Mortal Online - Lead-Designer sieht das Sandbox-MMO in fünf Jahren auf Augenhöhe mit EVE Online

Tobias Ritter | 16.11.2010, 17:00 Uhr

Codemasters
'Gebrauchtspielemarkt heizt Piraterie an'

Die Diskussion über das Für und Wider des Gebrauchtmarktes wird bereits seit Monaten äußerst kontrovers diskutiert. Vor allem größeren Publishern ist der Handel mit gebrauchten Spielen aufgrund der dadurch angeblich negativ beeinflussten Gewinnmargen ein Dorn im Auge.

Nun äußerte sich auch Rod Cousens, CEO von Spielentwickler und Publisher Codemasters, zu der Problematik, und schlug sich dabei auf Seiten von Electronic Arts, Ubisoft und Co:
"Der Gebrauchtmarkt tötet Dinge wie die nachfolgende Erschließung des Marktes durch Platinum- und Classic-Editionen... Und es heizt die Piraterie an. Dabei ist der Gebrauchtmarkt aber noch nicht einmal neu - 1991 gab es bereits Buy and Try und diese Dinge. Der Unterschied aber war, dass diese Dinge einfach keinen signifikanter Anteil am Markt hatten, und es wurde zudem auch nie derart aggressiv durch den Einzelhandel beworben wie heutzutage", so Cousens.



'Gebrauchtspielemarkt heizt Piraterie an' Kommentare (10)

Um Kommentare zu schreiben, musst du dich zuerst anmelden.
Du besitzt noch keinen Account? Dann registriere dich im Forum!

Galhara

PM schreiben
Friendinvite

17.11.2010, 02:14 Uhr

Zitat von Arsat:
Stimmt. Gerade der Groß- und Einzelhandel verdient sehr viel an Computerspielen. Wenn man da einmal nen Einblick bekommen hat kauft man nur noch Importe weil man weiß, daß das gesparte Geld da ist wo es hingehört... beim Kunden.
Ich kenn eine große Einzelhandelskette, die zwischen 46-48% Gewinnspanne hat und am 25. des Folgemonats erst den Lieferanten bezahlen muss. Das bedeutet, dass sie fast zwei Monate kein Eigenkapital investieren müssen. Wenn man gut ist, dreht sich in der Branche das Lager einmal komplett im Monat.
Andere Branchen können von so einer Gewinnspanne und Konditionen nur träumen.

Melden

myblade

PM schreiben
Friendinvite

16.11.2010, 23:21 Uhr

Gebrauchte Spiele heizen die Piraterie an? Wieso das denn? Was heizt denn noch alles die Piraterie an?

Zitat:
Gründe für Piraterie
- Schönes Wetter
- Die Fußballergebnisse vom Wochenende
- Der Sack Reis, der in China umgefallen ist
- Die unglaublich gute "Qualität" und der hohe Preis bei einer weiter verärmenden Gesellschaft ... ach nein... das wird gestrichen

Melden

Arsat

PM schreiben
Friendinvite

16.11.2010, 22:52 Uhr

Stimmt. Gerade der Groß- und Einzelhandel verdient sehr viel an Computerspielen. Wenn man da einmal nen Einblick bekommen hat kauft man nur noch Importe weil man weiß, daß das gesparte Geld da ist wo es hingehört... beim Kunden.

Deswegen wundert es mich auch immer wieder, wie digitale Versionen zum Vollpreis verkauft werden können. Man spart noch mehr und trotzdem soll der Kunde das selbe zahlen wie jemand der die Packung im Einzelhandel kauft. Da könnte man den Kunden sparen lassen und trotzdem noch genug Gewinn machen, aber nein...

Woander hab ich das hier zum selben Thema geschrieben :

Es gibt eben keine vernünftige Erklärung für diese Aussage.

Hauptsache der Käufer wird kriminalisiert. Egal mit welchen erfundenen Mitteln.

Wer gebrauchte Spiele kauft unterstützt Raubkopierer. Klingt gut auch wenns keinerlei Zusammenhang gibt. Hauptsache der Spieler der gebrauchte Spiele kauft ist der dumme. Es gibt immer ein paar Dumme die es glauben und ja ehrlich sein wollen...

Melden

Galhara

PM schreiben
Friendinvite

16.11.2010, 22:30 Uhr

Zitat:
Ich wiederhole mich da immer wieder gerne, die Games sind zu teuer.
... oder das, was man für den Preis bekommen sollte ist nicht drin.

