Call of Juarez: The Cartel - Schnöder Western von gestern? - Call of Juarez: The Cartel im Test

Die Coen-Brüder haben es mit True Grit vorgemacht und Tarantino folgt mit seinem nächsten Streifen ebenfalls diesem Beispiel – Western sind wieder voll im Kommen. Die Videospielwelt hat das jedoch schon lange begriffen. Nicht umsonst konnten Titel wie Red Dead Redemption oder Call of Juarez die Fangemeinde zur Kasse locken. Ist das Thema für Freunde der virtuellen Unterhaltungskunst aber vielleicht schon wieder überholt? Das könnten sich zumindest die Macher von Call of Juarez: The Cartel gedacht haben. Mit dem dritten Ableger der Reihe werfen sie die alteingesessene Kulisse über den Haufen und führen den Käufer in die moderne Großstadt. Ein gelungener Nachfolger trotz Bruch mit der Vergangenheit?

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Das Fahrzeug beschleunigt auf 150 km/h und rast den Highway entlang. Geschwindigkeitsbeschränkung? Egal, denn das was hier zählt, ist schließlich das eigene Leben. Gewehrfeuer von links, Pistolenkugeln von rechts. Da kann nur noch eigene Schusskraft helfen. Schnell den Oberkörper aus dem Fenster gelehnt und ballern, was das Zeug bzw. das Magazin hält. Zivilisten hupen wild und immer wieder nähern sich Feinde mit ihren protzigen Karren von der Seite. Autos explodieren, überschlagen sich und landen in den Banden des Highways. Was zum Teufel ist hier nur los? Die Frage stellt man sich durchaus, nachdem Call of Juarez: The Cartel zum allerersten Mal in die Lade des Laufwerks geschoben wurde, denn der Einstieg ist rasant und stimmungsvoll - actiongeladene Unterhaltung, die spontan Lust auf ein wenig mehr macht.


Call of Juarez: The Cartel haut euch öfters aus den Socken. Schade, dass das nicht immer positiv gemeint ist.

Doch Geduld und zurück zur Eingangsfrage: Was ist hier los? Nach dem filmreifen Start führt euch eine Zwischensequenz einige Tage zurück und bietet prompt die Antwort. Die Handlung dreht sich um die drei Beamten Ben McCall, Eddie Guerra und Kim Evans, die für unterschiedliche Behörden arbeiten und sich auf den Tod nicht ausstehen können. Der amerikanische Straßenkrieg, der von Macht, Geld, Frauen und jeder Menge Drogen regiert wird, zwingt die Protagonisten jedoch zur Zusammenarbeit. Ein neuer Auftrag soll nämlich zur Zerschlagung des Drogen-Kartells führen. Morde sind geschehen und eine junge Frau steckt in großer Gefahr, da sie als Zeugin auftritt. All diese Aspekte führen die Beamten von den Straßen Los Angeles‘ bis hin nach Mexiko, um den Bösewichten den Kampf anzusagen.

Die schmutzigen Auseinandersetzungen könnte man auch als neumodische Western-Adaption ansehen. Colts werden durch Maschinengewehre ersetzt. Pferde müssen PS-starken Fahrzeugen weichen und aus maskierten Widersachern werden kurzerhand rappende Haschraucher. Na gut, klingt doch nach einigen Veränderungen. Was bleibt, ist aber die Gesetzlosigkeit, die in den engen Gassen der Umgebungen herrscht. Zwar spielt man einen gesetzestreuen Beamten, auf Verluste wird jedoch kaum Rücksicht genommen. Lediglich wer auf Zivilisten feuert, wird schnell in seine Schranken verwiesen. Dabei dürft ihr euch zu Beginn übrigens eine der drei erwähnten Figuren aussuchen. Die Charaktere sind zum Beispiel auf den Nahkampf oder den Umgang mit Scharfschützengewehren trainiert.

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KOMMENTARE

Dritoku
  

Dritoku

25.07.2011, 21:22 Uhr

achso ok... dann haben sie selber erkannt was für billig Müll sie da gemacht haben.

Sehr Positiv für Ubi ;)

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Kamaru

25.07.2011, 21:20 Uhr

Zitat von Dritoku

Dritoku schrieb:

Zuerst eine Marke groß machen danach ein billigen Nachfolger aufm Markt schmeißen für den selben Preis = Profit.

Damit kennt sich eben EA und Ubisoft am besten aus.



Den Teil bekommst du doch für 20-30 Euro. Bound in Blood kostete 40-50 Euro.

Dadurch wirds zwar kein besseres Spiel, aber wollt es nurmal gesagt haben. :)

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Dritoku
  

Dritoku

25.07.2011, 19:30 Uhr

Zuerst eine Marke groß machen danach ein billigen Nachfolger aufm Markt schmeißen für den selben Preis = Profit.

Damit kennt sich eben EA und Ubisoft am besten aus.

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Rettum

25.07.2011, 17:35 Uhr

Ne was ist los mit den Publishern. Grosse Namen verhelfen nicht zum guten Spiel.

Traurig.

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formular
  

formular

25.07.2011, 17:10 Uhr

Erst Fear 3 und jetzt das ... wasn los hier?

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