Burnout Paradise Ultimate - Test
Das Paradies auf vier Rädern
Nicht nur Autos, sondern auch schnittige Motorräder tummeln sich standardmäßig im Fuhrpark der PC-Version.
Bleiben wir zunächst noch bei dem eben angeschnittenen Vergleich mit der Need for Speed-Serie. Dort wie auch in Burnout Paradise gibt es einen umfangreichen Fuhrpark mit verschiedenen Wagenklassen (Crash-Cars, Stunt-Cars und Racing-Cars). Allerdings müsst ihr beim vorliegenden Titel mit Fantasienamen Vorlieb nehmen, da sich Criterion Games die teuren Lizenzgebühren gespart hat. Auch Tuning-Fans dürften etwas enttäuscht sein: Zwar dürft ihr auch in Paradise City an den Boliden und Motorrädern herumschrauben, doch hat dies meist nur kosmetischen Effekt. Wer gerne viel Zeit damit verbringt, einen Kleinwagen mithilfe zahlreicher Custom-Kits und anderer Teile zu einer PS-strotzenden Rennmaschine aufzubohren, wird nicht auf seine Kosten kommen. DAS macht Need for Speed deutlich besser.
Wer jedoch am liebsten mit Vollgas und auf möglichst halsbrecherische Art über den Asphalt brettert, der wird die Tastatur respektive das Gamepad nicht mehr aus der Hand legen wollen. Das liegt vor allem - aber nicht ausschließlich - an der locker-leichten Art der Spielmechanik. Die Jungs von Criterion Games haben den Spagat zwischen actionbetonter Arcade-Steuerung und leichtem Simulationsansatz perfekt hinbekommen. Einige werden sich jetzt fragen, wo denn bei Burnout bitte sehr Simulationselemente zu finden sein sollen. Guter Einwand. Schon richtig, ein Colin McRae wird hier nicht "erreicht". Dennoch fühlen sich die einzelnen Wagenklassen spürbar anders an, wenn man sie über den Asphalt kutschiert, und vor allem die Motorräder verlangen von ihren Fahrern etwas mehr Feingefühl als in einem reinen Arcade-Racer.
Burnout Paradise ist das ideale Spiel für Leute, die ordentlich Gas geben und dabei viel Spaß haben wollen.
Was bietet die PC-Version?
Weiter ins Detail wollen wir an dieser Stelle nicht gehen, wer mehr über den Inhalt Erfahrung bringen will, sollte sich unser Review der Konsolenversion durchlesen. Vielmehr wenden wir uns an dieser Stelle nochmals genauer den Elementen zu, die in der PC-Fassung zu finden sind. Neben einigen neuen Missionen bietet vor allem der Blick auf die Präsentation viel Grund zur Freude. Anstatt euch eine lieblose Portierung mit matschigen Texturen vor die Nase zu setzen, erstrahlt die PC-Version von Burnout Paradise im fast schon neuen Glanz. Sorry für die abgedroschene Phrase, doch selbst wenn ihr nicht alle Einstellungen auf das Maximum schraubt, sieht das Spiel stellenweise besser aus als auf der Xbox 360 - und das ohne Ruckler oder zusätzliche Popup-Effekte. Zudem kommt das Fahrgefühl dank ForceFeedback-Support besser rüber, und für die Experimentierfreudigen unter euch gibt es sogar Multi-Screen-Funktionen für mehr "Übersicht". Es gibt jedoch auch einige Wermutstropfen: Der Multiplayer-Modus ist auf Onlinepartien beschränkt, die Ladezeiten sind teilweise recht heftig und Einsteiger dürften trotz der guten Zugänglichkeit an einigen Missionen kräftig zu knabbern haben.





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