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Marco "Gnoos" Neubert | 10.08.2007, 11:08 Uhr

Blizzard - Special
Wo bleibt der "WoW"-Effekt?

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Einst als des Spielers liebste Schmiede unantastbar auf dem Thron aller Entwickler und Publisher, muss sich Blizzard mittlerweile auch kritische Stimmen gefallen lassen.
Die Ankündigung von Wrath of the Lich King war in etwa so spannend wie ein Flug von Darnassus nach Tanaris. Selbst Frank Pearce konnte sich den Fakten im Internet nicht erwehren, welche durch einen Fauxpas der USK das neueste AddOn zu World of Warcraft bereits verkündeten. Der offiziellen Bestätigung konnten die Blizzard-Anhänger, welche aus den verschiedensten Ländern angereist waren, noch mit tosendem Applaus und jauchzenden Jubelschreien beiwohnen. Auch die neuen Belagerungswaffen und die erste Heldenklasse des Spiels, die Todesritter, wurden mit offenen Armen von Fanboys und Pressevertretern begrüßt.

Doch wie so oft ist des einen Freud des anderen Leid. Statt Innovation und Mut zur Lücke bleibt der Branchenriese lieber in der ersten Klasse des Erfolgszuges sitzen und genießt die vollen Kassen. Statt auf dem Weg in Richtung Zukunft auch mal inne zu halten, prescht die Blizzard-Bahn im Höchsttempo an den Haltestellen Neuheit und Innovation vorbei. Warum den Spielern etwas Neues bieten, wenn die hauseigene Cash Cow noch dicke Euter hat und gemolken werden kann? Warum einen Schritt ins ungewisse, dunkle Loch gehen, wenn man weiter auf dem roten Teppich stolzieren kann? Was aus Unternehmersicht nur die logischste Entscheidung für eine vom Erfolg gesicherte Zukunft ist, bringt andere Liebhaber der virtuellen Unterhaltung zur Weißglut. Warum diese schier endlosen Fortsetzungen? War es denn nicht eine tolle Zeit, als man zum ersten Mal einen Schritt in die Welt von Diablo setzte und etwas Neues erlebte? Wo sind die kreativen Köpfe, die sich durch Schöpfungen des Starcraft-, Warcraft- und Diablo-Universums unsterblich machten?

Innovativ, erfrischend, macht süchtig - typisch für das Blizzard der 90er Jahre.

Vielleicht erkennt man langsam, aber sicher, dass genau von diesen Pionieren nicht mehr viele mit im Boot sind. Als vor ein paar Jahren Bill Roper und Co. ihre sieben Sachen packten und adios sagten, schipperte Blizzard dennoch sicher in den Geld bringenden Gewässern und weinte den Abwanderern keine Träne nach. Doch wo steht man jetzt? Während sich die Mannen aus den Flagship Studios durch den Deal mit Electronic Arts das nötige Kleingeld sicherten und anschicken, mit ihrem ersten großen Titel gleich für einen revolutionären Paukenschlag zu sorgen, vermisst man bei Blizzard wortwörtlich den "WoW"-Effekt. Mehr Gegenstände und Quest hin, neue Gebiete und Klassen her - sollen wir denn auch noch auf der BlizzCon 2027 einem neuen WoW-AddOn frönen? Mit Chris Metzen hat man noch einen ganz großen Fisch im hauseigenen Entwickler-Becken, der auch gegen den Strom schwimmen und etwas vollkommen Neues erschaffen könnte. Doch es scheint, als würde der Vice-President of Creative Development "nur" noch die Welten von Star- und Warcraft hegen und pflegen.

