Anno 1701 - Test
Auf in die neue Welt!
Bis der Bischoff in die Stadt kommt muss gut gewirtschaftet werden, denn hängt der Stadtsegen schief, bleiben auch die Ehrengäste aus.
Anno-Veteranen werden sich schnell heimisch fühlen. Dreht sich die DVD in ruhigen Umdrehungen im Laufwerk, kann das Erobern der neuen Welt beginnen. Allerdings setzte der Herr, oder besser gesagt das Entwicklerteam, vor das freie Siedeln die Eingewöhnung. Mittels eines Tutorials fällt dies um einiges leichter, als einzusteigen und während des Aufbaus einer Siedlung erst nach und nach die neuen Gebäude oder Möglichkeiten mit den Logen zu verstehen. Sollte es dennoch gewünscht sein das Tutorial zu überspringen ist dies möglich, wer allerdings alle Einzelheiten und Neuerungen erfahren möchte, nutzt eines der beiden Tutorials. Richtig, es gibt zwei Möglichkeiten alles über das Spiel zu erfahren. Einmal werden komplette Neulinge langsam an das Spiel herangeführt und erhalten Informationen über die Warenstrukturen, die Bedeutung der Betriebe und Gefahren durch Piraten oder andere Einflüsse. Veteranen können sich deutlich kürzer erklären lassen, was in Anno 1701 alles neu ist. Related Designs hat einiges getan, um den Vorwurf an Anno 1503, dass der Einstieg viel zu schwer sei, bei Anno 1701 hören zu müssen. Der Einstieg fällt tatsächlich erstaunlich einfach und der Spieler kann sich schon nach einigen Stunden eigenständig um seine kleine Welt kümmern.
Bleibt alles anders - getreu diesem Motto heißt es in Anno 1701 durchzustarten. Mit dem ersten Schiff geht es daran, eine Insel für das zukünftige Aufbauabenteuer zu suchen und einen Handelskontor zu errichten. Jetzt heißt es aber hurtig an die Arbeit gehen, denn Nahrung und Rohstoffe kann es eigentlich nie genug geben. Am besten zunächst eine Fischerhütte errichten, dann wird schon mal ein wenig Nahrung erwirtschaftet oder vielleicht doch besser noch eine Jagdhütte dazu? Schon früh kann sich der Spieler frei entfalten. Ebenso heißt es eines oder vielleicht gleich zwei Forsthäuser zu errichten. Jede Entscheidung, die getroffen wird, hat einen Effekt auf die nahe oder ferne Zukunft im Spiel. Erstklassig ist dabei, die bereits bekannte, Rückmeldung über eine optische Darstellung in der Anno-Welt.
Das Denkmal ist nur eine Möglichkeit, um die Zufriedenheit der Menschen zu sehen. Das Spiel gibt stets optisch Feedback, wie es um die Stadt und die Gebäude steht.
Während die ersten Siedler wenige Ansprüche stellen und Kleidung sowie Nahrung als höchstes Maß des menschlichen Lebens ansehen, wollen Bürger, Kaufleute und eventuell sogar Aristokraten deutlich mehr Waren. Alkohol und Tabakwaren sind noch verständlich um das Verlangen zu tilgen, doch wenn nach Schmuck und Pralinen verlangt werden, ist spielerisches Geschick gefragt. Sollte es zum Lieferengpass kommen, die Steuern hoch sein und die Zufriedenheit des Volkes sinken, heißt es Obacht. Schnell brennt das erste Gebäude, wenn die Einwohner erst einmal auf der Straße sind. Anno hat kein Stück an seiner Komplexität verloren, es macht noch immer sehr viel Spaß die Welt zu erleben.
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Torsten | Onlinewelten GmbH
25.10.2006, 21:37 Uhr
Ein Mehrspielerpart, der nicht offiziell ist, wird nicht als Teil eines Spiels anerkannt, denn sonst müsste auch bei einigen GTA-Titeln ein Mehrspielerpart erwähnt werden, der von Fans kreiert wurde. Mir ist Anno 1503 im MP bekannt, aber es ist nunmal kein offizieller Bestandteil des Spiels und der war für den Releasetag angekündigt!
Von daher sehe ich es nicht so, dass "Fakten" von einigen Magazinen ignoriert werden. Bei der Fanbase sieht man den Spielwert, der ist in jedem Fall gegeben, aber wenn man sich die ganze Zeit mit einem Titel beschäftigt, hat meinen automatisch eine andere Einstellung zu einem Spiel, als wenn man unbefangen herangeht.
Zudem geht es um die Zukunft, nicht um Anno 1503, und diese sieht verdammt gut aus. Der Spielwert ist gegeben, der Mehrspielermodus bereitet (offizielle) Freude und auch das Spielgefühl wurde harmonisch angepasst. Zusätzlich ist der Einstieg für Anfänger sehr gut gelöst worden, wobei auch Veteranen weiterhin ihren Spaß am Titel haben werden. Lieber den Einstieg leichter gestalten, dass jeder seinen Spaß hat, als einige Käufer vor einen Titel zu setzen, den sie aus der Hand legen, da das Spielgefühl nicht aufgebaut wird.
In diesem Sinne: Möge Anno 1701 in die Welt hinausschippern, so dass sich jeder sellbst überzeugen kann.
W-O-D
25.10.2006, 20:40 Uhr
Die überwiegende Mehrzahl der Spieler hat Anno 1503 nicht als zu schwer empfunden,
zahlreiche Hilfen haben über die Anfangsschwierigkeiten hinweggeholfen.
Der bis heute ausstehende MP war in jeder Version von Anno 1503 integriert, und ist in der Ausgabe 1.05 ( Patch oder CBS) am stabilsten.
Nur weil Sunflowers den MP offiziell gecancelt hat ist er dennoch existent, und wird immer noch von vielen Annospielern gespielt.
Die Szenarien die dazu verfügbar sind, wurden schon zigtausendfach runtergeladen, was ein deutliches Indiz dafür ist das es funktioniert.
Leider muss immer wieder festgestellt werden das Gamesmags diese Fakten ignoriern, schade um ein Anno was es nicht verdient so unterzugehn.
Gruß
W-O-D
Webby der Annozone