Battlefield 3 - Test
Was sehen meine entzündeten Augen? – „Battlefield 3“-Kampagne im Test
Wenn man nicht gerade zu denen gehört, die einen neuen Treiber installiert und dadurch jede Chance vertan haben, das Spiel auch zu spielen. Ein klassischer Patzer zum Release, der bei solch einem dicken Hund auf keinen Fall passieren darf. Obwohl das Ärgernis neben der Origin-Problematik nur Makulatur zu sein scheint – auch wenn es jüngst seitens EA heißt, Plattform Origin sei keine Spyware.
Schaut man über diesen Aspekt hinweg, einfach weil man Vertrauen zum Publisher hat oder zu den Konsolen-Spielern zählt, dürfte Battlefield 3 eine gute Investition sein – so sagten wir es jedenfalls im Mehrspielertest. Wenn man auf die Kampagne setzt, darf man dennoch nicht allzu viel erwarten.
Es startet mit dem Sprung auf einen fahrenden Zug, der markerschütternd rüttelt und quietscht. Eine Jagd auf Terroristen offenbar. Übers Dach schlängeln wir uns agil durch die Scheibe mitten in die Besatzungszone Waggon, in dem der Erste unfreiwillig seine Pistole für die nächsten Gegner spendet. Keine Frage, es geht hoch her, aber viel mehr als eine Waffendemonstration ist das nicht. Bis auf einmal ein Abteil weggesprengt wird und ein Quick-Time-Event dazu einlädt, abermals aufs Dach zu klettern und im Tunnel, dem Fahrtwind ausgesetzt, weiteren Sprengmigranten die Rübe wegzuschießen.
Alles endet mit einem Knauf ins Gesicht, der die Zeit fürs Erste zurückdreht. Auch das kennt der Nicht-Dramaturg aus dem Effeff. Das reißt nicht mehr mit, sondern nur noch raus. Raus aus dem Feuereifer auf dem Schlachtfeld, den man zu lieben gelernt hat. Wäre da einmal charakterliche Verbundenheit zu spüren, eigene Beteiligung messbar, dann würde sich das vielleicht nicht so distanziert anfühlen. Die nachfolgende Szene setzt zwar einen Punkt zum Spannungsbogen, lässt aber den dunstigen Nebel eines schweren Kopierfalls in der Luft.
Weiterführende Links:
- Test des Mehrspielermodus - als Vorgeschmack: brillant
- Galerien zum Spiel. Die volle Übersicht über alle Bilder
- Die Videos zum Single- und Multiplayer - hier zu sehen
Mehr zu Battlefield 3:
-
News: Electronic Arts dementiert Abschaltung offizieller DICE-Server (243 News insgesamt)





Fan werden
Newsletter 
RSS 


Quietschgurke
10.11.2011, 18:36 Uhr
Ich finde, sich mit dem Gedanken abfinden zu müssen, dass man einen Trojaner für Marketing-Zwecke ohne nähere Angaben installiert, schon nicht ganz so positiv.
Korrekt. Und gut ebenso. Allerdings als ein völlig austauschbarer Charakter. Jeder spielbare Soldat unterscheidet sich in Stimme, Aussehen und Waffe. Das ist Charakterzeichnung aller niedrigster Stufe. Auch bei CoD.
Sie sind normal, aber unnötig in die Länge gezogen. Es ist nicht realistisch, dass man auf jemanden warten muss, um eine Leiter hochzuklettern. Oder eine Ratte am Finger knabbern lassen muss, bis man dann endlich mal reinhacken darf. Und Spielfluss ist etwas, dass Infinity Ward tatsächlich besser hinbekommt. Und das sage ich, obwohl ich BF3 als das bessere Spiel empfinde (weil mein Geschmack eher zum Mehrspielermodus von BF3 neigt).
AyubOgada
08.11.2011, 09:57 Uhr
Orgin als Spielplattform ist auch nur bei der PC Version zutreffend. Und ein wirkliches Kontra ist das nicht. Sonst müsste man bei Spielen wie Half Life auch Steam als Contra nehmen.
Die sogenannten "aufhaltende" Scripts sind nur normal. Die zum Beispiel genannte Szene mit dem über die Mauer hieven ist völlig normal. Alles andere würde das Spiel einen niedrigeren Realitätheitsgrad bescheren.
Auch das man immer Teil einer Gruppe ist, ist völlig normal. Ich habe noch nie von einen Krieg gehört, bei dem ein einzelner Soldat eine ganze Armee platt gemacht hat. Wer als Spieler natürlich in Rambomanier eine ganze Armee im alleingang plätten will, der ist hier falsch. Der soll dann Call of Duty spielen.
Ich vermute mal, das der Autor des Testes eindeutig zum Call of Duty lager gehört und den Titel gar nicht objektiv unter die Lupe genommen hat.
Mir persöhnlich wird das Spiel zu viel mit Call of Duty verglichen. Aber Battlefield stellt gar nicht den Anspruch in eine richtung wie Call of Duty zu gehen. Battlefield hatte schon immer einen höheren Realitätsgrad.
Bei Battlefield geht es darum im Team zu Spielen. Das wird auch Konsequent im Einzelspielermodus umgesetzt. Und das ist auch gut so.