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Plattformen:
PC
Release:
PC: 12. Februar 2009
Status:
keine Angabe
Publisher:
Atari
Entwickler:
Stormregion
Genre:
Strategiespiel
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
panzers-coldwar.de
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

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Demo steht bereit 1
Neuste: 12.02.2009 18:08
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Alexander Glup | 01.06.2009, 14:00 Uhr

Codename Panzers: Cold War - Test
Mit Stalin zum Tango

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Erst sah es schlecht aus um die potenzielle Strategieperle Codename Panzers: Cold Wa. Nach der Pleite des Publishers 10tacle befürchteten Fans bereits das Ende der Serie. Aber Atari ließ sich schließlich erweichen und gab den Entwicklern eine neue Chance – wenn sie das Mal nicht bereuen werden?
Mit einem krachen und bersten stürzt die Transportmaschine auf den harten Asphalt des Berliner Flughafens Tempelhof. Der Kalte Krieg hat begonnen und dabei war es doch eigentlich nur ein Versehen. Die Luftbrücke zwischen West-Deutschland und das von Kommunisten umzingelte Berlin ist weltbekannt. Während der unzähligen Flüge riskierten die Piloten tausende Male ihr Leben, da russische Abfangjäger immer wieder mit beinahe Karambolagen einen Zwischenfall provozierten. Während in unserer Welt die gesamte Sache recht glimpflich ablief, kam es in Codename Panzers Cold War zu einem tragischen Zwischenfall. Nach dem Zusammenprall eines Jets mit einem der großen Transportflugzeuge der Alliierten nahmen die Russen die ganze Geschichte zum Anlass den dritten Weltkrieg zu starten.

Regen ergießt sich über das Rollfeld, die Sicht ist gering und die Truppen in alle Himmelsrichtungen versprengt. Mit gerade einem mickrigen Platoon gilt es die ersten Heerscharen der roten Armee abzuwehren. Ein Funkspruch gibt Anlass zur Hoffnung. Überall am Flughafen sind weitere verstreute Truppen der NATO. Also die Beine in die Hand genommen und nichts wie los. Der Bazooka-Trupp in Sichtweite kommt gerade recht. Schon kommen die ersten Helikopter der Kommunisten angeflogen, aber sie haben nicht mit einer solchen Gegenwehr gerechnet. Einige umgekippte Fässer dienen als Deckung und schon liegen die Roten in ihrem Lebenssaft am Boden. Einige Minuten später vertreiben die tapferen Soldaten die Feinde aus dem Flughafen. Jetzt gilt es das nähere Umfeld zu erkunden. Keine 200 Klicks entfernt steckt noch das Wrack des russischen Abfangjägers qualmend in einer Häuserfront. In quadratischer Formation mit Gleichschrittmarsch. Die Artillerie nimmt die Stadt auseinander, die Männer laufen voran, während Gebäude und Geschäfte wie Kartenhäuser in sich zusammenbrechen. Gerade um eine Häuserecke gebogen, zerlegt es einen aus dem Trupp. Ein Scharfschütze hat sich auf einem Kran nördlich der Position verschanzt. Die Panzerfäustler zielen genau, der Raketenschweif versperrt wenige Millisekunden die Sicht und eine gewaltige Explosion deutet auf einen Treffer hin. Ein ohrenbetäubendes quietschen und knarren ertönt, und mit viel krachwumm stürzt der Koloss in ein ohnehin baufälliges Gemäuer. Einige Schritte noch zum Jet, der Pilot ist verstorben – niemand mehr zum verhören anwesend. Neue Einsatzbefehle des HQs, ein kleiner Vorposten der Sowjets macht den Alliierten das Leben schwer. Die Waffe fest in der Hand und den Angriffsbefehl auf den Lippen: „Vorwärts!“...

Am berliner Flughafen Tempelhof beginnt der Krieg.

Die erste Mission sorgt für atemlose Spannung voller Überraschungen und großartigen geskripteten Sequenzen. Leider hält sich die Atmosphäre nicht durchgängig in den oberen Regionen. Im Gegenteil: Viele der folgenden Maps bieten nicht annähernd eine solch stimmungsvolle Detaildichte. Dafür sind die zahlreichen Aufgaben, die sich in Primär, Sekundär und Geheim aufteilen, vielfältig und sehr anspruchsvoll. Selbst in einem niedrigen Schwierigkeitsgrad dürfte so mancher General gehörig ins Schwitzen kommen. Nicht selten wollen die unterschiedlichsten Ziele unter Zeitdruck erfüllt werden: „Erobere das feindliche Hauptquartier“ oder „halte einen bestimmten Punkt“ kommen aber leider viel zu häufig als primäre Aufgabenstellung vor.

