Perry Rhodan
Von Unsterblichen und deren Feinden!
Die Meinung von Fans und Fachpresse war sowohl Entwickler als auch Publisher bereits im Vorfeld enorm wichtig. Deswegen gab man uns bereits weit vor dem Release die Möglichkeit, eine frühe Version des Adentures Probe zu spielen und Feedback abzuliefern. Anhand der Preview vor wenigen Wochen konnten wir uns ein Bild von den Verbesserungen machen - und nun wartet die finale Version zum Test.
Malerische Zwischensequenzen erzählen einen Teil der Story, für ein deutsches Produkt kann ich nur sagen: "Hut ab!"
Perry Rhodan wäre aber nicht Perry Rhodan, wenn er nicht seinen eigenen Dickkopf durchsetzen und sich mir nichts, dir nichts aus den Staub machen würde - natürlich nur um anschließend als großer Held aufzutrumpfen. Dazu muss aber ein Plan her, denn die Wachen haben ihre Augen und Ohren überall.
Ihr habt das Ziel immer direkt vor Augen, nur ganz selten lässt euch das Spiel im Dunkeln tappen. Dank der einfachen Tagebuchfunktion, die ihr übers Inventar am unteren Bildschirmrand erreicht, werden Aufgaben kurz und prägnant in wenigen Sätzen wiedergegeben. Aber nicht nur Ziele, sondern auch gesammelte Gegenstände landen im virtuellen Rucksack des Helden. Kombinationen sind per Drag´n´Drop möglich, aber überraschend selten. Die Rätsel sind nicht nur äußerst abwechslungsreich gestaltet, sondern verschlingen auch Unmengen an Hirnschmalz. Dialoge sind nicht im typischen Multiple-Choice-Stil gehalten; vielmehr stellt ihr die Fragen direkt zu abgelegten Gegenstände im Inventar. So spart ihr euch unnötige Dialogoptionen und kommt schnell zum Kern des Gesprächs. Eine weitere Möglichkeit, um an Informationen zu kommen, sind Computerterminals, die es mindestens einmal an jeder Location gibt. Dafür müsst ihr einfach das Item mit der Maus zum Computer ziehen und schon erhaltet ihr ausführliche Infos. Oftmals ist des Rätsels Lösung erst zu finden, wenn alle nötigen Quellen ausgeschöpft sind - Perry mag zwar unsterblich sein, aber allwissend ist er definitiv nicht.
Im Inventar landen nicht nur fassbares Allerlei, sondern auch Bilder von Personen oder Orten, die ebenfalls rätselrelevant sein können. Das beste Beispiel dafür ist auf dem Jupitermond Titan in einem Museum zu finden. In der Warringer Akademie, die man im zweiten Kapitel besucht, erhält man Zugriff auf Steuerungscodes für Roboter. Mit diesen könnt ihr eine Fernbedienung aus dem ersten Kapitel füttern und schließlich einen kleinen, antiquarischen Kriegsroboter für eure Zwecke nutzen. Viele Rätsel gestalten sich schauplatzübergreifend und verleihen den zusätzliche Würze. Dennoch haben sich kleine Mankos ins Rätseldesign eingeschlichen: Die Entwickler hatten scheinbar eine Vorliebe für lange Wege. Nicht selten kommt es vor, dass ihr lange Strecken immer wieder laufen müsst, weil die Rätselelemente weit verstreut liegen.
Auf dem Bildschirm pulsiert das Leben; verabschiedet euch von starren Bildern - hier surrt es plötzlich, dort bewegt sich etwas. Die Welt präsentiert sich äußerst lebendig und hebt sich somit stark positiv von anderen Adventures ab. Seien dies nun Shuttles, die die Luft unsicher machen, oder NPCs, die ihrem Tagesgeschäft nachgehen. Nicht immer sind die Nicht-Spieler-Charaktere, die keine Bedeutung für die Story haben, einfach nur blasse Statisten. Oft dienen sie zur Erheiterung - etwa ein Außerirdischer an der Warringer Akademie, der seine Reisegruppe verloren hat und einfach mal gedrückt werden möchte. Oder der pizzagesichtige Extraterrestrische, der mit Vorliebe die terranische Regierung stürzen würde. Komplettiert wird die Stimmung durch die hervorragenden Synchronsprecher, die zu keiner Sekunde unmotiviert klingen. Selten und erstaunlich im Genre sind das Zusammenspiel und die passenden Nuancen in den Texten - es gibt kein großartiges Stocken zwischen den einzelnen Sätzen, wenn sich zwei Personen unterhalten.









Ghaleon
14.03.2008, 08:08 Uhr