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Test zum Spiel: Clive Barker's Jericho Spiel-Test

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Plattformen:
PC, PS3, XBox 360
Release:
PC: 26. Oktober 2007
XBox 360: 26. Oktober 2007
Status:
keine Angabe
Publisher:
Codemasters
Entwickler:
Codemasters
Genre:
Shooter
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
codemasters.de
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

Test
Am Schlund der Hölle 1
Neuste: 17.11.2007 17:35
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Alexander Glup | 15.11.2007, 20:36 Uhr

Clive Barker's Jericho - Test
Am Schlund der Hölle

1

Mit Undying konnte Autor Clive Barker die Fans von Horror-Shootern entzücken. Gelingt dies auch mit Jericho? Wir haben uns in die Box hinab gewagt!
Ross ist Teil der streng geheimen Jericho-Einheit, die vor allem auf okkulte Einsätze spezialisiert ist. Jedes Mitglied der Truppe hat besondere übernatürliche Fähigkeiten, die schleimigem Höllengetier schnell und effektiv den Garaus machen können.
Eines der brandheißesten Einsatzgebiete liegt in der Ruinenstadt Al-Khali. Hier öffnet sich in unregelmäßigen Abständen ein Riss zur "Box" - dem Spielplatz des ersten Kind Gottes, das weder Mann noch Frau ist und vom Allmächtigen dorthin verbannt wurde. Dass diese Ausgeburt der Hölle darüber nicht sonderlich begeistert ist, zeigt sich an ihrer morbiden Faszination an Folter und Verstümmelung. So wird regelmäßig ein Jericho-Team ausgesandt, um den Spalt zu schließen - leider liegt die Sterberate fast immer bei hundert Prozent...

Das sind zwar keine guten Voraussetzungen für den Start, aber zum Glück weiß das Einsatzteam rund um Captain Ross nichts von der eigentlichen Gefährlichkeit der Mission - die stellt sich erst im Laufe des Spiels heraus. Die Story wird zum einen anhand sehr vieler Cutscenes, zum anderen mit kleinen Textinfos in den Ladepausen erzählt. Leider erweist sich die Geschichte bei näherer Betrachtung aber nicht als so genial, wie man es von einem Herrn Barker eigentlich erwarten könnte. Stattdessen wirkt der Plot spätestens nach zwei bis drei Stunden zu vorhersehbar - nicht selten dreht sich der Storyleitfaden im Kreis.

Der Fettsack ist einer der Bossgegner.

Als ansprechend stellt sich die anfängliche Spielmechanik heraus. Das Jericho-Team besteht aus sieben Mitgliedern, deren Haupt- und Spielcharakter bereits nach knapp einer Stunde in einer Cutscene das Zeitliche segnet. Richtig tot zu bekommen ist der harte Ross aber nicht. Stattdessen verleiht ihm die übernatürliche Umgebung die Möglichkeit, in den Geist seiner Kameraden einzutauchen und die Steuerung zu übernehmen. Zwar mögen nicht alle seine Kollegen damit einverstanden sein, letztlich können sie sich gegen den Zugriff aber nicht wehren. Gut für euch, denn dadurch erschließen sich viele neue spielbare Charaktere mit verschiedenen Waffen und Fähigkeiten.
Und die habt ihr auch bitter nötig: Regelmäßig gilt es mit Hilfe der Teamkameraden kleinere Rätsel zu lösen. So muss Church per PSI-Power größere Gesteinsbrocken aus dem Weg pusten oder der kräftige Delgado hebt ein Fallgatter an, während seine Kollegen drunter durchschlüpfen. Hört sich von der Idee schön und toll an, leider trauen euch die Entwickler nicht sonderlich viel Intelligenz zu - so scheint es zumindest. Denn selbst in den fortgeschrittenen Leveln erhaltet ihr immer wieder Popup-Tooltipps, die euch verraten, wie ihr weiterkommt oder welcher Charakter euch an welcher Stelle helfen kann.

Detaillierte Monster machen dem Jericho-Team das Leben schwer.

Gerade in Spielen, in denen man mit anderen, vom Computer gesteuerten Charakteren unterwegs ist, muss die künstliche Intelligenz stimmen! Jericho kann hier nur bedingt überzeugen: Manchmal stellen sich die Begleiter wirklich schlau an, gehen in Deckung oder geben clevere Rückendeckung. Zu oft aber stehen sie offen und ungeschützt in der Landschaft herum und lassen sich erschlagen, erschießen oder in die Luft sprengen. Zwar kann man sie immer wieder heilen und auferstehen lassen, nervig ist dieser Umstand aber allemal. Immerhin müsst ihr hier gegen gemeingefährliche Kreaturen der Unterwelt bestehen. Ähnlich sieht es mit dem Einsatz der übernatürlichen Kräfte aus: Zu häufig werden diese in Situationen angewendet, in denen sie keine oder kaum Auswirkungen haben. Da hilft es nicht sonderlich, dass man den Kollegen zwei verschiedene Befehle - "Geht in Deckung" und "Folgt mir" - erteilen kann. Sie hören sowieso nicht auf euch und lassen sich zu schnell massakrieren.
Der mangelnde Hirnschmalz färbt sich auch auf die vielen Gegner ab: Sie stürmen völlig wild und offen auf den Jericho-Trupp zu, verstecken sich dämlich hinter Barrikaden und trauen sich keinen Schritt weiter. Die Entwickler gleichen dieses kleine Manko aber mit nahe am Team platzierten Respawnpunkten aus. Dass dadurch der Schwierigkeitsgrad teilweise enorm unfair wird, scheint sie nicht sonderlich zu interessieren. Vielleicht aber verfolgen die Macher auch ein ganz anderes Ziel: Wie so oft ist die Spielzeit entscheidend und mit knapp acht bis zehn Stunden doch etwas zu kurz geraten. Ein weiteres Indiz für das Motto: "Wie ziehe ich ein Spiel möglichst in die Länge und sorge für Frust?" ist am miesen Speichersystem erkennbar. Freies Speichern adé, Kontrollpunkte sind das Zauberwort. Es ist kaum verwunderlich, dass mit fortschreitendem Verlauf eben diese Check-Points immer weiter auseinander gezogen werden.

Detaillierte Innen- und Außenareale, gut aussehende Charakteranimationen und spärlich eingesetzte Lichteffekte sorgen für einen gelungen Augenschmaus - sollte man meinen. Leider lassen die Entwickler viel zu wenige dieser Aha-Effekte durchblicken. Zu lange war man anscheinend damit beschäftigt, die verschiedenen Locations per "Strg+C - Strg+V" aneinander zu reihen.
Eine gruselige Atmosphäre entsteht durch den Einsatz von Sound und Musik. Die Schreie von Gefolterten, das Kreischen und Knurren der Monster und die leisen Hintergrundgeräusche lassen durchaus Gänsehaut entstehen. Die guten Synchronsprecher runden das Gesamtbild ab.

1




Am Schlund der Hölle Kommentare (1)

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Psycracker

PM schreiben
Friendinvite

17.11.2007, 17:35 Uhr

Naja, die Demo sah vielversprechend aus...

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