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Battlefield Heroes - Shooter im Comicpelz - Executive Producer im Interview

Farbenfroh, gnadenlos überzeichnet, witzig. Battlefield Heroes kehrt dem auf möglichst akkurat getrimmten Look der Vorgänger den Rücken und hüllt seine Innereien in ein verspieltes Comicgewand. Welche das sind, verriet uns Executive Producer Ben Cousins auf dem EA Gamer's Day in London.

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OnlineWelten: Hallo Ben, inwieweit unterscheidet sich Battlefield Heroes von den Vorgängerspielen?

Ben Cousins: Es gibt sowohl jede Menge Gemeinsamkeiten als auch viele Unterschiede. Es ist immer noch ein großes, offenes Schlachtfeld. Ihr könnt euch als Infanterie-Einheit einen Tank krallen und ihn fahren. Wenn ihr keine Lust mehr habt, könnt ihr ihn einfach stehen lassen, in ein Flugzeug steigen und per Fallschirm die Mücke machen. Ihr könnt in einem teambasierten Spiel Flaggen erobern und werdet auch auf die typischen Battlefield-Klassen treffen, die allesamt ihre besondere Rolle erfüllen.


Auch in Heroes dürft ihr wieder in diversen Fahrzeugen Platz nehmen und beispielsweise als Unheil bringender Flieger den Himmel mit Blei schwängern.

Der größte Unterschied: Es ist komplett kostenlos. Jetzt kreiert ihr euren eigenen Helden, den ihr durchs Spiel begleitet. In den früheren Teilen konnte man noch munter zwischen Scharfschütze und schwerer Artillerie wechseln; in Heroes sucht ihr euch einen Recken aus und spielt diesen Beruf immer weiter. Der offensichtlichste Unterschied ist natürlich die Cartoon-Grafik, die sofort ins Auge springt. Und das Spiel ist wesentlich einsteigerfreundlicher als die Vorgänger. Wir haben keinen komplizierten Server-Browser; man führt einen Klick aus und kann sich sofort einem Spiel oder den eigenen Freunden anschließen.

OnlineWelten: Auf den ersten Blick fällt vor allem der beißende Kontrast zwischen dem bunten Comiclook und dem weniger fröhlichen Kriegsszenario auf. Inwiefern war das beabsichtigt? Welcher Sinn steckt dahinter?

Ben Cousins: Interessante Frage. Battlefield-Spiele müssen einfach auf dem Schlachtfeld stattfinden; sonst wären es ja keine echten Battlefield-Spiele. Wir wussten also, dass wir dafür auf ein Kriegsszenario zurückgreifen würden. Die ersten Titel der Serie schlugen zunächst sehr ernste Töne an und versetzten den Spieler in ein realitätsnahes Setting. Für mich stand das jedoch im Kontrast zum Spaß, den man beim Spielen hat. Und Heroes ist einfach Spaß; es ist chaotisch, überraschend, verrückt. Selbst wenn man einen Flieger mit dem Fallschirm verlässt, fühlt sich das Spiel eher wie ein witziger Tom & Jerry-Cartoon an. Deswegen entschieden wir uns dazu, das bewährte Battlefield-Gameplay zu übernehmen und dem Spiel dieses comichafte Aussehen zu verpassen. Dabei heraus kam eine cartoonartige Abbildung des Krieges. Wenn Heroes eine Nachricht übermittelt, dann die, dass sich viele andere Kriegsspiele zu ernst nehmen.


Der kommende Ableger beschränkt sich auf zwei Fraktionen.

OnlineWelten: Versprecht ihr euch von diesem ... sagen wir mal ... sehr fröhlichen Look auch eine niedrigere Alterseinstufung? Gerade Spieler in Deutschland haben ja immer wieder mit den Tücken geschnittener Software zu kämpfen.

Ben Cousins: Es gibt kein Blut und keine Ragdoll-Effekte. Wir ließen uns zwar vom Zweiten Weltkrieg inspirieren, wollten aber nicht unbedingt alle möglichen Grausamkeiten ins Spiel packen. Wir sind zuversichtlich, dass Battlefield Heroes sowohl in den USA als auch in Europa eine moderate Einstufung erhalten wird. Als ESRB-Rating streben wir beispielsweise eine Freigabe ab zehn Jahren (E10+) an.

OnlineWelten: Ihr wollt den Fokus auf die Community legen, die möglichst leicht miteinander in Kontakt treten und Spaß haben soll. Gibt es da besondere Features, die man hervorheben kann? Und werdet ihr den Fans Tools wie Editoren zur Verfügung stellen?

Ben Cousins: Im Moment haben wir keine Pläne, Modtools zu veröffentlichen. Wir entwickeln mit Heroes ein MMO-ähnliches Spiel, in dem man unter anderem die Werte des eigenen Charakters steigern kann. Und wenn wir den Fans diese Tools gäben, könnten daraus Server hervorgehen, auf denen man seinen Recken innerhalb einer Sekunde auflevelt, was absolut nicht der Sinn der Sache ist. Was wir aber in Betracht ziehen, ist ein Map-Creating-Tool, mit dem die Fans eigene Karten erstellen und an uns schicken können. Anschließend würden wir diese der Community dann als "offizielle von Usern erstellte Maps" zugänglich machen.

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KOMMENTARE

  

Thrice Cursed

30.04.2008, 12:48 Uhr

Find den Humor des Spiels irgendwie sehr albern und es wirkt so aufgesetzt. Ich bleib bei TF2, da hat sich jeder Cent gelohnt. Bei dem hier würde ich wahrscheinlich allein den DL bereuen - auch wenns kostenlos is. :|

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hornedry2k
  

hornedry2k

27.04.2008, 17:34 Uhr

EA macht mit Battlefield jetzt einen auf Team Fortress 2! ^^

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Hoher Irokese

26.04.2008, 08:17 Uhr

Sehe ich auch so^^
Aber da es kostenlos ist, kann man ja mal einen Blick darauf werfen ;)

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Schmidi90

25.04.2008, 18:56 Uhr

tjaa, nach dem Tam Fortress 2 Erfolg muss EA wohl ne Produktlücke schliessen ^^

klingt cool

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