B.A.S.E. Jumping - Test
Eine Bruchlandung!
Die Sicht verschwimmt, Regentropfen perlen auf dem mit Normal Mapping verzierten Anzug ab, Blitze erhellen die Szenerie für den Bruchteil einer Sekunde. Mit einem Affenzahn saust der unverdrossene Teufelskerl dem harten Boden der Realität entgegen. Der Puls hat die 180 Schläge längst überschritten, das Herz rast wie ein überhitzter Atomreaktor. Im letzten Moment öffnet sich der rettende Fallschirm, der das Mordstempo auf einen gemütlichen, von grellen Lichtblitzen und abklingendem Regenwetter begleiteten Spazierflug drosselt. Zehn Sekunden später ist der Adrenalinrausch überstanden, die Landung wurde erfolgreich abgeschlossen.
Nein, liebe Leser, es ist nicht ansatzweise so spannend wie es vielleicht auf den ersten Blick anmutet.
Prinzipiell geht es darum, auf einer 2D-Weltkarte markierte Herausforderungen erfolgreich abzuschließen. Per Mausklick tritt der Athlet die lange Reise an, um in den anschließenden Freiflügen sein Bestes zu geben. Indem man sich etwa aus einem Helikopter stürzt und mithilfe eines Fallschirms den Boden in einem Stück erreicht, sammelt man Schotter. Diesen verwendet man, um Reisen an weiter entferne Orte finanzieren zu können. Dort warten immer heftigere Prüfungen, die logischerweise mehr Penunzen in die Extremsportlerkasse wandern lassen. Blöd aber, wenn schon der erste Sprung kräftig in die Hose geht und man sich einem gen null tendierenden Lebensbalken gegenübersieht. Prompt wird man vom Programm dazu aufgefordert, neue Kraft zu tanken.
Da die Regeneration nur in der so genannten Landezone möglich ist, macht man sich natürlich flugs auf den Rückweg - schließlich will man dieses Spiel ja genießen. Am Ausgangsort angekommen weist einen eine Meldung darauf hin, dass man medizinischer Behandlung bedarf, die Zone deswegen nicht betreten kann und "zum Ausgangsort zurückkehren soll". Ein andermal bleibt nach einer Bruchlandung gar nicht genug Geld für eine Rückflugkarte. Zum Glück lässt sich der Zeitablauf in 24-Stunden-Schritten beschleunigen; nach einer Woche verzeichnet das Konto dann auf wundersame Weise einen Geldbetrag."Kein Problem", werden hartnäckige Spieler jetzt denken "dann lade ich eben einen früheren Spielstand". Pech gehabt, das elementarste Feature der Welt steht in B.A.S.E. leider nicht zur Verfügung, sämtliche Ergebnisse werden automatisch gesichert. Nach dem Verlassen und Neustarten des Spiels wird die Karriere dort fortgesetzt, wo man seine Finger zuletzt über Alt-F4 wandern ließ. Wer sich dennoch mit unglaublich viel Dusel und einer geduldigen Ader durch die Sportlerlaufbahn quält, wird mit lächerlicher Grafik, zappeligen Animationen und einem nicht vorhandenen Geschwindigkeitsgefühl bestraft. Die Musik ist nicht der Rede wert, Sprachausgabe oder andere aufwändige Soundeffekte existieren nicht. Abgesehen von den Köpfen, die nach kurzer Zeit auf die Tastatur fallen und der CD, die im Anschluss mit einem lauten Knall an der Wand zerschellen wird. Warum das Spiel die Features von Ageia-PhysX-Karten unterstützt und wie sich diese schlussendlich äußern sollen, bleibt wohl auf ewig ein Rätsel.
Mehr zu B.A.S.E. Jumping:
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News: Flugstunden der etwas anderen Art (2 News insgesamt)





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13.07.2007, 15:21 Uhr
Oskar
17.05.2007, 12:48 Uhr
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17.05.2007, 12:47 Uhr
Hans
17.05.2007, 12:16 Uhr
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17.05.2007, 00:10 Uhr
Carlos
27.04.2007, 12:09 Uhr
Nach einem N64 Titel vor über 10 Jahren finde ich
es sehr mutig das sich jemand mal an dieses Thema traut und nicht schon wieder einen Ego-Shooter auf den Markt wirft.
ZaRaK
24.04.2007, 07:48 Uhr
macht einfach bock von nem berg runter zu hüpfen und 1m an den felsen vorbei zu rasen um dann kurz vorm boden an der leine zu reissen :P
Antimensch
17.04.2007, 20:46 Uhr
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