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Counter-Strike: Global Offensive

Counter-Strike: Global Offensive - Phantoml0rd als Besitzer von CSGOShuffle entlarvt

Der eSport-Journalist Richard Lewis erhielt stichhaltige Beweise gegen den Streamer Phantoml0rd, die ihn als Besitzer einer beworbenen Glücksspiel-Website entlarven.

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Ein Hacker, der seine Identität aufgrund illegaler Machenschaften nicht öffentlich machen möchte, kontaktierte Richard Lewis mit Skype-Verläufen, die er bei dem Versuch ergaunerte, CSGOShuffle für eigenen Profit zu infizieren. Die Verläufe enthalten über 1800 Nachrichten zwischen dem Joris Dahau, Gründer von CSGOShuffle und Besitzer des Accounts, und dem Streamer Phantoml0rd.




In den Gesprächen, die ihr im oben eingebettetem Video einsehen könnt, spricht Phant0mlord mit Dahau, als wäre er einer der Besitzer von CSGOShuffle. Gemeinsam diskutieren sie über rechtliche Grauzonen, Kooperationen mit anderen Firmen und Konkurrenz-Seiten.

Dass Phantoml0rd Eigentümer von der mittlerweile nicht zu erreichenden Glücksspiel-Seite CSGOShuffle war, lässt ausgerechnet er selbst vermuten: In den vorliegenden Logs spricht er über Überweisungen in Höhe von 20.000 US-Dollarn, die er regelmäßig an Joris Dahau sendete und vorliegende Überweisungsträger zeigen CSGOShuffle als Verwendungszweck auf.

Da Phantoml0rd mit seinem Stream mittlerweile mehr als 1,3 Millionen Menschen erreicht und beinahe hauptsächlich auf Shuffle gewettet hat, macht er sich im mildesten Fall durch fehlende Kennzeichnung seiner Beziehung mit der Website und Wettbewerbsverzerrung strafbar - doch dies war noch längst nicht alles.


Phantoml0rd wettete teils enorme Summen auf CSGOShuffle - hier standen 100k US-Dollar auf dem Spiel.

Phantoml0rd wettete teils enorme Summen auf CSGOShuffle - hier standen 100k US-Dollar auf dem Spiel.

In einem Streitgespräch zwischen Dahau und Phantoml0rd wird klar, dass der Streamer nicht mit seinen eigenen Skins spielt, sondern sich den Profit der Website von seinem Partner zuschicken lässt - ganze 10% der eingenommen Skins soll er bekommen und live verwettet haben. Als sein Partner ihn damit konfrontiert, dass sein Verhalten unverantwortlich ist, wird Phantoml0rd schnippig und weist darauf hin, dass sein Stream als Werbung eben so wertvoll ist und er ihm vertrauen soll.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Konversationen, die Prozentzahlen beinhalten, deren Zusammenhang mit den Gewinnchancen auf der Seite schwer abzustreiten ist. Teilweise bittet Phantoml0rd so regelmäßig und oft, diese Zahlen zu erfahren, dass sein Partner sich dafür entschuldigen muss nicht hinterher zu kommen. Ausdrücklich bittet der Streamer ihn einmal sogar um besonders niedrige Gewinnchancen, damit er ein paar mal falsch Wetten und sich dadurch Glaubhaftigkeit erarbeiten kann.

Ebenfalls interessant ist ein kurzer Austausch über CSGOLotto.com und CSGOWild.com, der noch im vergangenen Jahr stattfand. So wusste Phantoml0rd anscheinend, dass die Youtuber Tmartn und Syndicate hinter der Website steckten und wollte auschecken, ob sie eine Gefahr für ihn darstellen.

Richard Lewis betont, dass es sich bei den vorliegenden Logs um Daten handelt, die er des öfteren kontrolliert haben möchte und er für absolut echt hält. Bevor er sein Video zu dem Thema veröffentlichte, wollte er Phantoml0rd ebenfalls um Rückmeldung bitten - erhielt jedoch keine Antwort.

Ob der Streamer sich dazu melden und ein Statement abgeben wird, dürften wir schon bald erfahren - bis dahin können wir wohl froh darüber sein, dass Valve den Glücksspiel-Webseiten langsam an den Kragen geht.

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