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Tobias Ritter | 10.08.2011, 16:30 Uhr

Branche
Deutscher Games-Markt: Steigende Verkaufszahlen und sinkende Preise im ersten Halbjahr

Der deutsche Markt für Video- und Computerspiele hat sich einer Untersuchung des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. (BIU) im ersten Halbjahr 2011 äußerst positiv entwickelt. So sollen in den vergangenen sechs Monaten insgesamt 793 Millionen Euro mit dem Verkauf von Titeln für den PC- und Konsolenmarkt sowie durch Online-Geschäftsmodelle erwirtschaftet worden sein. Das entspricht etwa einem Prozent mehr als noch im gleichen Vorjahreszeitraum.
"Aktuell vollzieht sich ein digitaler Wandel in der Computer- und Videospielindustrie. Wir gehen davon aus, dass diese Online-Geschäftsmodelle in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen und das klassische Vertriebsmodell ergänzen werden. Voraussetzung dafür ist die flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet, bei der Deutschland noch immer Nachholbedarf hat", so Olaf Wolters, Geschäftsführer des BIU, zu den veröffentlichten Zahlen.
Zwar stelle der Verkauf von Spiele-Datenträgern nach wie vor die wichtigste Säule der Gaming-Industrie in Deutschland dar, digitale Geschäftsmodelle wie Downloads, Spiele-Apps, Online-Abonnements oder der Verkauf virtueller Güter im Rahmen von Online- und Browserspielen sei jedoch stark im Kommen und mache mittlerweile etwa 26 Prozent des Gesamtumsatzes aus, so Wolters weiter.

Der traditionelle Verkauf von PC- und Konsolenspielen per Datenträger und Downloads (inkl. Spiele-Apps) legte im ersten Halbjahr um 7 Prozent auf 33 Millionen verkaufte Spiele zu. Zugleich ging der Umsatz aufgrund geringerer Durchschnittspreise um 2 Prozent zurück auf 639 Millionen Euro. Tragende Säule bleiben die Konsolenspiele, die für mehr als die Hälfte des Umsatzes in diesem Marktsegment verantwortlich sind. Im ersten Halbjahr 2011 nahm die Zahl der verkauften Konsolenspiele um 8 Prozent auf 10 Millionen zu, der Umsatz verringerte sich um 3 Prozent auf 323 Millionen Euro.

Bis zum Ende des Jahres geht der BIU insgesamt von einem leichten Umsatzwachstum von bis drei Prozent aus.
"Auf der gamescom in Köln werden zahlreiche Blockbuster vorgestellt, die für einen Aufschwung im Markt für PC- und Konsolenspiele sorgen werden. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat vor allem die Heimkonsole noch viel Potenzial in Deutschland und wird in Zukunft für positive Entwicklungen sorgen", so der BIU-Geschäftsführer.



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