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Plattformen:
PC
Release:
PC: 3. Quartal 2007
Status:
Released
Publisher:
Ensemble Studios
Entwickler:
Big Huge Games
Genre:
Strategiespiel
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe
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André Linken | 09.11.2007, 11:32 Uhr

Age of Empires 3: The Asian Dynasties - Test
Kampf im Fernen Osten

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Eine der erfolgreichsten Echtzeit-Strategieserien bekommt Zuwachs: Mit The Asian Dynasties wird die Welt von Age of Empires 3 mit einigen viel versprechenden Aspekten sowie den namengebenden Völkern aus dem Fernen Osten erweitert. Mehr als nur ein schnödes Addon?
Die erste große Überraschung in Age of Empires 3: The Asian Dynasties gibt es bereits, bevor man auch den ersten Klick mit der Maus ausgeführt hat. Für die Entwicklung des Erweiterungs-Packs zeichnen nicht etwas die Serienschöpfer von den Ensemble Studios, sondern Big Huge Games verantwortlich. Letztere haben sich unter anderem mit Spielen wie Rise of Nations und Rise of Legends einen Namen in der Branche gemacht. Eine Befürchtung können wir dabei gleich im Keim ersticken: Der Entwicklerwechsel hat dem Spiel respektive dem Addon keinesfalls geschadet. Von der ersten Minute an kommt die bekannte Atmosphäre des Hauptspiels auf und auch die Spielmechanik bleibt unverändert - gewohnte Kost also?

Auf nach Osten
Die ehrliche Antwort auf diese Frage lautet "ja", auch wenn dieses Wort dem Addon nicht völlig gerecht wird. Dazu aber gleich mehr, widmen wir uns zunächst dem reinen Inhalt von The Asian Dynasties. Wie es der Name bereits erahnen lässt, dreht sich alles um Völker aus dem Fernen Osten - drei Stück, um genau zu sein. Im Verlauf der dreigeteilten Kampagne stehen Japaner, Chinesen und Inder zur Wahl, die jeweils mit eigenen Problemen zu kämpfen haben. Bei den Japanern dreht sich alles um die blutigen Kämpfe der rivalisierenden Kriegsherren, während sich die Chinesen auf einer großen Expedition zur See befinden. Bei den Indern steht wiederum die verhasste East India Trading Company im Fokus des Geschehens. Die Missionen der drei Fraktionen bieten in Bezug auf ihren Aufbau fast schon zu traditionelle Strategiekost. Nicht falsch verstehen: An Abwechslung mangelt eigentlich nicht. Mal muss man eine gut befestigte Stadt erobern, mal gilt es, neue Regionen einzunehmen und Verbündete zu finden. Getragen wird das Missionskonstrukt von dem guten Storyfundament, das mit einigen interessanten Intrigen und Wendungen bestückt ist. Dennoch haben Kenner der Serie - und vor allem des Hauptspiels - das alles schon mal in anderer Form gesehen. Zündende Ideen im Design sucht man vergeblich. Hatten die Entwickler zu wenig Mut zur Innovation?

Dass unter dem Strich - ach, was für eine abgedroschene Phrase - dennoch ein gutes Addon rauskommt, liegt an einer Vielzahl von Details, die allesamt ein wenig frischen Wind ins Spielgeschehen blasen. Da wären zum einen die besagten Völker. Jede Fraktion spielt sich etwas anders, was für Abwechslung sorgt. So stellen die Japaner eine durchschlagskräftige Infanterie mit Samurai und allem, was dazugehört. Allerdings lehnen sie die Tierjagd ab, so dass diese Variante der Nahrungsbeschaffung ausscheidet; zum Ausgleich bauen sie Schreine, die regelmäßig Essbares in die Kornkammer "bringen". Die Chinesen hingegen setzen auf Masse und produzieren im rasenden Tempo neue Arbeiter und Soldaten. Die Inder hingegen erhalten auf ihren geheiligten Feldern zusätzliche Erfahrungspunkte und ziehen mit riesigen Kriegselefanten aufs Schlachtfeld. Ok, wirklich neu sind die Einheiten in Bezug auf ihre Funktion nicht wirklich, doch die drei Völker sind dennoch unterschiedlich wie interessant ausgearbeitet - das asiatische Flair wurde gut eingefangen.

Go West
Als mindestens ebenso interessant entpuppt sich die Wiederbelebung der aus früheren Episoden bekannten Wunder. Diese majestätischen Bauwerke verschlingen zwar einiges an Rohstoffen, bieten zum Ausgleich jedoch spezielle Boni - aktiver und passiver Natur. Jedes Volk hat die Wahl zwischen mehreren Wundern und es hängt hauptsächlich vom eigenen Spielstil ab, welches Gebäude letztendlich aus dem Boden gestampft wird. Soll es lieber ein Bonus für schnelleren Rohstoffabbau sein oder doch eher eine aktive Heilung sämtlicher Einheiten? Es wird schnell deutlich, dass die Wunder für eine zusätzliche taktische Note sorgen. Noch dazu sind sie im Vergleich zu früher deutlich schneller gebaut. Komplett hingegen sind die so genannten Konsulate. Das Volk generiert beständig - wenn auch langsam - Exportwaren, die man im besagten Konsulat bei westlichen Großmächten gegen Waren oder Militär eintauschen kann. Je höher die Zahl der getauschten Waren, desto besser die Gegenleistung. Wer also fleißig spart, kann eine verloren geglaubte Schlacht eventuell noch mit einigen kampfstarken Söldnern aus Großbritannien umbiegen. Nette Ideen, die jedoch auch "nur" eine Variante der bereits vorhandenen Heimatstädte bilden.

Technisch hat sich in The Asian Dynasties übrigens so gut wie nichts getan. Passend zur Thematik haben die Designer zahlreiche neue Einheiten animiert und Gebäude erstellt, die sehr gut in das Szenario passen. Wer jedoch auf bessere Effekte oder Performance hofft, wird enttäuscht. Hinzu kommen bereits bekannte und leider immer noch vorhandene Schwächen wie die mit Aussetzern gespickte Wegfindung sowie das manchmal etwas zu hektische Treiben auf dem Bildschirm.

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