Dass sich Blizzard mehr zu mächtigen, prachtvollen Welten hingezogen fühlt, ist hinlänglich bekannt. Ein erfrischend kurzer Spaß, wie es beispielsweise ein Overlord ist, dürfte also keinesfalls in den Köpfen von Morhaime, Pearce und Co. umhergeistern. Doch warum finden es genau diese dicken Fische mit all ihrer Macht über die Entwicklerschmiede nicht verlockend, mit einer erfrischend neuen Schöpfung für Aufregung zu sorgen? Man könnte nicht nur einen neuen Meilenstein in der Spiele- und Unternehmenshistorie erschaffen, sondern gleichzeitig den ewigen Nörglern, Kritikern und Lästermäulern mit nur einer Ankündigung das "Anti-Blizzard"-Schild von der Stirn pusten. Mangelnde Kreativität, der fehlende Tatendrang, Neues zu erschaffen und das Image der geldgeilen Spielemacher aus Irvine wären hinfällig, nichtig und schlichtweg verflogen.

Sicherlich wird Northrend nach dem Release von Wrath of the Lich King nicht ganz so leer aussehen wie hier auf dem Bild. Doch ob der Erfolg von Burning Crusade getoppt werden kann, ist mehr als fraglich.

Doch stattdessen sähen die Verantwortlichen den Boden des gefährlichen Kritikerfeldes mit dermaßen großen Samen wie niemals zuvor. Nicht nur, dass man mit Wrath of the Lich King zum ersten Mal in der Firmengeschichte ein zweites AddOn zu einem Hauptspiel bringt. Nein, es werden im Jahr 2008 auch erstmals in der Historie gleich zwei Spiele sein, die man in den Handel bringen wird. Das Flair der alten Tage scheint nun vollkommen verflogen, die Strategie der seltenen, aber dafür umso besseren Neuschöpfungen muss der Geldgier weichen. Statt der obersten Prämisse Qualität assoziieren viele Spieler nur noch das Dollar-Zeichen, wenn sie den Namen Blizzard hören. Dass man jedoch das wertvollste der Firma - Kreativität, Ideenreichtum und die Kunst der Neuerschöpfungen - möglicherweise verloren hat, scheint noch niemand zu realisieren.

Da mit Starcraft 2 und Wrath of the Lich King aktuell gleich zwei Titel in Entwicklung sind, darf man in nächster Zeit auch wohl nicht mit einem neuen Kracher rechnen. Etwas zu feiern gibt es allerdings dennoch: 2008 kann der blaue Riese zu einem Jubiläum einladen. Dann nämlich erschuf man seit Starcraft 1998 sage und schreibe ein komplettes Jahrzehnt keine neue Welt...Herzlichen Glückwunsch!

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Wo bleibt der "WoW"-Effekt? Kommentare (85)

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Schmusekatze

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Friendinvite

23.08.2007, 13:03 Uhr

Ich habe schon eine ganze Weile den Eindruck, das Blizzard mehr Geld ins Marketing steckt, als in die Produktentwicklung. WoW als der Branchenriese der MMOG wurde gehyped wie bekloppt, die Spieler wurden buchstäblich zu Millionen von dem großen Namen "Blizaard" angelockt, obwohl WoW eigentlich bei genauerem Hinsehen wenige bis gar keine Innovationen gegenüber anderen und teilweise wesentlich älteren MMOGs bringt.

Ich habe viele Blizzard Spiele in meinem Regal stehen, darunter Diablo 1+2, Starcraft, die Warcraft Reihe.... Ich glaube, ich werde mir Starcraft II auch noch zulegen, aber wenn sich damit dann auch noch herausstellt, das es im Prinzip nur eine Erweiterung ist, dann hat sich Blizzard für mich für lange Zeit erledigt.

WoW konnte mich schon in der 14 Tage Trial nicht überzeugen, da ich keine Innovation entdeckt habe, die ich nicht schon aus diversen anderen Spielen kannte (ausser der Tatsache, das mir alles wesentlich einfacher erschien).

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blitzkrieg

16.08.2007, 10:34 Uhr

"Blizzard bannt zig leute die sich Gold für reales Geld
kaufen weil sie davon ja kein Profit haben aber
Bot-User werden nicht gebannt..."

