Alter Ego - Preview
Alter Falter, was für'n Ego!
Als Spieler übernimmt man in aufeinanderfolgenden Kapiteln jeweils einen der beiden Protagonisten und steigt mit dem lässig schnoddrigen Haudegen Timothy ein, der als blinder Passagier in Handschellen von Bord eines Schiffes eskortiert wird. Natürlich ist alles nur ein Missverständnis, aber dass das Leben unfair sein kann, hat er schon mehrfach am eigenen Leib erfahren müssen. Aufgewachsen in armen Verhältnissen sucht der Zyniker eigentlich nur nach einem Neuanfang im verheißungsvollen Amerika. Ein Aufenthalt im örtlichen Zuchthaus passt da natürlich nicht ins Konzept. So entschließt sich der Draufgänger, mit einem gewagten Hechtsprung von der Kaimauer sein Glück zu versuchen, entkommt dank selbstmörderischer Taucheinlage durch die Kanalisation dem langen Arm des Gesetzes und ist fortan auf der Flucht. Zwar schlägt in dem Kleinkriminellen nicht das Herz eines echten Ganoven, aber um sich über Wasser zu halten, schreckt Timothy auch nicht vor geschmacklosen Gaunereien zurück. Oder würdet ihr blinden Musikern das Geld aus der Mütze klauen?
Detective Briscol hat da ganz andere Sorgen. Kaum befördert und zum Dienst gemeldet, hat er es auch schon mit der verschwundenen Leiche von Sir William und darüber hinaus mit einem waschechten Mordfall zu tun - der Totengräber wird sich ja wohl kaum selbst die Kehle durchgeschnitten haben. Als Spieler erlebt man so die Ereignisse des Jahres 1894 aus zwei völlig unterschiedlichen Perspektiven. Dies eröffnet Potential für geschichtliche Verquickungen, die jedoch in der kurzen Preview-Version kaum zum Tragen kommen. Alter Ego nimmt sich nämlich Zeit, um in Fahrt zu kommen. Nach dem kurzen, ansprechenden Intro geht es erst einmal darum, den Boden für die Geschichte zu bereiten und Neueinsteiger nicht mit zu harter Rätselkost zu verprellen. So dienen die ersten Kombinationsversuche vor allem dem Zweck, euch mit der Steuerung und der Rätselmechanik vertraut zu machen. Dabei wandelt Future Games auf bekannten Pfaden und hält sich an genreübliche Konventionen: Mit der linken Maustaste wird gelaufen und interagiert, mit der rechten beobachtet und analysiert. So füllt sich mit der Zeit das am unteren Bildschirmrand befindliche Inventar, während man die Schauplätze nach verwertbaren Utensilien absucht. Sollen Dinge kombiniert werden, zieht man einfach das entsprechende Objekt auf ein anderes Item oder den passenden Hotspot.
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cobra79
21.02.2010, 18:28 Uhr
Fotomoloman
20.02.2010, 13:08 Uhr