Mortal Online - Lead-Designer sieht das Sandbox-MMO in fünf Jahren auf Augenhöhe mit EVE Online

Tobias Ritter | 15.01.2012, 14:26 Uhr

Codemasters
Ehemaliger Angestellter berichtet von rechtswidrigen Arbeitsbedingungen

Semi Essessi, ehemals als Programmierer beim Guildford-Studio von Spielentwickler und Publisher Codemasters angestellt, hat sich auf seinem privaten Blog ausgiebig über die Arbeitsbedingungen bei seinem früheren Arbeitgeber ausgelassen, und dem Unternehmen ein rechtswidriges Verhalten gegenüber seinen Angestellten vorgeworfen.

Im den Monaten vor der anstehenden Veröffentlichung des Shooters Bodycount habe er insgesamt 400 Überstunden angehäuft, die ihm anschließen weder vergütet noch als zusätzlicher Urlaub - wie zunächst mündlich versprochen - angerechnet worden seien, so Essessi. Darüber hinaus hätten er und zahlreiche andere Angestellten im Dezember vor der Studioschließung eine Extrazahlung erhalten, die sie als Ausgleich der Überstunden interpretierten und dementsprechend dankend annehmen. Nur wenig später forderte eine Führungsperson bei Codemasters den ausgeschüttet Betrag jedoch mit der Begründung zurück, es habe sich um ein Versehen gehandelt.
"Ich musste mir einen Rechtsbeistand holen und sie forderten von mir, das Geld schneller zurück zu zahlen, als ich überhaupt welches beschaffen konnte. Tatsächlich verlangten sie von mir sogar eine Banküberweisung, so dass ich sofort hätte überweisen müssen, um ihre lächerliche Frist überhaupt einhalten zu können. Nachdem sie uns entlassen haben, nachdem sie uns abscheulichst schlecht behandelt haben, nachdem sie unsere Entlassung völlig versaut haben und natürlich auch noch kurz vor Weihnachten kommen sie derart aggressiv auf uns zu, weil sie erneut einen Fehler gemacht haben", empört sich Essessi auf seinem Blog.
Bisher habe er den fraglichen Betrag noch nicht zurückzahlen können, erklärt Essessi weiter, weil er sich noch nicht alles geforderte Geld wieder zusammengespart habe. Zudem habe Codemasters bereits rechtliche Schritte gegen ihn eingeleitet.

Bei Codemasters selbst sieht man sie Sachlage etwas anders. In einem Statement gegenüber der englischsprachigen Webseite eurogamer.net gab ein Sprecher des Unternehmens zu Protokoll, dass man mit Essessi in einem offenen Dialog bezüglich der Rückzahlung stehe und dass bisher keinerlei rechtliche Schritte veranlasst worden wären.



Ehemaliger Angestellter berichtet von rechtswidrigen Arbeitsbedingungen Kommentare (1)

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Ghaleon

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15.01.2012, 17:48 Uhr

Aha zu blöd die Lohnabrechnung zu lesen, fälschlich erhaltenes Geld verprassen und dann blog-rage weil man das geld wieder haben möchte.

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