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Test zum Spiel: Baphomets Fluch 3 Spiel-Test

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Plattformen:
PC, PS2, XBox
Release:
PC: 11. November 2004
Status:
Released
Publisher:
Revolution
Entwickler:
THQ
Genre:
Adventurespiel
USK:
Ab 6 Jahren
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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Noel Auer | 08.02.2004, 11:00 Uhr

Baphomets Fluch 3 - Test
Sprung in die Dreidimensionale

1

Im Jahre 1996 war es zum ersten mal soweit. George Stobbart und Nico Collar durften zum ersten mal aufregende Abenteuer auf dem PC bestehen. Damals noch in Comic-Grafik und Point & Klick Steuerung, sind die ersten beiden Teile aus der PC-Entwicklung schon fast nicht mehr wegzudenken. Revolution Software versuchte damals mit aktuellen Konkurrenten wie Monkey Island oder der Indiana Jones-Reihe gleichzuziehen.
Und nun bahnt sich der Adventure-Hit mit Baphomets Fluch – Der schlafende Drache erneut den Weg auf den heimischen PC. Was euch erwartet und welche Stärken bzw. Schwächen das Spiel aufweist, erfahrt ihr im nachfolgenden Bericht.


Eine neue Macht
Eine regnerische Nacht in Paris, die Kamera schwenkt sanft in eine Art Thronsaal. Dort erblickt man einen seltsam gekleideten Mann, mitsamt Zepter und Robe. Er ruft seine Schergen zu sich, welche auch sogleich erscheinen. Er weist sie daraufhin, dass das Ende der Welt immer näher rückt und sich sein Plan bald auftuhen wird.

George Stobbart hat mittlerweile den Anwaltsberuf ergriffen und ist nun, aufgrund eines Patent-Anmelde-Auftrags unterwegs in die grüne Hölle, den Kongo. Nico Collar verfolgt indes weiterhin ihre Redakteurskarriere und schon bald steht ihr nächstes Interview mit einem Hacker an. Dieser soll angeblich etwas vom Ende der Welt schwafeln. Nico erwartet sich natürlich nichts großes von dem Job, doch sie wird bald eines Besseren belehrt werden.

Georges Pilot gerät während eines Unwetters in Turbulenzen und die Maschine stürzt irgendwo kurz vor dem Flughafen in den Urwald. Hier darf der Spieler nun das erste mal Hand anlegen. Doch nicht wie einst in Point & Klick-Manier, nein. Denn die Steuerung wurde komplett umgekrempelt. Und so steuert man die Protagonisten komplett mit den Pfeiltasten der Tastatur. Eigentlich schade, denn so machen die kombiniere Stuhl-mit-Fenster-Aktionen nur noch halb so viel Spaß, welche in den Vorgängern für den ein oder anderen Schmunzler oder Grinser sorgten.

Während man mit George versucht aus dem Wrack zu entkommen und todesmutige Sprünge durch Wasserfälle zu vollführen. Begibt man sich mit Nico auf den Weg zur Wohnung des Hackers. Doch sobald man die Eingangstür erreicht hört man Schüsse. Die Tür ist abgeschlossen und nach einem Lauschen an der Tür beschließt Nico sich Zugang zu der Wohnung zu verschaffen. Wozu ein Presseausweis nicht alles gut ist...

In der Wohnung entdeckt man den erschossenen Hacker. Nico hat längst begriffen, dass sie da einer viel spannenderen Story auf der Spur ist, als es zunächst den Anschein hatte. Doch ehe sie es sich versieht spürt sie den kalten Lauf einer Magnum an ihrem Hinterkopf...

So die ersten Spielstunden aus dem dritten Teil der Adventure-

Erfolgsserie.
Eingefleischte Fans der Serie werden Anfangs wohl etwas enttäuscht sein, denn die früher so knifflig zu lösenden Rätsel sind meist schnell und einfach zu meistern. Oft liegt die Antwort zu einer Frage auf der Hand und man muss sich nicht wirklich lange an einem Schauplatz aufhalten. Obwohl die Story in packenden Zwischensequenzen erzählt wird, fragt man sich wieso der Rest des Spiels nicht den selben Qualitätswert hervorbringt. Oft sitzt man frustriert vorm Rechner an einer neuen Rätselaufgabe. Zu sehr wäre da etwas mehr Feingefühl beim Quest- bzw. Rätseldesign angebracht gewesen.


Neue Grafik gute Grafik ?
Das große neue Feature stellt ganz klar die neue Grafikengine dar. Denn nach den ersten beiden Nostalgie-Comic-Klassikern springt man mit Baphomets Fluch – Der schlafende Drache nun in die Dreidimensionale. Diese wirkt auch recht hübsch, vor allem wenn man zum ersten mal mit Nico in Paris unterwegs ist. Dort wird das Großstadtflair wunderschön eingefangen und man fühlt sich wirklich dorthin versetzt. Sogar die Wohnung von Nico kann besucht werden. Die Charaktere bewegen sich relativ lebensnah und weisen sogar Mimiken auf. Die Zwischensequenzen laufen, wenn sie die Story des jeweils anderen Charakters nicht gerade zeigen, komplett in Spielgrafik ab. Die Texturen wirken allerdings oft verwaschen. Besonders wenn man zum ersten mal im Kongo ist, macht sich dies bemerkbar.

Direkt Steuerung ?
Was die Steuerung anbelangt so wird man vom Spiel nicht gerade beeindruckt sein. Die im Handbuch groß angekündigte Direkt-Steuerung lässt dem Spieler einfach zu wenig Freiheiten für ein Adventure in 3D-Grafik. Beispielsweise kann man nicht selbst springen, vor einem Abgrund stehend langt ein Tastendruck und George bzw. Nico hüpft darüber. Das Kombiniere – Mit-Menü ist auch wieder vorhanden. Allerdings nicht am unteren Bildschirmrand wie bei den Vorgängern. Auch hier muss man wieder eine frei konfigurierbare Taste betätigen, auf der man die Gegenstände dann untersuchen oder miteinander kombinieren kann.

Ganz anders ist da die Soundkulisse. Sie kann von Anfang an stets überzeugen. In gefährlichen Situationen schwingt sie ins Dramatische über, in eher ruhigen Passagen wird sie dann etwas fröhlicher. Die Schauplätze werden also stets von der richtigen Musik untermalt. Was ein Atmosphären-Plus bringt. Wichtige Ereignisse werden mit einem Jingle signalisiert und die Schnell-Reaktions-Szenen, welche schnelle Tastenkombinationen erfordern, sind dramatisch und rasant untermalt.

Man betrachtet die Charaktere ausschließlich aus der sechsten Person. Dies lässt sich auch nicht ändern, noch nicht einmal eine Ego-Perspektive wurde mit eingebaut. Dies ist bei dem linearen Spielverlauf eigentlich auch nicht nötig.

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