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Test zum Spiel: Command & Conquer Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 15. Februar 2006
Status:
Released
Publisher:
Electronic Arts
Entwickler:
Electronic Arts
Genre:
Strategiespiel
USK:
Ab 16 Jahren
Offizielle Seite:
commandandconquer.com
Fanseite:
keine Angabe

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Wolfgang Amann | 08.03.2006, 12:57 Uhr

Command & Conquer - Test
Die ersten zehn Jahre

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Darauf haben etliche Fans gehofft: Alle bisherigen Command & Conquer-Teile mit einem Fuffi kaufen! Wir haben uns in die Unkosten gestürzt.
Nachdem Echtzeitstrategiespiele wegen des großen Erfolges von Dune II immer mehr in Mode kamen und die Fans förmlich nach einem Nachfolger schrieen, machte sich Westwood daran, Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt zu entwickeln. Und der Kampf um den giftigen Rohstoff schlug 1995 ein wie eine Bombe: Zum ersten Mal der Videospielgeschichte wurden Turniere im großen Stil veranstaltet, die Verkaufszahlen schossen in die Höhe  eine Generation im Rainer Calmund-Format wurde geboren. Aber nicht nur die Fans wurden aufmerksam auf die Strategieperle, sondern auch die damalige BpjS leckte förmlich Blut. Um auch auf dem deutschen Markt verkauft werden zu dürfen, musste Westwood gravierende Änderungen vornehmen. So wurden aus allen Menschen stählerne Androiden bzw. Cyborgs. Auch die heutige Sammlung der sechs Command & Conquer-Titel bleibt nicht davon verschont; die Kürzungen der Bundesprüfstelle ziehen sich vom Tiberiumkonflikt bis zu Generäle durch wie ein roter Faden.

Die meisten Command & Conquer Teile sind neu genug, dass sie ohne viel Mühe auch unter aktuellen Betriebssystemen laufen. Das macht die ersten beiden Spiele der Sammlung besonders interessant, da diese so geupdatet wurden, dass man auch unter Windows XP in den Genuss der beiden Grafikperlen kommt. Eine der besten Gimmicks der C&C-Reihe hat Electronic Arts aber leider unter den Tisch fallen lassen: Die Installationsmenüs. Das mag für Computerspielneulinge lächerlich klingen, da man heute nicht viel mehr als den Windows Installer zu Gesicht bekommt, früher aber hat sich Westwood mächtig ins Zeug gelegt, dass auch während dem so lästigen Vorgang keine Langeweile aufkommt. Da flogen schon bei den ganz frühen Vertretern Torpedos herum, alles war im Stil des Spiels gehalten. Da ist es schon enttäuschend, dass gerade hier gekürzt wurde.

Theoretisch haben Der Tiberiumkonflikt und Alarmstufe Rot irgendwo einen Internetmodus versteckt  theoretisch. Praktisch sieht das ganz anders aus. Unglücklicherweise zeigt sich hier gleich wieder die lieblose Zusammenstellung der Spiele. Wenn man in einem der beiden Spiele auf den Internetbutton klickt, wird der Westwood Chat gefordert. Doch oh Wunder, ein Blick auf den Inhalt der DVD schafft wieder Ernüchterung: Das besagte Programm ist dort nicht enthalten. So fragt sich jetzt der normale Spieler, was er anfangen soll  einige programmierwütige Fans haben sich erfreulicherweise schon dem Problem angenommen und gelöst. Doch es kann einfach nicht sein, dass man sich erst durch so viele Hindernisse hindurchkämpfen muss und kostbare Zeit verschwendet, um etwas heutzutage Selbstverständliches zum laufen zu bekommen. Da hilft auch der Hinweis Das Online-Feature für Spiele dieser Sammlung kann eingestellt werden und wird nicht garantiert auf der Verpackung nichts; so etwas bremst den Spielspaß gewaltig.

