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Plattformen:
PC, PS3, Wii, XBox 360
Release:
PC: 24. Juni 2008
Playstation 2: 24. Juni 2008
Playstation 3: 2008
Wii: 24. Juni 2008
XBox 360: 24. Juni 2008
Status:
Released
Publisher:
Atari
Entwickler:
Eden Studios
Genre:
Action-Adventure
USK:
Keine Jugendfreigabe
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

Test
Kokeln, bis die Finger qualmen 1
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Alone in the ... Park? 1
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Sebastian Thor | 18.06.2008, 23:20 Uhr

Alone in the Dark - Test
Kokeln, bis die Finger qualmen

1 3 4 Wertung

Sie wollten sie reanimieren, wieder Leben in ihre blutleeren Adern pumpen und ihr grausames Lächeln wiederherstellen. Die Eden Studios wollten nicht weniger als die Mutter des Survival-Horrors auferstehen lassen. Nach ziemlich genau sieben Jahren setzt sie in Form des neuen Alone-in-the-Dark-Spiels zur Attacke auf die Pumpe an. Mit Erfolg?
Hey Eden, wieso macht ihr denn sowas? Warum versteckt ihr diesen technisch sehr attraktiven Hort des Bösen eigentlich so lange hinter einem ziemlich hässlichen Filter? Nur um beeinträchtigtes Sehvermögen zu simulieren? Mehrere Minuten lang muss ich immer wieder den rechten Stick drücken, um zu blinzeln und nicht wie ein Trunksüchtiger durch die Gegend zu staksen. Ich kann dem schummrigen Flair des Hotelzimmers, in dem ich erwache, ja kaum genug Aufmerksamkeit widmen. Und erst recht nicht den schmierigen Typen, die mich im nächsten Moment auf den Flur zerren. Sie reden über mich, über den "Pfad des Lichts", wollen mich erledigen. Ich sehe schlecht. Und verstehe nix.

Die Gesichter der Hauptcharaktere sind angenehm detailliert.

Wenigstens bin ich nicht der einzige in dieser misslichen Lage Gefangene. Auf dem Bett gegenüber ächzt ein alter Mann, dem die Kerle ebenfalls an den Kragen wollen. Inkohärente Satzfetzen von irgendeinem Amulett, von uralten Kräften und einer schlimmen Katastrophe machen mich neugierig. Ich blinzele. Und verstehe noch weniger. Das kann als wohl dosiertes Stilmittel auch durchaus ins Geschehen saugen. Immerhin merkt man in den ersten Minuten bereits, wie stark einem Alone in the Dark das Gefühl gibt, in genau diesem geschundenen Körper zu stecken. Auch später müsst ihr von Zeit zu Zeit blinzeln, um beispielsweise die Wirkung von Gift zu kompensieren, das euch die Sicht vernebelt. Aber zumindest die anfängliche Aktionspflicht wirkt etwas aufgezwungen und schmälert den erfreulichen Lichtblick über den zündenden Einstieg ein wenig.

Was es mit dem Klunker auf sich hat, verpetzen wir natürlich nicht vorab. Um einen groben Abriss zu geben, sei nur so viel verraten: Das Ding ist wichtig. Weil das Schicksal des Big Apple damit zusammenhängt. Tief unter dem Central Park brodelt der Kessel des Bösen. Der stechende Mief des Todes windet sich langsam aus dem Boden, gähnende Risse vernarben die Straßen New Yorks. Plötzlich wackelt das Bild, der Controller vibriert. Der Typ hinter mir, der meinen Kopf eben noch in einen Schweizer Käse verwandeln wollte, wird samt Tür und Treppengeländer vom Rahmen verschlungen. Er schreit. Ich gehe in Deckung. Blut rinnt die Wand hinab, als sein Geheul langsam verstummt. Was verdammt ist hier los? Verwirrt und noch immer artig blinzelnd fliehe ich in die dämmrigen Tiefen des Hotels.

Während einer rasanten Autofahrt müsst ihr klaffenden Löchern ausweichen und die Apokalypse hinter euch lassen.

Die erste Stunde nutzen die Entwickler inszenatorisch sehr geschickt, um das Ausmaß der Gefahr anschwellen zu lassen. Erst schlängeln sich nur kleine Risse durchs Mauerwerk; dann pulsieren tentakelartige Geschwüre, die sich durch meterdicke Wände fressen und sogar ganze Fassaden einreißen. Immer wieder tauchen schreiende Bewohner auf, die sich retten und aus dieser Hölle entkommen wollen. Diese Ereignisse setzt Eden wohl überlegt ein, um gleich zu Beginn ein rasches Regietempo vorzulegen. Es gibt trügerisch ruhige Räume, in denen Staubkörner im wabernden Lichtschein wirbeln, der durch die Jalousien dringt; in knirschende Flammen gehüllte Korridore, aus den Fugen geratene Kinderzimmer, Träume in Trümmern. Und schon im nächsten Moment können die Entwickler mit plötzlichen Zwischenfällen kontern, die Stille des Augenblicks schnell in einen Sturm, Überraschung in Furcht umschlagen lassen.

Leider lässt dieses Tempo später nach. Der Einstieg bleibt lange Zeit das Highlight - schnell, überraschend, dynamisch. Danach fährt sich das Geschehen über einzelne Strecken fest, die kinoreife Inszenierung muss ihrer kleinen Schwester weichen. Bis zu dieser Autojagd. In einem Kurzschließen-Minispiel muss ich zwei Drähte mittels beider Sticks zusammenführen, damit der Funke sprichwörtlich überspringt. Die Vehikel steuern sich zwar ein wenig sperrig und bleiben auch gern mal an kleinen Hindernissen hängen. Aber wenigstens werde ich zwei Minuten später mit einer Autofahrt entschädigt, die sich das Prädikat "filmreif" redlich verdient. Neben, vor und hinter mir reißen Straßenzüge auf, reihen sich zu rabenschwarzen Hindernissen aneinander, die ich geschickt umfahren muss. Dadurch ist der Weg zwar von vornherein vorgegeben, und nach dem zehnten Versuch kennt man die Strecke in- und auswendig. Aber hier kracht und scheppert es einfach überall, wenn pompöse Gebäude einstürzen und Busse durch die Luft geschleudert werden.

1 3 4 Wertung




Kokeln, bis die Finger qualmen Kommentare (1)

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lowindustry

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Friendinvite

24.09.2008, 23:48 Uhr

Ok, alle Kritik stimmt: Die Synchro ist nicht perfekt, die Steuerung ebenfalls, und oft muss man einige Passagen mehrmals spielen. Wirklich, da sind definitiv Probleme! Dennoch revolutioniert der neue Alone in the Dark - Teil das Genre gewaltig: Perfekt durchinszenierte Handlung und großartige Atmosphäre machen es zu einem einmaligen Erlebnis. Ein wirklich interaktiver Film, und zwar der erste seit Erfindung der CD-Rom (wer sich erinnert, damals haben das jahrelang alle Firmen versucht). Apokalypse mit Film - Feeling! Da verschwinden alle anderen Kritikpunkte. Zumindest, wenn man Filme mag! Ich finde es nicht perfekt - aber dennoch großartig!

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