Assassin's Creed: Bloodlines - Test
Meucheln im Handheldformat
Wer davon ausgegangen ist, dass er in Assasssin's Creed: Bloodlines ein „Nebenabentuer“ mit dem neuen Helden Ezio bestehen darf, sieht sich getäuscht. Vielmehr schlüpft ihr abermals in die Rolle des Attentäters Altair. Die Story des Spiels setzt nämlich ziemlich genau dort an, wo die erste Episode der Serie ihr Ende fand. Der PSP-Ableger stellt quasi das Bindeglied zwischen dem ersten und zweiten Teil von Assassin's Creed dar und enthüllt einige interessante Details rund um die Charaktere. Mehr wollen wir an dieser Stelle aber nicht verraten. Diesmal verschlägt es euch jedoch nach Zypern, wo ihr einige Mitglieder des Templerordens ausfindig machen müsst. Dabei streift ihr durch die beiden Städte Kyrenia und Limasol, die – bis auf wenige Ausnahmen – völlig frei begehbar sind.
Allerdings müssen wir genau an diesem Punkt bereits mit der ersten Kritik ansetzen. Zum einen dürft ihr nur diese zwei Städte besuchen. Weitere Schauplätze oder eine Umgebungslandschaft gibt es nicht. Zudem sind die Städte in sich nochmals unterteilt: Wenn ihr von einer Zone zur nächsten – zum Beispiel vom Außenbezirk zum Marktplatz – marschieren wollt, begrüßt euch zunächst mal ein Ladebildschirm. Das kommt nicht gerade selten vor und nimmt etwas Zeit in Anspruch. Die ebenso logische wie nervige Konsequenz: Der Spielfluss leidet und es wird euch quasi ein wenig der Wind aus den Segeln genommen. Jetzt mag so manch einer behaupten, das dies eine Kompromisslösung aufgrund der beschränkten PSP-Technik sei. Das ist sicherlich teilweise richtig. Allerdings haben andere Titel (GTA lässt grüßen) bereits bewiesen, dass Sonys Handheld so etwas besser umsetzen kann. Zu allem Überfluss sehen die Städte vor allem aus der Distanz ziemlich trist aus. Überall grau-braune Häuser, verwaschene Texturen und hässliche Pop-Ups. Und auf den Straßen ist kaum etwas los; kein Vergleich zum Gedränge, durch das sich Altair noch in seinem ersten Abenteuer zwängen musste. Immerhin ist der Protagonist selbst hübsch in Szene gesetzt und bewegt sich katzenhaft geschmeidig durch Zypern.





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