Aion - Himmel oder Hölle?

Europäische und nordamerikanische Spieler mussten auf die West-Version von Aion nahezu ein Jahr nach dem Start in Korea warten. Dementsprechend hoch waren die Erwartungshaltungen. Hebt Aion die Spieler in den siebten Himmel?

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Wenn man das erste Mal die Welt Atreia betritt, blendet die hübsche, prächtig umgesetzte Umgebung. Hier taucht man in eine fremde Fantasy-Welt ab, die einem bunte Flora und schillernde Fauna präsentiert. Befremdlichen Wesen wie hamsterähnliche Mumus, aggressive Pflanzen, mutierte Schleimbeutel, Elementarwesen sowie weniger angriffslustige Tierchen und Bewohner wie die süßen Shugos füllen die Welt mit Leben. Aion hat keine starke Lizenz im Rücken. Indes sind die Welt Atreia und ihre Geschichte eigens von NCsoft erschaffen.

Atreia wurde von einer Explosion in zwei Teilen zerissen und ist von einem andauernden Krieg zerrüttet. Auf der von der Sonne abgewandten Hälfte leben die Asmodier, auf der von der Sonnenlicht durchfluteten Seite die Elyos. Beide Gebiete sind ähnlich aufgebaut, wobei Elysea etwas freundlicher anmutet und Asmodae einen raueren Eindruck hinterlässt. In der Mitte von Elysea und Asmodae klafft der eigentliche Kriegsschauplatz, der Abyss.

Zwei Völker im Zwist

Beide Völker gehören den Daeva, eine Art Halbgötter, an. Die Daeva sind mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet und fungieren als Beschützer ihres Volkes. Bevor man sein Schicksal antritt, beindruckt der umfangreiche Charakter-Baukasten mit zahlreichen Schiebereglern für die Gesichts- und Körperteile, der nicht nur hübsche, sondern auch skurrile Gestalten ausspuckt. Neben den meist adretten menschenähnlichen Charakteren laufen einem ebenfalls zu große oder zu kleine Avatare, Zwerge, Hobbits ähnelnde Wesen und sogar bestialische Figuren über den Weg.

Die Elyos und Asmodier unterscheiden sich äußerlich in einigen Merkmalen. Die Elyos wirken durch ihre normale Hautfarbe und ihren weißen Flügel etwas freundlicher, aber auch überheblicher. Die schwarz geflügelten Asmodier indes sehen aufgrund ihre fahlen bis dunklen Hautfarbe, ihren Klauen, einem Schweif auf dem Rücken und Rot aufglühenden Augen gefährlicher aus. Die dunklere Sippe ist deshalb jedoch nicht automatisch die böse Rasse. Ein Gut oder Böse im klassischen Sinn gibt es in Aion nämlich nicht. Immerhin machen sich die beiden verfeindeten Fraktionen jedoch gegenseitig für die große Katastrophe, die Atreia in Stücke riss, verantwortlich. Es kommt also darauf an, aus welcher Perspektive man auf die Geschichte Atreias blickt. Da der Krieg eine wichtige Rolle in Aion spielt, darf man auf einem Server auch nur einer Fraktion beitreten. Das verhindert unter anderem auch Exploits durch Umloggen.


Der Charakter-Baukasten spuckt nicht nur hübsche sondern auch skurrile Gestalten aus.

Wer mag Schlangen?

Den beiden Spielerrassen stehen die gleichen Klassen zur Verfügung. Dadurch stellt NCsoft sicher, dass keine Seite durch ein Ungleichgewicht im Vorteil ist. Zu Beginn wählt man zunächst aus den Basisklassen Krieger, Späher, Priester und Magier. Doch zum Start von Aion war es gar nicht so einfach, sich ins Getümmel zu werfen. Lange Warteschlangen trübten den Spielstart. Oftmals konnte man stundenlang nicht einloggen, was die Spieler natürlich auf die Palme brachte. Hat man es ins Spiel geschafft, waren zudem die Questgebiete hoffnungslos überfarmt - und das, obwohl es vom Startgebiet 10 Kanäle gab. Als Maßnahme gegen die Warteschlangen erhöhte NCsoft die Serverkapazität, richtete ein paar neue Server ein und schob AFK-Shops einen Zeit-Riegel vor. Diese Schritte kamen jedoch etwas verzögert und auch ein Charaktertransfer zu den neuen Servern fehlte, so dass wenige Spieler zu einem Neustart auf einem jungfräulichen Server bereit waren. Dennoch beruhigte sich dann die Situation und plötzlich waren die Warteschlangen weg. Das Warteschlangenärgernis hinterließ aber einen faden Beigeschmack und warf einen dunklen Schatten auf den ansonsten technisch einwandfreien Start von Aion.

Klasse Start

Lässt man sich auf das asiatisch angehauchte Fantasy-Flair von Aion ein, wird man schnell von Atreia eingesogen. Im Anfangsgebiet füllen zahlreiche Quests das Journal. Die meisten Missionen sind mit Liebe zum Detail erstellt und mit schön umgesetzte Zwischensequenzen angereichert. Durch das Spiel zieht sich eine Kampagnenquest, die das Schicksal der Daevas vor euch entfaltet. Der Charakter hat nämlich einen Filmriss und kann sich an seine vorherigen Taten und Fähigkeiten nicht mehr erinnern. Während der Charakter mit seinen Aufgaben wächst, fügen sich die Geschichtsschnipsel aneinander.

