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Plattformen:
PC
Release:
PC: 10. April 2007
Status:
Released
Publisher:
bhv
Entwickler:
Telltale Games
Genre:
Adventurespiel
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
bone-ville.de
Fanseite:
keine Angabe
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Sebastian Thor | 07.05.2007, 15:27 Uhr

Bone Gold - Test
Kopfüber ins Abenteuer

1 Wertung

Hund-Häschen-Duo Sam & Max ist nicht das einzige Gespann, mit dem uns die Experten von Telltale heuer vor den Monitor locken. Schon vor einiger Zeit erschienen zwei Episoden, die auf den Bone-Comics von Jeff Smith basieren. Diese sind nun im Adventurebundle Bone Gold erhältlich.
Pfennigfuchser Dagobert Duck nennt ihn seinen besten Freund, Saturn möchte uns seit Jahren von seinen Qualitäten überzeugen und auch Phoney Bone - einer der drei Hauptcharaktere des Adventurepakets Bone Gold - ist längst mit ihm im Bunde. Auf viele Personen übt Geiz eben einen merkwürdigen Reiz aus, für andere ist er einfach nur geil, für den kleinen Knochenmann des Comicabenteuers der direkte Weg in die unerwartete Freiheit. Mit seinen Allüren macht er sich in seiner Heimatstadt Boneville nicht gerade viele Freunde. Als er eines Tages für das Amt des Bürgermeisters kandidiert und zu diesem Zweck ein Picknick veranstaltet, geht - Murphys Gesetz sei dank - alles schief, was daneben gehen kann. Die Einwohner Bonevilles haben die sprichwörtlichen Faxen dicke und jagen ihn nebst seinen Vettern Fone und Smiley kurzerhand aus der Stadt.

In dieser Einöde stehen sie nun - mit leeren Taschen, knurrenden Mägen und gegenseitigen Vorwürfen. Plötzlich erscheint ein riesiger Heuschreckenschwarm, der dem Streitgespräch der gestrandeten Pechvögel ein jähes Ende bereitet. Voller Panik fliehen sie in ein wundersames Tal und verstreuen sich schließlich in alle Winde. Zu allem Überfluss tauchen auch noch diese merkwürdigen Rattenwesen auf, die sicher nichts Gutes im Schilde führen.

Die liebevoll gestaltete Welt wartet mit vielen witzigen Details auf - etwa dieser kleinen Lichtung, auf der ein paar Opossums heimisch sind.

An dieser Stelle tritt der Spieler auf den Plan, der die Sippe wieder zusammenbringen soll. Dafür übernimmt er abwechselnd die Kontrolle über eine der drei knochig-knuddeligen Gestalten, die sich in der fremden Umgebung zurechtfinden müssen. In gewohnter Point&Click-Manier steuert man die sympathischen Kerle durch den von zahlreichen abgedrehten Charakteren bevölkerten Märchenwald, löst größtenteils simple Rätsel und lauscht den manchmal etwas ausufernden Gesprächen, in denen man viel Witziges über die Spielwelt und die Hintergründe erfährt. Um beispielsweise an die Äpfel eines Baumes zu gelangen, macht sich Phoney die Launen eines cholerischen Riesenkäfers zunutze. Nachdem man ihm eine amtliche Beleidigung an den Insektenkopf knallt, hält der Mehrfüßler seiner frenetischen Wut nicht mehr stand und rast auf Phoney zu. Dieser hat sich mittlerweile in Pose begeben, um von der Wucht des Schlages nach oben geschleudert zu werden und sich die kostbare Frucht grapschen zu können - nicht wirklich verzwickt, aber durchaus für einen herzhaften Lacher gut.

Generell richtet sich der Schwierigkeitsgrad an blutige Anfänger, die sich stressfrei ans Adventuregenre herantasten wollen. Dass man einen perforierten Eimer mit einem Maiskolben stopfen kann, darauf käme sogar Superhirn Sonja Kraus ohne viel Aufhebens. Wer sich dennoch an einer Aufgabe festbeißt, kann die integrierte Hilfefunktion zu Rate ziehen, die nützliche Tipps preisgibt. Dabei entscheidet man selbst, wie sehr man an die Hand genommen werden möchte. Der erste Hinweis regt mit ein paar Stichpunkten lediglich das Denkvermögen an, während den letzten Wink nicht mal ein Blinder mit Filzbrille übersehen könnte - faires System, das Frust gar nicht erst aufkommen lässt.

Beinharte Rätselköpfe werden die immer wieder eingestreuten, wahlweise überspringbaren Geschicklichkeitseinlagen kritisch beäugen. Die Figuren mit der Maus auf einer wilden Hetzjagd durch den Wald zu lenken, entspricht eben nicht dem Bild eines klassischen Adventures. Aber das will Bone auch gar nicht sein. Denkspiele, aus denen die verrücktesten Erfindungen hervorgehen, fehlen hier komplett. Ein Inventargegenstand, der mit einem Levelobjekt kombiniert werden muss, ist das Höchste aller Gefühle.

Auch die typischen, im Multiple-Choice-Verfahren geführten Dialoge sind mit von der Partie.

Zumindest ein wenig schwerer wird es in "Das große Kuhrennen", der zweiten Episode. Die Kumpanen haben zwischenzeitlich zusammengefunden und müssen allesamt mit eigenen Problemen kämpfen. Während sich Phoney und Smiley den Kopf darüber zerbrechen, wie sie mit einer selbst gebastelten Superkuh beim Rennen absahnen können, macht sich Fone daran, seine Herzdame - ein menschliches Mädchen namens Thorn - für sich zu gewinnen. Hier ist es erforderlich, zwischen den Charakteren hin- und herzuschalten, da die Ereignisse aneinander geskriptet sind. Damit Fone ungestört den "Hau den Lukas"-Stand manipulieren kann, muss er den Besitzer loswerden. Dummerweise bewegt sich dieser nicht von der Stelle. Erst nachdem Phoney einen Tavernengast von der Power seiner Kuh überzeugt und zum Wetten überredet, zieht dieser los, um seinem Freund von dem todsicheren Tipp zu berichten. Der lässt sich natürlich nicht zweimal bitten und seinen Stand sogleich links liegen - freie Bahn für den knuffigen Knochenkerl.

1 Wertung




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