Harter Tobak für Strategen

In einer Zeit, in der Spieltiefe der Zugänglichkeit geopfert wird, sind 4X Spiele so selten geworden wie pünktliche Züge bei der Bahn. Mit AI War: Fleet Command kommt ein Spiel daher, das auf derartige Trends pfeift. Doch macht der Titel bei all dem Anspruch auch noch Spaß?

von Hauke Schweer • 

17.06.2010, 07:00 Uhr

Kommt ein neues Strategiespiel auf den Markt, stellen sich häufig nur drei Fragen: Echtzeit oder Rundenbasiert, Basenbau oder Kaufsystem und wo ist die Geschichte angesiedelt? Hat man den Titel eingeordnet, kann man heutzutage in der Regel einfach drauflosspielen. Die Feinheiten ergeben sich dann während der laufenden Kampagne. AI War: Fleet Command gehört zu den Spielen, bei denen man mit diesem System auf die Nase fliegt und sich reumütig in die Tutorials trollt. Die Lehrstunden sind in drei Missionen aufgeteilt, die der grundlegenden Steuerung, der Wirtschaft und der Kriegsführung gewidmet sind. Das Universum umfasst je nach Einstellungen zwischen zehn und 120 Planetensysteme, die durch Wurmlöcher miteinander verbunden sind und bis zu acht Spieler müssen sich gegen zwei KI-Gegner behaupten. Die lassen sich in zahlreichen Schwierigkeitsgraden an das eigene Können anpassen, die Zahl der Feinde ändert sich übrigens nie, egal wie groß das Universum ist und wie viele Spieler zusammenarbeiten.

Bewegungen laufen typisch für einen Echtzeitstrategietitel ab, wobei der planetare Orbit den Kern aller Interaktionen darstellt. Dabei dienen die großen Himmelskörper eher als Zierde. Rohstoffvorkommen in Asteroidengürteln, Raumstationen, Docks und Schiffe spielen die zentrale Rolle. Letztere bewegen sich frei im Universum und können die allgegenwärtigen Wurmlöcher durchfliegen, was allerdings nur bei Rechtsklick während gedrückter STRG-Taste oder über die Galaxiekarte - auf der sämtliche Systeme zu sehen sind - funktioniert. Möchte man die Kamera in ein anderes System bewegen, passiert das per STRG-Linksklick oder ebenfalls über die Übersichtskarte. Spätestens hier dürfte auch der letzte merken, dass die Kontrolle nicht gerade intuitiv von der Hand geht. Das Tutorial weist darüber hinaus überflüssigerweise zahlreiche Fehler auf. So sucht man im Baumenü die in der Textbox geforderte Schaltfläche „ÖKO“ vergeblich und muss stattdessen auf „WRT“ klicken. Der Zusammenhang zwischen Ökonomie und Wirtschaft mag sich noch erschließen, warum wir später aber laut Überschrift Jäger zusammenschrauben sollen und im Text stattdessen Fregatten gefordert werden, bleibt ein Rätsel. Überhaupt lassen die Übungsmissionen viele Fragen offen, die sich erst während des Spielens klären.


Gute Übersicht sieht anders aus.

Im eigentlichen Spiel treibt einen die Spielmechanik dazu, sein Reich immer weiter auszudehnen. Das liegt vor allem an den begrenzten Rohstoffen, speziell an der Forschung. Als Ressourcen dienen Metall, Kristall, Energie und Wissen. Die ersten beiden werden regulär abgebaut, während Energie quasi unbegrenzt über Kraftwerke zu gewinnen ist. Die Wissenschaftler hingegen arbeiten in Laboren, jedoch lassen sich pro Planetensystem nur 2000 Wissenspunkte generieren, sind diese abgegrast, müssen die Forschungsstätten ins nächste System umziehen, um den von Anfang an aufgedeckten Tech-Tree ausbeuten zu können. Hier werden zudem wieder Asteroiden ausgebeutet, wobei man die Produktion Richtung Front und die Verteidigung nicht aus den Augen verlieren darf. Die KI greift immer wieder überraschend an und kann sich im Gegensatz zum Spieler relativ weiträumig warpen und einen so an den Schwachstellen treffen, die auch gnadenlos ausgenutzt werden.

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KOMMENTARE

  

Grayson2502

19.06.2010, 07:39 Uhr

Wenigstens kommt überhaupt mal ein neues 4X Spiel raus. Leider gibt es auf dem Gebiet sogut wie keine Neuerscheinungen. Ich warte seit Äonen auf einen würdigen Ersatz für Master of Orion 2. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

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LMS99

17.06.2010, 11:38 Uhr

Zitat von Driman

Driman schrieb:

Das ist doch ein Browsergame oder nicht?


nein, das Spiel hier ist "AI War - Fleet Command" ....

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Driman
  

Driman

17.06.2010, 07:46 Uhr

Das ist doch ein Browsergame oder nicht?

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