Die Computerspieleindustrie hat inzwischen einen größeren Umsatz als die Filmindustrie in Hollywood. Auch wenn solche Vergleiche hinken. Für einen Kinofilm gibt man ca. bis zu 15 Euro aus. Ein neues Computerspiel kostet ca. 50-60 Euro. Die Produktionskosten bei Kinofilmen liegen häufig höher als bei Computerspielen. Wenn man noch dazu weiß, dass die Gewinnspanne im Einzelhandel bei Musik-CDs und Film-DVDs bei ca. 10-20% und bei Computerspielen bei 40-50% liegen, stellt sich die Frage, ob die Computerspielebranche in den letzten zwei Jahrzehnten nicht einfach nur hohe Gewinnmargen gewohnt war und dies nur beibehalten will?

Mich erinnert die Diskussion mit Gebrauchtspielemarkt und Piraterie irgendwie an die Zeiten von TSR aus der PnP-Rollenspielerszene. Als die Verkaufszahlen stagnierten, hat die neue Managerin beschlossen einen härteren Kurs gegen Alle zu fahren, die vermeintliche Urheberrechtsverletzungen begangen haben und sie in den USA mit Abmahnungen und Gerichtsverfahren zu überschütten. Das ging dann soweit, dass sogar das Wort "Dragon" Drache abgemahnt wurde, sobald es jemand anderes als TSR verwendet hat, da das schließlich in ihrem Produkt Dungeons&Dragons enthalten war. Trotzdem konnte diese Politik nicht verhindern, dass TSR pleite ging und D&D nur gerettet werden konnte, weil Wizard of the Coast die Rechte gekauft hat.

Vielleicht werden wir irgendwann sehen, wie sich die Politik von Computerspielefirmen niederschlägt.

Melden

nizzie

16.11.2010, 21:41 Uhr

Zitat von Arsat:
"Der Gebrauchtmarkt tötet Dinge wie die nachfolgende Erschließung des Marktes durch Platinum- und Classic-Editionen... Und es heizt die Piraterie an."
Find ich auch. Wer sich das Spiel gebraucht kauft, zieht es natürlich auch.... * vogel zeig *

Also der Zusammenhang ist mir nicht klar. Ob ihm der klar ist ?


Mir genauso wenig. Der Gebrauchtmarkt mindert sogar die Piraterie, nimmt man den Spielern die Möglichkeit Games günstig und gebraucht zu kaufen greifen mehr zu illegalen Kopien. Natürlich schmeckt der Branche das nicht, immerhin verdienen sie nichts daran wenn jemand sein Spiel an einen möglichen Kunden verkauft anstatt es im Regal verrotten zu lassen.

Ich wiederhole mich da immer wieder gerne, die Games sind zu teuer.

Melden

Arsat

PM schreiben
Friendinvite

16.11.2010, 21:35 Uhr

"Der Gebrauchtmarkt tötet Dinge wie die nachfolgende Erschließung des Marktes durch Platinum- und Classic-Editionen... Und es heizt die Piraterie an."
Find ich auch. Wer sich das Spiel gebraucht kauft, zieht es natürlich auch.... * vogel zeig *

Also der Zusammenhang ist mir nicht klar. Ob ihm der klar ist ?

Melden

nizzie

16.11.2010, 18:51 Uhr

Ich würde mal eher sagen dass die Spieler einfach nicht bereit sind 50-60 Euro für ein neues Game zu zahlen und daher entweder warten bis das Spiel billig genug ist, es sich gebraucht kaufen oder es sich einfach downloaden. Vielleicht mal hier ansetzen, dann erledigen sich alle drei Probleme von selbst.

Melden

Koibito

16.11.2010, 17:30 Uhr

Man man... An und Verkaufsläden sind das beste für einen echten Gamer.

1.) Der verkäufer ist zu 88% immer ein Nerd und hat somit mehr plan von Games als jeder Verkäufer eines Gamestops und co.

2.) SIe verkaufen die Games für ein fairen preis...

3.) Beim einkaufen spürt man immer noch das Menschliche.

4.) solche News stören extrem... sie zeigen nur wie negativ sich die GamingWelt ändert und somit muss ich wieder zu SNES-PS1-PS2 zurück gehen.

Melden

Judaz

16.11.2010, 17:25 Uhr

/Closen bitte
Danke!

Melden

monstrositaet

PM schreiben
Friendinvite

16.11.2010, 17:24 Uhr

Bitte OW in Zukunft solcheart von News einfach weglassen. Danke.

Melden