Viele bunte Smarties oder besser gesagt Einheiten erwarten euch im Laufe der vierteiligen Kampagne. Der T-54 ist ein wahres Meisterstück der Kriegsmaschinerie. Mit einem äußerst effektiven Geschützturm macht er aus Infanterie jeglicher Art in wenigen Sekunden Kleinholz, mit dem seitlich montierten Raketenwerfern zerlegt die rollende Festung gepanzerte Einheiten innerhalb von wenigen Sekunden in ihre Einzelteile. Neben diesem fiktiven Fahrzeug(en), finden sich auch viele für diese Zeit typische Panzer und Infanterien im Arsenal wieder.
Für vernichtete Gegner und das Einnehmen strategisch wichtiger Orte erhaltet ihr Prestigepunkte. Damit könnt ihr per Helipad Einheitennachschub ordern und die vorhandenen Kampfverbände upgraden. Panzer können somit von Minen unantastbare Ketten erhalten oder APC werden mit einem praktischen Reparaturkit ausgerüstet, um Schäden von anderen Fahrzeugen zu flicken. Natürlich gibt es auch die obligatorischen Helden auf den Schlachtfeldern Europas. Die eine besondere Durchschlagskraft haben aber auch jeden Kampf überleben müssen – Primärmissionsziele habt Dank!

Bevor ihr euch aber in die Schlacht stürzt, gilt es einen schlagfertigen Trupp zusammenzustellen. Mit Prestigepunkten kauft ihr neue Einheiten um eurer Waffenarsenal zu verstärken. Trotz allem solltet ihr im Kampf mehr als Vorsicht walten lassen, wurde ein Fahrzeug oder eine Fußsoldatentruppe erst einmal eliminiert, gibt es für sie keinen Ersatz. Dies ist besonders ärgerlich, da die Männer nach und nach an Erfahrung gewinnen und dadurch mehr Feuerkraft austeilen und Schaden einstecken können. Deswegen kommt es nicht selten vor, dass ihr eine gerade bereits abgeschlossene Mission wiederholen müsst, da einfach zu viele erfahrene Leute die Radieschen von unten sehen wollten.

Malerische Cut-Scenes erzählen die Geschichte in Cold War.

Auch wenn es sich bis hierhin alles sehr taktisch angehört hat - das Gesamtbild erweist sich aber leider als äußerst enttäuschend. Viel zu häufig bewegt ihr eure Panzer, APC, Gewehrschützen oder Sanitäter in einem großen Einheitenwust durch die Gassen der zerbombten Städte. Natürlich könnt ihr hinter Fässern in Deckung gehen, aber der Aufwand lohnt kaum, denn die Scharmützel dauern nur wenige Sekunden und da es keinerlei Formationsbefehle gibt, ist es sehr schwierig Infanterie von dem schweren Geschützen zu trennen. Wird es hier und dort doch etwas knapper, dann wird einfach das gefährdete Gefährt oder die Mannschaft zurück gezogen und die Gefahr ist gebannt. Allerdings nur wenn die künstliche Intelligenz mitspielt, viel zu oft verhaspeln sich vor allem die größere Maschinerie an Ecken und Kanten und wissen weder ein noch aus. Da ist es schon recht schwierig wieder Reih und Ordnung in die versprengten Truppen zu bringen – wer glaubt die anderen warten auf Nachzügler, hat aber ganz eindeutig mit Rosinen gehandelt.

Im Mehrspielerpart von Codename Panzers: Cold War stürzen sich acht Leute über Online- und Lan in die taktischen Schlachten des fiktiven Szenarios. Die Auswahl an Karten ist gut und die Schauplätze sind Abwechslungsreich. Neben dem üblichen Deathmatch und Team Deathmatchmodus, dürft ihr in Team Mission kooperativ verschiedene Missionziele mit Freunden, Bekannten und Fremden aus der ganzen Welt lösen. Im Gegensatz zur Hauptkampagne wirken die Ziele und Aufgabe aber nicht sonderlich durchdacht und sind auch ohne großartigen Spannungsbogen.

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