Der Tiberiumkonflikt + Der Ausnahmezustand
Sicher sind das alles nur Umstände, die das Spielerlebnis umkreisen. Im richtigen Programm ist alles wie beim Alten. Die lieben GDI Generäle hetzen gegen die bösen NOD und deren Anführer Kane auf, der die Eigenschaften des plötzlich auf der Erde auftauchenden Erzes Tiberium für persönliche Zwecke missbrauchen will und sogar Versuche an Menschen nicht scheut.

Alarmstufe Rot + Gegenangriff + Vergeltungsschlag
Das schon ein Jahr später erschienene C&C: Alarmstufe Rot verwendet zwar die gleiche Grafikengine wie der Vorgänger, poliert diese aber ein wenig auf und versetzt den Spieler in ein alternatives Universum. Albert Einstein selbst gelingt es, in der Zeit zurück zu reisen und durch ein Attentat auf Adolf Hitler den Aufstieg des Dritten Reiches zu verhindern. Doch an die weiteren Konsequenzen hat er dabei nicht gedacht und so wird ein bitterer Konflikt zwischen der Sowjetunion und den Alliierten entfacht, in dem mächtige Kriegstechnologie wie die Teslaspulen verwendet werden.

Operation Tiberian Sun + Feuersturm
Mit C&C: Tiberian Sun wird man im Jahre 1999 wieder zurück in die Fehde zwischen den Goldies der GDI und den roten NODs geworfen. Viel geändert hat sich seit dem ersten Teil der Serie nicht, das neue Spiel knüpft fast nahtlos an den Vorgänger an. Im echten Leben hingegen schreibt Tiberian Sun einmal mehr Videospielgeschichte. Das erste Mal wird die magische Preisgrenze von 90 DM für ein Computerspiel überschritten  was damals als unverschämt eingeschätzt wurde und viele Anhänger daran hinderte, zuzugreifen, klingt heute in Zeiten, wo selbst 60 Euro für eine DVD-Schachtel schon fast normal sind, mehr als abstrus.

Renegade
Mit C&C Renegade driftet die Serie im Jahre 2002 völlig von Echtzeitstrategie-Genre ab. Das erste Mal erlebt der Spieler den Konflikt zwischen NOD und GDI in der Egoperspektive. Dass die beim Erscheinungstermin schon veraltete Grafik heute noch hässlicher aussieht, stört nicht viel. Der teamorientierte Shooter macht vor allem im Mehrspielermodus, der dank dem erneuten Release auch noch bevölkert ist, extrem viel Spaß. Durch diesen Blickwinkel auf das Command & Conquer-Universum zu schauen mag zwar ungewohnt sein, ist aber eines der intensivsten Erlebnisse der gesamten Packung.

Alarmstufe Rot 2 + Yuris Rache
Weiter geht es mit C&C: Alarmstufe Rot 2, das wiederum die selbe Engine wie das zwei Jahre früher erschienene Tiberian Sun verwendet. Zu dem Kampf zwischen Ost und West gesellt sich der verrückte Yuri, der eine Methode entwickelt hat, Gedanken zu kontrollieren. Alarmstufe Rot 2 ist von der Geschichte her wohl der abgedrehteste und zudem schnellste Vertreter der Serie.

Generäle + Die Stunde Null
Danach geht es mit Riesenschritten voran in die moderne Zeit der Computerspiele. Das vor drei Jahren erschienene Generäle und seine Erweiterung Die Stunde Null führt den Spieler in das dritte Universum der Command & Conquer-Geschichte ein. Die Westliche Allianz, der Asiatische Pakt und eine fiktionale terroristische Vereinigung namens IBG kämpfen gegeneinander  mit erstaunlich naher Anlehnung an die aktuellen Schlagzeilen von 2003, die von der Angst vor dem Terrorismus überquollen.

Genug der Spiele, der Box von Command & Conquer: Die ersten zehn Jahre liegt auch noch eine Bonus-DVD bei. Diese bietet einige kurze Videos zur Serie und Interviews mit einigen Angestellten von Electronic Arts. Alles in allem eine nette Sache aber in der vorhandenen Ausführung fast nutzlos  da passt der zur Erscheinung von Windows XP aufgekommene Spruch Gesehen, gelacht, gelöscht ganz gut &

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Die ersten zehn Jahre Kommentare (0)

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