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