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Test zum Spiel: Command & Conquer 3: Kanes Rache Spiel-Test

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Plattformen:
PC, XBox 360
Release:
PC: 26. März 2008
XBox 360: 1. Quartal 2008
Status:
Released
Publisher:
Electronic Arts
Entwickler:
Electronic Arts
Genre:
Strategiespiel
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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Alexander Glup | 07.04.2008, 18:57 Uhr

Command & Conquer 3: Kanes Rache - Test
Die Mutter aller Massenschlachten

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Auf dieses Add-on haben viele Command & Conquer-Fans sehnsüchtig gewartet. Endlich erfahren wir, was zwischen den drei Teilen geschehen ist. Kann die Erweiterung tatsächlich den Anforderungen gerecht werden? Oder verrennt sich Kane in seinem eigenen Irrgarten aus Intrigen und Verrat? Wir haben unsere Eindrücke in diesem handlichen GDI-Geheimdienstbericht zusammengefasst!
Nervt es euch nicht auch? Immer diese heuchlerisch guten GDI! Und mit den außerirdischen Scrin konntet ihr auch nichts anfangen? Die einzig und wahre Partei, die Nod, bekommen einfach zu wenig Beachtung? Der kleine Kane-Schrein bei euch zu Hause hat eure Gebete im Kollektiv an Electronic Arts gesandt; das erste Add-on zum Tiberium-Krieg trägt den Namen Kanes Rache und richtet sich speziell an die Fans des glatzköpfigen Sektenführers. Es gibt eine neue Kampagne und die volle Ladung Bosheit samt Intrigen - es wird also Zeit, den GDI ordentlich den Popo zu versohlen.

Carl Lumbly überzeugt mit einer guten schauspielerischen Leistung, leider stimmt die Syncho mit der Lippenbewegung nicht überein.

Die Story der Erweiterung füllt die Lücken zwischen den drei Hauptspielen Tiberium Dawn, Tiberium Sun und Tiberium Wars. Wie es die Tradition möchte, wird die Geschichte während der drei Akte und insgesamt 13 Missionen mit Zwischensequenzen erzählt. Dabei spielen drei bekannte Schauspieler die Hauptrollen: Natasha Henstridge (Species), Carl Lumbly (Alias) und natürlich darf auch Joe Kucan als Kane nicht fehlen. Anders als im Hauptspiel stand für die Dreharbeiten wohl kein so allzu großes Budget zur Verfügung. Dies wird unter anderem an der Hauptkulisse deutlich, die nie ausgewechselt wird. Dadurch verliert die Story nicht nur an Dramaturgie, sondern auch etwas an Glaubwürdigkeit - hatte Nod während des gesamten Zeitraums der drei Konflikte tatsächlich nur eine Basis, aus der "Legion" operierte? Der Blick wird schnell von der immer gleichen Kulisse abgelenkt, sobald Natasha Henstridge die Szenerie betritt. Die Schauspielerin überzeugt eher mit ihrem tiefen Ausschnitt, als mit talentiertem Vortragen ihrer Rolle. Im Gegensatz dazu spielen die beiden Herrschaften ihre Parts sehr glaubhaft. Schade nur, dass die Synchronisation teilweise in den Sand gesetzt wurde; so fällt vor allem bei Carl Lumbly auf, dass Gesprochenes nicht mit den Lippenbewegungen zusammenpasst. Außerdem stehen die Missionsbeschreibungen mit den Zwischensequenzen im Widerspruch. Auf der einen Seite begrüßt Kane die ankommenden Außerirdischen und auf der anderen Seite müssen sie gleich in der ersten Mission nach der Begrüßung vernichtet werden. Weitere Verfehlungen dieser Art ziehen sich wie ein roter Faden durch die einzige Kampagne der Erweiterung.

Nun aber genug von Story und Zwischensequenzen gefaselt und ab in die laufenden Einsätze. Die Ziele und Aufgaben sind vielfältig: schnöde "zerstöre die Basis und gewinne einen Strauß Blumen"-Szenarien sind nicht zu finden. Erobern, Aufklären und Anpirschen sind die Schlüsselwörter in der Missionsvielfalt des lang erwarteten Add-Ons. Fraglich erscheint das Missionsdesign aber beim Recyling mancher Schauplätze, denn auch in Kanes Rache wird der Nod-Tempel im Sarajevo besucht. Auch wenn es das gleiche Szenario ist, ergibt sich dadurch ein neuer Ansatzpunkt. Anstatt den Tempel anzugreifen oder zu verteidigen, muss man per Kommando und Saboteur das Heiligtum der Bruderschaft infiltrieren, während drumherum die Schlacht zwischen zwei ehemaligen verbündeten Nod-Gruppierungen ausgetragen wird.

