Ankh: Kampf der Götter - Test
Verrücktes Ägypten!
Kampf der Götter setzt viele lose Storyenden der beiden Vorgänger fort, ohne dabei aber die Einsteigerfreundlichkeit zu vergessen. Zwar gibt es viele kleinere Rückgriffe auf die ersten beiden Teile, diese sind jedoch für den weiteren Spielverlauf nicht von Belang, sondern hauptsächlich als nettes Gimmick für die Ankh-Veteranen gedacht.
An der klassischen Point´n´Click-Steuerung hat sich nicht viel getan. Mit wenigen Mausklicks schickt ihr sowohl Assil als auch Thara durch die Locations. Könnt ihr mit einem Objekt interagieren, ändert sich der Mauszeiger entsprechend. Das System ist logisch und selbsterklärend aufgebaut: Verwandelt sich der Mauszeiger beispielsweise in eine Hand, so landet der Gegenstand mit einem Rechtsklick im Inventar, das jederzeit am oberen Bildschirmrand angezeigt wird. Per Drag´n´Drop können Items miteinander kombiniert und zu gegebener Zeit benutzt werden.
Damit ihr auch nichts verpasst, gibt es nun erstmals eine Hotspotanzeige. Per Tastendruck werden alle besonderen Punkte auf dem Bildschirm angezeigt. Manch ein Adventurespieler mag solcherlei Features als Schummeln bezeichnen, meistens erweist sich diese kleine Dreingabe aber als äußerst praktisch - insbesondere weil die Orte sehr detailverliebt aufgebaut sind und es verdammt viel zu bestaunen gibt.
Wie bereits erwähnt, seid ihr lange Zeit des Spiels nicht allein unterwegs. Oft werdet ihr von Assils hübscher Lebensgefährtin, der mutigen Thara, begleitet. Dass sie nicht nur ein schönes Anhängsel ist, merkt ihr zum einem an den deftigen Sprüchen, mit denen sie Assil und das nun sprechende Ankh belegt, und zum anderen daran, dass manche Rätsel ohne sie überhaupt nicht lösbar sind.
Dreh- und Angelpunkt sind die Knobeleinlagen und hier achtet der Kenner auf bekannte Ausrutscher, die bereits den Vorgängern einige Prozentpunkte der Spielspaßwertung gekostet haben. Besonders seit dem ersten Ankh-Teil haftet der Spielreihe das Wort "unfair" an. Aber keine Sorge, in Kampf der Götter haben sich die Entwickler das Feedback der Fans zu Herzen genommen. Zwar werden die Rätsel zum Ende des Spiels sehr schwierig, aber niemals unlösbar oder gar unlogisch. Viel Zeit und Mühe wurde ins Rätseldesign gesteckt, um auch wirklich jeden Spielertypen zu fordern.
Neben der praktischen Anwendung von Gegenständen, die ihr euch an den unterschiedlichsten Orten aneignen könnt, sind die Mulitple-Choice-Dialoge ein weiterer wichtiger Bestandteil des Rätseldesigns. Im Laufe des Spiels trefft ihr auf sehr viele NPCs - sowohl alte Bekannte als auch sehr viele neue Gesichter, mit denen ihr reden müsst. Viele der Informationen, die ihr erhaltet, sind meistens storybezogen oder werden einfach erwähnt, weil sie witzig sind. Oft erhaltet ihr aber auch Tipps und Tricks, wie Assil an die Rätsel herangehen muss.
Die Optik hat keine große Änderung erfahren, das ägyptische Setting verlor gegenüber seinen Vorgängern nichts von seinem alten Charme. Updates gibt es im Bereich der Grafikengine. Die Locations wirken nun deutlich detailreicher und verwöhnen das Auge mit schönen Effekten. Die Qualität der Animationen hat zugenommen: Assil, Thara und NPCs bewegen sich nun viel knuddeliger.
Die Sprachausgabe bewegt sich auf äußerst hohem Niveau: Alle alten und bekannten Stimmen der Charaktere konnten wieder verpflichtet werden. Die Synchronsprecher von John Cleese (Thomas Danneberg) und Ben Stiller (Oliver Rohrbeck) sind nur zwei von vielen bekannten Namen.
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