Bis heute ist Amerika nicht über den Angriff auf Pearl Harbor hinweggekommen. Erstmals wurde die Großmacht auf eigenem Boden angegriffen. Attack on Pearl Harbor bringt das Spiel rund um das tragische Ereignis.
Der 07. Dezember 1941 ging in die Weltgeschichte ein. Der Schritt Japans den Flottenhafen Pearl Harbor anzugreifen, resultierte aus dem Mangel an Öl und anderen kriegswichtigen Ressourcen. Zuvor hatte die US-Regierung bereits 1940 einen Großteil der Öl-Exporte an Japan gedrosselt. Dies war eine Folge auf die Truppenstationierung Japans in Indochina. Da damit nicht der gewünschte Abzug erreicht wurde, folgte am 25. Juli 1941 ein vollständiges Öl-Embargo. Um den Angriff auf Pearl Harbor zu verstehen, ist dies nur ein kleines Puzzlestück, welches aber als Schlüssel zu sehen ist. Damals bezog Japan rund 80 Prozent seine Öl-Importe aus den USA und war damit besonders abhängig von der Zentralmacht und vom Öl-Embargo in Zeiten des Kriegs hart getroffen. Die Vorräte reichten nur wenige Monate. Mit dem Plan, einige britische und niederländische Kolonien in Südostasien zu erobern, sollten die Öl-Probleme beseitigt werden. Problematisch war dabei, dass die Philippinen als eine Art inoffizielle Kolonie der USA galten und direkt am Transportweg zwischen den Öl-Vorkommen und Zentral-Japan lagen.
Sicherlich kein Abenteuer für Simulationsfreunde, aber wer Arcade-Action liebt, liegt bei Attack on Pearl Harbor genau richtig.
Die logische Konsequenz daraus war, dass die Flottenverbände der USA unbedingt vernichtet oder stark dezimiert werden müssten, um die Einmischung zu verhindern und eine Chance im Zweiten Weltkrieg zu haben. Ohne eine Vorankündigung oder Kriegserklärung kam es dann zu einem Überraschungsangriff und dem Einstieg der USA in den zweiten Weltkrieg. Im Spiel selbst sind die historischen Hintergründe allerdings nicht immer direkt mit der Realität verbunden. Dies dürfte aber nur die wenigsten Kriegsherren stören, denn Attack on Pearl Harbor ist mehr Aracde-Spiel als Geschichts-Simulation.
Ob man sich nun als US-Flieger Douglas Knox in die Kriegsauseinandersetzungen wirft oder als Zenji Yamada, einem Piloten der Kaiserlichen Japanischen Streitkräfte, ins Getümmel stößt, ist vor allem eines: Geschmackssache. Wer also dem amerikanischen Patriotismus ein Ende setzen möchte, kann als Japaner für eine Umkehrung des Kriegsausganges sorgen. Egal für welche Seite man sich am Ende nun entscheidet, die Kampagne wird mit einem einführenden Intro im Comic-Look präsentiert. Schnell bekommt man ein Gefühl für die kommenden Spielminuten.
Zwar fliegen sich die meisten Flugzeuge gleich, dennoch macht es Spaß auf beiden Seiten mit den unterschiedlichen Maschinen abzuheben.
Die Missonsziele unterscheiden sich zwischen klassischen Luftkämpfen, der Verteidigung von See- und Bodentruppen oder dem Angreifen von Zielen am Boden. Was sich zunächst sehr abwechslungsreich anhört, präsentiert sich einmal mehr als stetig gleiches Ziel in neuer Verpackung. Immer wieder heißt es zu ballern, zu bomben oder erneut zu ballern. Am besten schießt man erstmal auf alles was sich bewegt, es wird schon nicht ganz falsch sein. Und wenn sich nichts bewegt: Einfach draufhalten, kann auch nicht falsch sein. Spaßig sind die actionreichen Szenen zwar zu Beginn, aber auf Dauer ein wenig zu eintönig. Gerade auch dadurch, dass die Munition unbegrenzt ist.