Auch wenn ihr in der Kampagne ausschließlich auf Seiten von Nod kämpfen dürft, wurde allen drei Fraktionen neue Kriegsmaschinerie spendiert. Die Bruderschaft setzt - wie sollte es auch anders sein? - auf ein hinterhältiges Waffenarsenal mit Stützung auf das Tiberium. Im Zuge der Weiterentwicklung des Flüssigtiberiums feuert der Tiberiumtrooper mit einer schönen Sprühvorrichtung das grüne Gold auf seine Feinde und richtet sowohl bei Infanterie als auch Fahrzeugen ordentlich Schaden an. Aber auch konventionelle Mechs haben es in die Reihen der Kane-Anhänger geschafft. Der Redeemer ist nicht nur verflucht teuer, sondern fungiert als wandelnder Obelisk des Lichts. Na dann, Prost Mahlzeit liebe GDI. Aber auch die "Guten" sind nicht zu kurz gekommen und fahren mit dem MARV eine deutlich verbesserte Version des Mammutpanzers auf. So erhält der ohnehin schon ultrastarke Panzer der GDI noch einige weitere Kannönchen und ist in etwa doppelt so groß wie sein Vorgängermodel. Die aggressiven Außerirdischen haben natürlich ebenfalls aufgerüstet. Etwa beim Sammeln von Rohstoffen: mit dem Eradikator-Hexapod wird Schrott zu Geld umgewandelt und Kultisten lassen feindliche Einheiten zu Verbündeten mutieren.
Natürlich sollte man die zahlreichen neuen Updates nicht vergessen. Auf Seiten der Bruderschaft steht zum Beispiel ein praktischer Laserzaun zur Verfügung, der um Gebäude platziert wird und an denen sich feindliche Saboteure ziemlich üble Verbrennungen holen können.

Groß, größer... der Redemeer. Hier ein schöner Vergleich.

Drei Schwierigkeitsgrade von "leicht" bis "schwer" garantieren ein ausgewogenes Balancing für jeden Spielertypen. Allerdings müssen sowohl Anfänger als auch Profis mit den typischen Widrigkeiten der Command & Conquer-Reihe kämpfen. Da wäre zu einem das immer noch vermurkste Pathfinding. Es kommt erstaunlich häufig vor, dass Einheiten falsche Wege gehen oder an Hindernissen kleben bleiben. Dann die wäre da noch die dümmliche künstliche Intelligenz des gegnerischen Gegenübers, der ständig von der gleichen Seite angreift. All das sind bekannte Macken aus dem Hauptspiel und dessen Vorgängern. Auch wenn Nostalgiker nun vor Verzückung leichten Speichelfluss empfinden werden, müsste so etwas eigentlich spätestens mit Erscheinen des Add-ons behoben sein.

Die Kampagne ist übrigens nach sechs bis acht Stunden abgeschlossen. Ihr habt immer noch nicht genug vom Tiberium? Möchtet in den Reihen von GDI oder Scrin kämpfen? Kein Problem, neben dem bereits bekannten Gefechtsmodus steht euch auch die globale Eroberung zur Verfügung.
Eigentlich lässt sich dieser Spielmodus am besten mit einer etwas fortgeschrittenen Risikovariante beschreiben. Rund um den Globus, der als platte Landkarte dargestellt wird, werden zufällig Nod-, GDI- sowie Scrin-Basen verteilt und jede Fraktion erhält eigene Ziele. So soll die GDI einen bestimmten prozentualen Anteil der Welt einnehmen oder die Scrin müssen neun Brückenköpfe einrichten, um zu gewinnen. Auf der 2D-Strategiekarte der Erde werden Einheiten ausgehoben, Stützpunkte gebaut oder vorhandene Rückzugstationen aufgewertet. Treffen zwei Armeen aufeinander, dürft ihr euch zwischen Auto- und Echtzeitkampf entscheiden; die Züge laufen der Reihe nach ab.
Dieser Spielmodus steht für LAN- und Internetpartien leider nicht zur Verfügung. Dafür erhält der geneigte Fan eine ganze Reihe neuer Maps, um sich in spannenden Gefechten mit Freunden und Unbekannten aus aller Welt taktische Schlachten zu liefern.

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