Marco "Gnoos" Neubert | 30.06.2009, 19:24 Uhr
Call of Juarez: Bound in Blood
High Noon der Panzerpferde
Fazit zum Test von Call of Juarez: Bound in Blood
Ohren zu und durchZwischen Kakteen, sengender Hitze und staubigen Landschaften fühlen sich Westernganoven wohl. Mit glühenden Colts und Sand zwischen den Zähnen peitscht ihr die McCalls in Bound in Blood durch eine Geschichte, die an ihrer Umsetzung scheitert. Jeglichen Ansatz aufkommender Spannung blasen Verhalten und Synchronisation in den Wind. Dafür genießt ihr jedoch umso mehr, wenn sich Call of Juarez auf seine Stärken besinnt. Die großartige Weitsicht, zusammengezimmerte Holzhütten und Staubwolken, die sich ihren Weg durch das trockene Land bahnen, sorgen für ein authentisches Wild-West-Feeling, in das ihr nur zu gerne abtauchen würdet. Die Story bietet mit dem Bürgerkrieg in den Staaten, dem tragischen Tod der Mutter, dem gefrusteten Colonel, dem gierigen Apachen-Anführer, dem pragmatischen Juarez und dem Konflikt der so zwielichtigen und skrupellosen McCall-Halunken genügend Material für zwei Spiele. Was aber bleibt nach dem dreckigen Abenteuer Ende des 19. Jahrhunderts, ist auf der einen Seite ein gelungener Western-Shooter, auf der anderen Seite allerdings viel verschenktes Potenzial, das Call of Juarez: Bound in Blood zu einem großartigen Spiel hätte machen können.
Pro
- prächtige Landschaft
- authentisches Wild-West-Setting
- coole Konzentrationsmodi
- Viel Story-Potenzial...
- Wahl jeweils der beiden Brüder zu spielen
- spannende Duelle
Kontra
- miese Synchronisation
- nicht nachvollziehbares Verhalten der Figuren
- Logikfehler
- ...das leider oft ungenutzt bleibt





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