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Tomb Raider: Underworld

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Plattformen:
PC, PS2, PS3, XBox 360
Release:
PC: 21. November 2008
Playstation 2: 30. Januar 2009
Playstation 3: 21. November 2008
XBox 360: 21. November 2008
Status:
Released
Publisher:
Eidos
Entwickler:
Crystal Dynamics
Genre:
Action-Adventure
USK:
Ab 16 Jahren
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe

Marco "Gnoos" Neubert | 01.02.2008, 19:25 Uhr

Tomb Raider: Underworld
Die Mischung macht's

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Mit Legend feierte Crystal Dynamics als neuer Entwickler für Tomb Raider ein gelungenes Debüt. Ein Jahr später feierten wir in Anniversary ein stilles und zauberhaftes Wiedersehen. 2008 soll der nächste Teil mit Underworld noch erfolgreicher werden. Wir konnten einen ersten Blick auf die neue Lara werfen.
Sie ist die wohl bekannteste weibliche Spielefigur der Welt, ließ Hollywood-Star Angelina Jolie reihenweise Männerherzen brechen, und sobald ihr Körper eine Spieleverpackung ziert, werden Rufe nach einem Nackt-Patch laut - das zumindest bestätigten uns die netten PR Manager von Eidos. Lara Croft ist nicht nur bekannt wie ein bunter Hund, sondern hat in den vergangenen Jahren bereits sieben Episoden ihrer archäologischen Abenteuer hinter sich. Entgegen Branchen-Kollegen wie Snake merkt man das der Guten allerdings nicht an. Weder Falten noch die kleinsten Anzeichen von Orangenhaut prägen ihren wohlgeformten Körper.

Akrobatisch wie eh und je - wäre ja auch viel zu simpel, einfach an der Kante hochzuklettern ...

Ihre achte Odyssee rund um den Globus schimpft sich Underworld - für einen Tom Raider-Teil ein ganz schön mystischer Name. Was sich genau dahinter verbirgt, war in der ersten Präsentation leider nicht zu erfahren. Ein paar kleine Info-Häppchen zum gezeigten Level konnten wir allerdings doch erhaschen. Nach einem knackigen Rätsel, das euch in dunkle Kammern, verregnete Innenhöfe und altehrwürdige Maya-Tempel führt, öffnet ihr das Tor zur Maya-Unterwelt. Was genau euch hier erwartet, ist sicher in Eidos' PR-Meldungen notiert, die bis zum Release im November die Spannung hoch halten sollen. Was sich die Mannen von Crystal Dynamics Neues haben einfallen lassen, gab man dagegen schon jetzt preis.

Erstmals wurden zum Beispiel Laras Bewegungen komplett mit Motion Capturing aufgenommen. Das klingt nicht nur nach verdammt authentischen Sprüngen, Sprints und Turneinlagen, sondern sieht auch richtig gut aus. Passend dazu wurden auch die Klettereinlagen bis ins Detail verbessert. Ging die knackige Lara früher schon in Absprungstellung, sobald ein Vorsprung durch eine kleine, zehn Zentimeter große Lücke unterbrochen wurde, greift sie nun einfach über die Kluft hinweg und hangelt sich mit ausgestreckten Armen auf die andere Seite. Klingt nach einer banalen Kleinigkeit, erlaubt den Entwicklern allerdings für alle Freeclimb-Einlagen ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten, Lara möglichst realistisch in Szene zu setzen. Auf altbekannte Moves wie den Handstand beim Hochziehen auf eine Plattform müsst ihr dennoch nicht verzichten. Auch der Magnethaken ist wieder vertreten, fungiert diesmal aber nicht nur zum Verweilen an Decken, sondern auch als Hilfe, um Rätsel zu lösen. Richtig stolz ist man bei Crystal Dynamics auf die realistische Umsetzung der Seile, die nicht etwa durch die Polygon-Umgebung hindurch schweben, sondern voll beweglich sind. Im Demo-Level konnte Lara auf diese Weise einen Felsbrocken von einer Erhöhung ziehen und nach dem Aufprall eine Kammer im Boden entdecken.

Schön die Balance halten, nur nicht nach unten gucken ....