Da spricht einer aus Erfahrung.
Wer zu doof ist in Wow Kohle zu scheffeln, scheint eh zu blöd für das Spiel zu sein, von daher kein Verlust.

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Richtig!

15.08.2007, 14:09 Uhr

Mich hat das Topic von diesem Artikel wirklich gelockt und ich muss sagen jedes einzelne Wort was ihr in diesem Artikel geschrieben habt ist wahr.

Vergeblich wartet man auf eine neue und Innovative Welt von Blizzard die es zu entdecken gilt...

Leider ist Blizzard anders als früher nur noch auf Profit aus. Vor WoW meinten sie noch das es kein Spiel für dauerzocker werden soll... danach meinten sie das es niemals Artikel von ihren Spielen geben soll nur um Geld zu scheffeln (Feuerzeuge, T-Shirts, Karten o.ä.) nach einer Weile kam das WoW Trading Card Game raus und lockte beim Kauf mit Speziellen Items....

Blizzard bannt zig leute die sich Gold für reales Geld kaufen weil sie davon ja kein Profit haben aber Bot-User werden nicht gebannt...

Der Support von Blizzard ist immer schlimmer geworden und hat momentan den höchsten tiefpunkt erreicht... man erklärt einen fehler o.ä. und sie schreiben nur zurück "Nach unserem Wissen kann es nicht an uns liegen. Wir möchten Sie bitten weitere Fragen zu diesem Thema zu unterlassen." Ansonsten Ignorieren sie einen o.O

Es ist wirklich schlimm geworden und ich hoffe wirklich das Blizzard mit ihrer momentanen abzocker art irgendwann gehörig auf die Fresse fliegt und konkurs melden muss... dann werd ich jubeln!
PS: Nicht falsch verstehen Blizzard war meine favorisierte Spieleschmiede und ich hab jeden Titel gezockt nur momentan ist es voll daneben wie Blizzard sich präsentiert...

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persönliche Meinung zum Spielverlauf

15.08.2007, 02:46 Uhr

Hiho,
(vorab: Ich habe von der Final-Beta über Release bis Ende Juli WoW selbst gespielt)
ich kann mich dem Artikel nur voll und ganz anschließen. Ich habe damals mit der Final-Beta angefangen WoW zu spielen. Das Spiel hatte zu dieser Zeit noch viele Tiefgänge die seit vielen Patches und dem Addon leider verflogen sind.

Ich muss dazu sagen, dass ich damals Ende 2004 sehr viel WC3 und D2 gezockt habe und ich mich regelmäßig auf Internet-Seiten über die verschiedenen Klassen und das Spiel informiert. Ich habe mich damals wirklich darauf gefreut, endlich einen Schritt in die Welt dieser fantastischen Story von Warcraft zu setzen. Es ist im nachhinein wirklich schade, was Blizzard aus dem Potential der Geschichte um die Helden in Warcraft gemacht hat. Es wäre sicher deutlich mehr möglich gewesen, das habe ich damals am Ende der Final-Beta gesehen. Am letzten Tag habe ich mich mit meinem Magier eingeloggt und überall sind die altbekannten Höllenbestien, die man schon aus WC3 kannte herumgelaufen: Die brennende Legion ist wieder in der teils friedlich gewordenen Welt eingefallen.
Solche Ideen sind Blizzard leider keine mehr eingefallen. Es gab zwar irgendwann im Jahr 2006 eine Art "Invasion", aber die war wirklich lächerlich. Ziel war nur wieder das übliche Grind-Prinzip: mit wenig Aufwand einige, wenige "Farmspots" eröffnen, an denen sich die Spieler Tag für Tag vergnügen, was in WoW eigentlich mehr oder weniger nur noch der einzige Spielinhalt ist. Die Bedrohung ist schon sehr massiv, wenn 20 Stufe 10 Gegner vor einer Hauptstadt mit Stufe 55 Wachen rumhüpfen.

