Seit Jahren hält sich DICE eisern an ihre Battlefield-Reihe und baut sie Stück für Stück aus. Die Tummelplätze änderten sich, die Steuerung wurde flüssiger, die Grafik schöner und der Mehrspielermodus bekam einen Singleplayer-Bruder. Jetzt steht Battlefield: Bad Company 2 ins Haus, wir durften einen ersten Blick in den Multiplayer-Krieg riskieren und verraten euch, was sich ändert.
In schlechter Gesellschaft befanden wir uns wahrlich nicht, als wir den Mehrspielermodus des Spiels ausprobieren durften. Viele Journalisten der ganzen Welt umschwärmten die leise surrenden Xboxen und schauten konzentriert auf die Bildschirme, als wir die Pads malträtierten und unsere digitalisierten Soldaten (oder Sanitäter, Mechaniker oder Scharfschützen) durch die steppenartige Geisterstadt hetzten, die schon bald eine Ruine sein sollte. Das Prinzip ist sicherlich ziemlich alt und deswegen auch kaum überraschend. Die Umsetzung dagegen großartiger denn je. Das Spiel führt Microsofts Spielbox an die Leistungsgrenzen und schmeichelt mit schöner und ebenfalls atmosphärischer Optik. Vorbeiziehende Sandwolken, die nach einem Häuserzusammensturz oder einer Granatenexplosion aufgewirbelt werden, sind ebenso tadellos umgesetzt wie die nicht mehr ganz witterungsbeständigen Häuserwände der Kulisse. Saubere Arbeit für unsaubere Szenerie sozusagen. Aber auch die glattgewienerten Panzer, das aufblitzende Mündungsfeuer und sogar die kleinen Bäume subtropischer Gefilde sind den Designern butterweich über das Zeichenbrett ins Spiel übergegangen. Ein paar Bluteffekte und Bildstörungen in Vehikeln dazu und fertig ist das tolle Anschauungsmaterial. Gesellt sich der stimmungsgeladene und diesmal sogar noch realistischere Sound der Maschinen, der Feuersalven und Laufgeräusche dazu, schafft der erste Eindruck eine überwältigende Voraussetzung für ein gutes Abschneiden in der Ersteinschätzung.
Das unterscheidet die Konkurrenten Modern Warfare und Bad Company am meisten: Die steuerbaren Vehikel.
Wir spielen die Angreifer, die nach und nach Zonen einnehmen und die Verteidiger zurückdrängen müssen. Als feiger Spieler mit geringer Konsolen-Shooter-Aversion halte ich es für schlau, als Scharfschütze einzusteigen und die Lage mit großer Übersicht zu überblicken. Der Anblick dieses weiträumigen Sichtfeldes ist eine Wonne, weil man bis zum Horizont sehen und Gegner erfassen kann. Und hässlicher wird es dadurch auch nicht. Klasse, DICE. Damit aber Camping nicht mein einziges Hobby im Spiel bleibt, schleiche ich mich auf ein Häuserdach, um den nahegelegenen Buggyschützen mit einem gezielten Schuss unters Haupthaar auf die Startposition zu schicken. Wer still steht, muss gehen lernen, wusste nun auch er und kam offenbar mit einem Soldaten wieder in meine Richtung. Was soll der schon ausrichten? Auf die Entfernung zieht er doch sicher den Kürzeren. Ich setze also siegessicher zum Zielen an und warte bis er aus seinem Versteck hervorhuscht. Mit blankem Entsetzen sah ich seine Panzerfaust, die er auf mich abfeuerte – vermutlich hab ich genau deswegen verzogen, so dass er unbeschadet feuern konnte. Doch glücklicherweise verfehlte er. Dachte ich. Die einschlagende Rakete riss mir das Haus unterm Hintern weg und lies mich in den Tod stürzen. Verflucht nochmal, nun bin ich derjenige, der lernen musste, sich zu bewegen.
Die Zahl bezieht sich auf die Konsolen-Version.en Die PC-Version ist noch weitestgehend unpräsentiert... leider. Und obwohl der Release-Termin erst im März sein soll, befürchte ich, dass sich die PC-Spieler gedulden müssen.
Driman
12.11.2009, 15:57 Uhr
sollten es echt nur so wenig sein Spiel ich doch lieber BF2 weiter und warte auf MAC.
Grayson2502
13.11.2009, 14:55 Uhr
Fotomoloman
12.11.2009, 19:37 Uhr
Quietschgurke
12.11.2009, 16:09 Uhr
Driman
12.11.2009, 15:57 Uhr
UnrealGER
12.11.2009, 14:59 Uhr
Quietschgurke
12.11.2009, 14:54 Uhr
Driman
12.11.2009, 14:52 Uhr