Dark Void - Test
Runter kommen sie alle
Unsere frischen Waldbewohner, die nach meinem Verständnis eher in einem nassen Grab liegen sollten, fleddern eine Leiche, die praktischerweise geradewegs vor ihre Füße gefallen ist und laufen in die Richtung, die die Navigations-Ava vorschlägt. Ja, die Geschichte beginnt äußerst minimalistisch. Aber sobald man die holprige Anfangsphase überstanden hat, lichtet sich der Schleier des Unverständnisses und man sieht klar, was die Spielgeschichte für uns bereithält. Nämlich kompletten Nonsens: Außerirdische wurden vor langer Zeit in die „Leere“ gesperrt und drohen, einen Ausweg zu finden, um die Menschheit zu versklaven. Die Gegenkraft, die das zu verhindern versucht, ist eine Widerstandsbewegung, die sich aus denen zusammensetzt, die auch irgendwie in die Leere gefallen sind. Und genau diesen Menschen schließen wir uns an.
Das sollte erst einmal alles zum Abschnitt des Erzählerischen sein. Zur Verteidigung der Entwickler sollte ich vielleicht erwähnen, dass dieses Spiel aus einer Tech-Demo entsprungen ist - einem Anschauungsobjekt, um die Mechanismen mit dem Jetpack, vor allem aber im vertikalen Kampf auszuprobieren. Weil sie das Ergebnis aber so unglaublich cool fanden, haben sie direkt ein ganzes Spiel daraus gemacht. Ich kann mir bildhaft vorstellen, wie sie die Entscheidung getroffen und eine Geschichte dazu zusammengewürfelt haben: „Wir haben eine tolle Steuerung. Was fehlt noch für ein Topspiel?“. „Nazis und Aliens. Und eine starke Frau – so wie in Uncharted.“ „Dann aber auch ein Deckungssystem“ – gebongt. Jetzt haben wir einen Beleg dafür, dass gute Dramaturgie eben nicht immer nach „Prinzip: Wurstgoulasch“ funktioniert.
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Gnoos
19.01.2010, 12:07 Uhr
SUPER! :D