Call of Duty: Black Ops 2
Activision hat den Uprising-DLC für Call of Duty: Black Ops 2 nun auch für den PC und die PlayStation...
Schmückendes Beiwerk. Mit dieser wenig schmeichelhaften Bezeichnung konnten die Singleplayer-Kampagnen der Marke Call of Duty in der jüngeren Vergangenheit stets getrost beiseite gewischt werden. Schließlich standen regelmäßig Mehrspieler-Modus, E-Sports und gemeinsames Spielen im Vordergrund. Warum das dieses Mal immerhin ein bisschen anders ist, verraten wir euch in unserem Test.
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Holpriger Einstieg
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Wertung:
Den neuesten Ableger der Shooter-Reihe Call of Duty Probe spielen? Nichts leichter als das, möchte man meinen: Konsole an, Hirn aus und geschätzte fünf bis sechs Stunden wie wild drauf los geballert. Der Bösewicht liegt im Staub, Amerika ist (mal wieder) gerettet. Der Mehrspieler-Modus wartet. Kennt man ja mittlerweile. Doch so einfach macht es uns Call of Duty: Black Ops 2 in diesem Jahr nicht.
Ein Grund dafür ist Raul Menendez, der wohl getrost als bislang authentischster und – sofern man das im Zusammenhang mit einem Shooter überhaupt sagen darf - tiefgründigster Antagonist bezeichnet werden darf, den die Call of Duty-Reihe hervorgebracht hat. Durch kurze Flashbacks in die 1980er Jahre erfahren wir bereits zu Beginn des Spiels, was Menendez Beweggründe sind, wo sein Hass auf die USA und die westliche Welt herrührt und vor allen Dingen, was Alex Mason und Frank Woods damit zu tun haben. Zwar sind die ersten drei Missionen äußerst schwergängig und stiften reichlich Verwirrung, nach etwa ein bis zwei Stunden Spielzeit allerdings fangen die Puzzlestücke langsam an, sich zusammenzufügen und Sinn zu ergeben.
Auch das Missions-Design von zieht mit zunehmender Spielzeit stark an. Anfangs frustriert uns Black Ops 2 noch mit äußerst linearen Schlauchlevels, Klon-Armeen in Afrika und frustrierenden Skript-Schaltern, die es umzulegen gilt, bevor die Story sich fortsetzt. Begeben wir uns zum Beispiel gegen Ende der allerersten Mission nicht genau an die eine vom Spiel vorgesehene Stelle des Levelabschnitts, tut sich einfach gar nichts mehr und wir „dürfen“ uns mit dem niemals versiegenden Nachschub an Gegnern auseinandersetzen bis alle Waffen leergeschossen sind. Einzig und alleine: Darauf hinweisen möchte uns das Spiel nicht. Manch einer mag per Zufall auf besagte Stelle stoßen, manch einer mag die Situation direkt verstehen. Manch einer jedoch wird, wie wir, dem Hinweis Hudsons folgen, am Ufer nach einem Boot suchen und dabei gefühlte 20 Mal das virtuelle Zeitliche segnen. Seinen traurigen Tiefpunkt erreicht das Missionsdesign dann in Afghanistan. Dort treffen wir auf berittene Mudschaheddin, schießen mit dem Raketenwerfer vom Pferd ein gutes Dutzend Helikopter aus der Luft und reiten ganze Armeen nieder. Das klingt nicht nur völlig unlogisch, sondern sieht auch noch ziemlich mies aus. Wenn der Pferdekopf wie ein Steckenpferd ins Bild ragt, die Pferdemähne wie ein abgewetzter Putzlappen aus dem Jahr 1980 im Dreivierteltakt wippt und sämtliche Gegner bei der kleinsten Berührung mit unserem Reittier drei Meter weit aus den Latschen gehauen werden, mag zumindest bei uns kein allzu großer Spielspaß aufkommen.
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