Im Hauptprogramm gab es sicher gute Ideen z. B. für bestimmte Questreihen oder auch Instanzen (ich kann hier z. B. die "Schlacht um Darrowshire nennen, wer sie kennt weiß hoffentlich bescheid), aber
A: Man kommt durch diese im Spiel effektiv nicht weiter
und
B: Sie sind einfach zu dünn gesät
Seit dem Addon ist dieses Problem eigentlich noch schlimmer geworden, als besser.
Genauso wenig kann man es als innovativ auffassen, dass Blizzard sämtliche (bisher eigentlich in einem sehr stimmigen Stil gehaltenen) Spielinhalte wie bestimmte Helden- oder Ortsnamen zwanghaft eindeutscht.

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Naja

14.08.2007, 16:51 Uhr

Die einen mögen WoW, die anderen hassen es :=)

Aber damit ein Spiel es schafft von jemandem gehasst und schlecht gemacht zu werden, muss es den jenigen erstmal vor dem Pc locken um es auszuprobieren.

Von daher gehe ich davon aus das dieses Spiel gar nicht so schlecht sein kann wenn es so viele Menschen giebt die sich darum scheren.

Die Hasser tragen nun mal auch dazu bei das WoW nicht in Vergessenheit gerät :)

Und der Rest ist Geschmackssache. Ich mag auch nicht jede Frau nur weil sie eine ist

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@das liegt...

14.08.2007, 15:33 Uhr

Naja, Formulierungen wie "pickelige wow Spieler..." zeugen auch nicht so sehr von abgeklärter und produktiver Sichtweise, findest du nicht? Zudem ist es merkwürdig, dass du hierbei unterschlägst, dass nur die WoW-Spieler so drauf sind, aber ich habe eher den Eindruck, dass sich die unqualifizierten Äußerungen eher die Waage halten von beiden Gruppierungen.

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Das liegt...

14.08.2007, 14:54 Uhr

...daran, daß jedes Kind meint, seine dummen Kommentare zu diesen Artikeln abgeben zu müssen.
Lest euch doch nur mal die Kommentare unter Blizzard News durch. Da klappen einen die Zehennägel hoch, wenn man Rechtschreibung und Aussage der Comments ließt.
Oftmals sind diese Comments auch weit ab vom eigentlichen Artikel, weil die Leute nicht in der Lage sind, 3 Sätze zu lesen, geschweige denn zu verstehen.

Und jeder pickelige WoW Spieler, der im wahren Leben nichts zu melden hat, nimmt bei den WoW Artikeln natürlich seine Chance war, auchmal seine geistigen Ergüsse zum besten zu geben.

Ich finde den Artikel schön geschrieben und entspricht auch der Wahrheit, sofern man nicht grade seine Scheuklappen aufgesetzt hat.

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es ist

14.08.2007, 09:48 Uhr

immer noch so, dass bei blizzard-artikeln eindeutig mehr comments kommen als bei nicht-blizzard-artikeln.

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quatsch

13.08.2007, 23:49 Uhr

kommt eher nur darauf an wieviel Leute mit Langeweile hier reinschreiben, im grunde ist es ein miserabler Artikel in dem nur ein weiterer Depp sein Bla zum besten gibt ohne weiterführende Argumente.
Naja morgen erstmal nen Hassthread im GW Forum aufmachen, wenn da genug Fanbois auf das Trollfutter eingehen wird das ja ein grandioser Thread mit einem heruaragenden Schreiberling.

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Baira

13.08.2007, 23:43 Uhr

Stimmt doch garnicht, der Rücknlick Blizzcon hat 1 Kommentar und der Wrath of the lichking hat nur 9, überhaupt haben sehr sehr viele WoW/Blizzard artikel in letzter Zeit nurnoch wenige comments

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