Die Quests schicken die Spieler automatisch von NPC zu NPC und lassen sie so neue Gebiete entdecken. Den roten Faden kann man nicht verlieren und weiß immer, wo es als nächstes weiter geht. Allerdings hilft Suchenden auch ein Blick ins Aufgabenbuch und auf die Karte. Dort werden wichtige Orte, Quest-NPCs und -Ziele angezeigt. Eine ebenfalls praktische Hilfe sind die mit Links hinterlegten Hinweise im Questjournal. Diese liefern stets weitere Hilfen und oftmals sogar eine Markierung auf der Karte zur jeweiligen Mission. Des Weiteren kann man auf der Karte eigene Notizen eintragen und die persönlichen Marken sogar im Chatfenster verlinken. Klickt ein Mitspieler darauf, erhält er die Markierung auf seiner Karte. Das ist ein besonders praktisches Mittel, wenn man Mitspielern einen Tipp liefern möchte oder um Hilfe ersucht, falls sich in den höher leveligen Gebieten gerade feindliche Spieler durch einen Riss quetschen.

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Technology

30.12.2009, 19:38 Uhr

Also zum thema instanzen muss ich sagen das das der größte Anreiz für mich ist, gerade Draupnir oder Dark Poeta da dort wirklich verdammt gute Sachen droppen können. Auch wenn nur sehr rar was aber auch als vorteil gesehen werden kann da so nicht jeder mit dem selben Gear rumläuft.

Dredgion hat übrigends nur 2 Stunden cooldown, jedoch ist das system noch nicht wirklich ausgereift. Mal hat man Glück und bekommt ne gutte Gruppe mit verschiedenen Klassen und ein anderes ma steht man nur zu 4. da und dann auch nur mit 2 Templern und 2 Gladis.... Dann leaven welche und schon steht man nurnoch zu 2. da. Dort sollte man einführen das spieler nachjoinen.... Und die dauer bis zum Eintritt ist auch sehr happig. Mal wartet man 10 minuten und mal über ne Stunde, was extrem nervig ist da man die Zeit für nix anderes nutzen kann weil man ja in Dredgion will......

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alfrede

30.12.2009, 11:20 Uhr

Zitat von aRGh

aRGh schrieb:

Aber anhand deiner Aussage zu den Kosten und den Erfolgen, muss ich dir wiedersprechen oder fragen wie weit du den Beruf gelevelt hast. Wobei es auch einfach sein kann das Alchi einer der günstigen und leichten Berufe ist.



Ich meine nicht die Level-Phase oder die Extertenquest, die mich locker um die 100 Mio gekostet hat. Nein, ich meine die »normalen« Gegenstände oder Tränke, für die man Basiszutaten braucht, die wiederum aus anderen Zutaten erstellt werden. Diese kosten oftmals keine Kinah (nur Äther Beispielsweise). Die Herstellung der Basiszutaten dauert allerdings Stunden. Ich weiss nicht, bei welchem Gegenstand es war (könnte auch die Extertenquest sein), aber in der Zeit, in der das Toon vollkommen automatisch die Basiszutaten Elewasser/Pulver _ fast zwei Tage lang_ gecraftet hat, habe ich meine komplette Steuererklärung für das vergangene Jahr gemacht ;)

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Morin
  

Morin

29.12.2009, 20:59 Uhr

Aion ist die größte Entäuschung seit es Onlinespiele gibt.

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crowfear
  

crowfear

29.12.2009, 19:04 Uhr

Craftingsystem hört sich echt gruselig an

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aRGh

29.12.2009, 11:01 Uhr

@MO

ok ok, vielleicht wird MO seine Fans haben, aber das geschrei wird nach Release genau so groß sein, wie bei jedem anderen MMOG, sei es nun AION, WOW, AOC oder sonstige, jedes Spiel hat irgendwo seine Fangemeinde, aber auch bei MO wird man das gleiche geheule erleben wie nun auch hier bei AION.

@Crafting

AFK gehen, dem stimme ich zu, auch das nervige Erfolgs gefreue is nen absolutes Manko und zieht das Crafting nur in die länge, wohl wahr.
Aber anhand deiner Aussage zu den Kosten und den Erfolgen, muss ich dir wiedersprechen oder fragen wie weit du den Beruf gelevelt hast. Wobei es auch einfach sein kann das Alchi einer der günstigen und leichten Berufe ist.

Ich bin nun Rüssi 440, Skillen ist richtig teuer, und wenn man keinen Glück bei der Expert Quest hat, kann auch dies richtig teuer werden, so zumindest bei Rüssi und Waffen, nen Kollege von mir hat da nun logger 10 Mille in die Waffen Craft Expert Quest gesteckt und hatte noch kein Glück. Und genau da sehe ich das bangen/den Nervenkitzel um den Misserfolg, auch wenn man nun Experte ist und eine Experten Rüstung herstellt, jeder Nicht Crit ist für mich ein Misserfolg und lässt sich nicht gut verkaufen oder trägt man ungerne, und genau da ist für mich der Punkt wo das Crafting anfängt variabel und spassig zu wirken, man freut sich auf einen gecritteten Craft versuch und ärgert sich über einen Misserfolg.
Was ich aber wiederum leider zugeben muss, die Beschaffung goldener Items ist durch quests und Dropps im Endcontent als LVL 50 Items, kostengünstiger und leichter, macht das Crafting wie in so manchen MMOG's wieder sinnlos. Bisher meine Erfahrung.

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