Anno 1701 - Test
Auf in neue Welten!
Viele Teile erinnern an den großen Bruder auf dem PC, doch auch auf dem Nintendo DS hat Anno 1701 eine ganze Menge zu bieten.
Auffällig bleibt aber dennoch, dass sich an der Steuerung wenig verändert hat. Der Spieler kann schnell durchstarten und bekommt sehr gut vermittelt wo welche Baugruppen gefunden oder Einstellungen vorgenommen werden. Nach knapp einer Viertelstunde sollten die Grundzüge des Spiels verstanden sein, so dass eine Hungersnot ebenso wie der Baumittelstopp keine Herausforderung mehr darstellt. Für viele dürfte sich die Frage stellen, wie denn die Übersicht gelungen ist. Die Entwickler haben ganze Arbeit geleistet, um den Balanceakt zwischen tiefgründiger Handels- und Wirtschaftssimulation und Spiel für Bus und Bahn zu meistern. Erkennbar wird dies vor allem daran, dass beispielsweise einige Gebäude und Berufsgruppen ausgespart wurden. Wer also verzweifelt nach einem Weber sucht, der die Wolle aus der Schaffarm verarbeitet, der sollte beruhigt sein, denn die Rationalisierung sorgt dafür, dass der Farmer nun gleich das Endprodukt an den Marktplatz ausliefert. Ähnliches gilt für den Schweinefarmer, der nun Frischfleisch abliefert und nicht noch einen Metzger zum Verarbeiten der Schweinehälften benötigt.All dies sorgt in erster Linie dafür, dass der Spieler mehr Übersicht auf den teils doch sehr klein erscheinenden Karten erhält. Schließlich war es selbst auf dem PC nicht immer ganz einfach alle einzelnen Gebäude zu finden oder schlichtweg den groben Überblick zu behalten. Den Aufbau der eigenen Siedlung nimmt man ansonsten gewohnt vor. Zunächst heißt es einen geeigneten Platz für den Kontor zu finden und kurz darauf kann dann auch schon mit dem Ausbau begonnen werden, so dass sich vom Fischer, über den Holzfäller und dem Farmer bis zum ersten Pionier allerhand Menschen in der noch frischen Siedlung tummeln. Im weiteren Spielverlauf wird es dann und wann ein wenig hakelig, wenn die Karte schon zugebaut ist und dadurch die Übersicht fehlt, denn die Karte kann leider nicht gedreht werden. Dies ist gerade dann ärgerlich, wenn man Straßen verlegen will. Diese werden nun mit dem Anklicken von zwei Punkten errichtet, was aber nicht immer zum gewollten Verlauf führt. Hier wäre die Lösung wie auf dem PC mit individuellen Straßen sicherlich die bessere, wenn auch zeitintensivere Wahl gewesen.
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