Könnt ihr euch an diese typischen Logik-Patzer erinnern, die euch in den vergangenen sieben Teilen immer wieder den Puls Richtung Höchstgeschwindigkeit trieben? Mit einem Buch in der Hand konnte Lara ihre Pistole nicht mehr abfeuern. An Säule X kraxelt die Dame noch mit Leichtigkeit hinauf, aber für Y reicht es wohl nicht mehr. Ach wie gut, dass genau solche Momente scheinbar nicht nur beim Spieler für Aufregung sorgten. Die Entwickler nahmen sich die Frust-Momente zu Herzen und wollen in Underworld die Unlogik vergessen machen. Stolziert Miss Croft mit einem Stock in der linken Hand, könnte sie nun die rechte immer noch zum Salvenversprühen benutzen. Neu ist auch, dass ihr euch einfach an einer Säule festklemmen und dann aus der Höhe hinab schießen könnt. Nicht nur auf diese neuen Manöver könnt ihr euch freuen, Crystal Dynamics bietet erstmals kreativere und verschiedene Lösungswege an, um voranzukommen. Steht ihr auf Rutschpartien, nehmt ihr die Säule zu eurer Rechten. Richtige Klettermaxe dagegen erfreuen sich der gefährlichen Vorsprünge zu ihrer Linken. Quick-Time-Events erfrischen das Gameplay an besonders haarigen Stellen - God of War lässt grüßen.

Eingehüllt ist Laras Actiontour in einen realistischen Look. Vergleicht man Underworld mit dem Genre-Pendant Uncharted, wird schnell klar, wo genau die Unterschiede liegen. Pflanzen wirken nicht ganz so hell leuchtend, die Umgebung verschafft ein authentischeres Flair. Um die Maya-Tempel möglichst detailgetreu zu gestalten, unternahmen die Entwickler übrigens eine waschechte Entdeckungsreise - und die hat sich gelohnt. Die prächtigen Bauten mit all ihren Verzierungen sind der perfekte Grundbaustein für eine fantastische und in sich stimmige Atmosphäre. Die Krönung des Ganzen ist allerdings das Zusammenspiel von guter Grafik und flüssigen Animationen. Ein monumentaler Tempel wirkt erst durch moosbedeckte Flächen und glitschige Oberflächen eindrucksvoll. Spätestens wenn euch in den Außenarealen der Platzregen auf die Haut plätschert, sich ein dunkelgrau-bedrohlicher Himmel über eurem Kopf erstreckt, kräftige Donner grummeln und Blitze die triste Landschaft kurzzeitig energisch erhellen, spürt ihr die Liebe zum Detail.

Der Detailgrad der Gebäude kann sich absolut sehen lassen.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Wer schon immer mal eine "dirty Lara" sehen wollte, wird sich über den Schlamm freuen, der nach einer Hechtrolle durch gewässerten Boden an ihr haftet. Und obwohl downloadbarer Content für Tomb Raider Underworld wohl eine denkbare Option wäre, schloss man den oft geforderten Nackt-Patch aus - es tut uns leid.

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Kommentare (4)

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Ghaleon

04.02.2008, 17:20 Uhr

Ich habe nur den ersten Teil auf der PS1 damals gespielt und der war der absolute hammer. Hammer Grafik, Leveldesign, Story und Riesen-Levels.

Vielleicht spiel ich das mal ^^

- meeeeeeeeeennooooo kein nackt patch -.-

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Waldgeist

04.02.2008, 12:15 Uhr

Tja warum ist Lara erfolgreich? Sie verkörpert so vieles was Männer sich insgeheim wünschen. Eine starke Frau, die ihren eigenen Weg geht, aber auch selbstbewusst mit ihrer Sexualität umgeht und sich nimmt was sie haben will.(Was ja in der wirklichen Welt eher die Ausnahme ist und es für uns Männer nicht gerade leichter macht)

Das ganze kombiniert mit einem excellenten Spiel, toller Grafik und cooler Geschichte kann einer Computerfigur schonmal zu einem Hype verhelfen, der seinesgleichen sucht.

Schön geschriebener Bericht Gnoos!

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Gnoos

02.02.2008, 19:37 Uhr

die marke lara croft ist ja nicht nur berühmt, weil sie gut aussieht und es einen kinofilm gibt. der erste teil war damals einfach sehr sehr gut - das hat einfach gepasst: gutes spiel + hübsche frau...

aber das jetzt nur auf lara zu beziehen geht nicht. sobald ein spiel gut ist, bleiben die hauptcharaktere eben im kopf: kratos, max payne, drake usw.

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Valve

02.02.2008, 13:43 Uhr

lara sexy wie eh und je.
warum steht "mann" eigentlich auf sone art von "kriegerischer" frau,die in real einfach nicht existiert?

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