The Chronicles of Spellborn
Vorsicht, kämpfender Redakteur
Spellborn und die Games Convention pflegen, wie schon zuvor erwähnt, eine besondere Partnerschaft. Doch trotz oder aufgrund des mittlerweile längeren Entwicklungsprozesses kursierten innerhalb der Community zum Teil erstaunliche Gerücht, so wurde u.a. über einen Entwicklungstopp spekuliert. "Unsinn,", sagt Axel Schmidt, "zu keinem Zeitpunkt wurde die Entwicklung eingestellt." Vielmehr habe man in diesem Jahr mit einer auserlesen Truppe an aktiven Community-Mitgliedern in intensiven Testphasen das Spiel auf Herz und Nieren geprüft. Dadurch hat sich zwar die Anzahl an Pressemeldungen reduziert, das Spiel selbst hat jedoch gewaltige Fortschritte gemacht. Aktuell feilt man an der Optimierung der Datenbanken, um für eine bessere Performance zu sorgen.
Man hat sich also bewusst für eine etwas ruhigere Gangart entschieden. Ein Hauptgrund mag dafür sein, dass man nicht der amerikanischen Marketing-Mentalität - viel versprechen, wenig halten - folgen will. Vielmehr setzt man auf klare Konzepte und Ansagen und will sich nicht in leeren Versprechungen verlieren. Dennoch gehört ein gutes Marketing zum Pflichtprogramm und erste Intensivierungen sind in den letzten Tagen bereits mit der Legenden-Serie "Das Zeitalter des Aufbruchs" erfolgt. Als Kür wird man wieder mit dem bekannten Partner Within Temptation kooperieren. Dabei wird die Vermarktung in Kombination mit einem Live-Event + Live-DVD erfolgen. Mehr dazu in naher Zukunft.
Die Konkurrenz hat im Laufe der Zeit deutlich zugenommen. Neben dem Marktprimus World of Warcraft tummeln sich weitere Konkurrenten wie Age of Conan oder Herr der Ringe Online auf den Rechnern potentieller TCoS-Spieler. Hinzu kommt, dass in Kürze der Release von Warhammer Online sowie der zweiten World of Warcraft-Erweiterung, Wrath of the Lich King, ansteht. Wir fragten nach, mit welchen Zielen sich Spellborn am Markt platzieren will und in wie fern ein Vergleich zu den genannten Titeln überhaupt legitim ist. Doch auch hier weiß man, Chancen zu nutzen. Man konzentriert sich auf die eigenen Stärken, auf ein anderes Spielsystem, welches mehr auf Hintergrundgeschichten und Questen aufbaut und nicht nur mit der Verlockung von neuen Waffen und Rüstungen Quote machen will. Tiefgang anstatt Mainstream, Innovation anstatt blindes Kopieren könnte das Motto lauten, mit dem Spellborn sowohl alte MMOG-Veteranen als auch Neueinsteiger gewinnt.










Soulbutcher
22.08.2008, 15:40 Uhr
Miba
22.08.2008, 09:54 Uhr
Schön, dass das auch mal erwähnt wird. Ich denke, das ist der Kern dieses Spiels, was leider bei vielen Spielern und auch Testern viel zu oft in den Hintergrund gerät. Viele diskutieren bei dem Kampfsystem immer nur über PvP Gesichtspunkte (von wegen Skill etc. *blablabla*), dabei ist dieses Spiel sehr "lore-lastig", was eigentlich eher den typischen RP'ler ansprechen sollte.
Wenn es hält, was es verspricht könnte TCoS auf jeden Fall seinen Weg gehen, eine feine Cmmunity gibt es ja schon. Und dass ein Spiel auch mit einer etwas kleineren Spielerschaft erfolgreich sein kann, wissen wir ja seit EVE.
Insofern muss man es auch nicht immer mit den großen vergleichen, warum auch? Der MMO Markt ist so riesig und wird weiter wachsen, da werden sich zukünftig noch viele weitere eher kleine, aber feine Spiele etablieren.
TCoS muss jetzt nur noch halten, was bisher alles so versprochen wurde und einen guten Release hinlegen. Wie man es nicht machen sollte, hat ja AoC zur genüge vorgemacht. Ich bin da eher für jede Verschiebung um des Spiel willens dankbar, als dass man irgendwelche kurzsichtigen Aktionäre mit einem verfrühten Release befriedigt, damit die ihre Anteile endlich versilbern. Das scheint bei Frogster/Spellborn aber alles ein wenig anders zu sein, und daher will ich mal das beste hoffen.