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Test zum Spiel: Adrenalin: Extreme Show Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 17. August 2006
Status:
Released
Publisher:
Frogster Interactive
Entwickler:
1C Company
Genre:
Rennspiel
USK:
Ab 6 Jahren
Offizielle Seite:
adrenalin-game.com
Fanseite:
keine Angabe
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Sebastian Geiger | 23.09.2006, 17:52 Uhr

Adrenalin: Extreme Show - Test
Der Traum aller Männer?

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In allen Marktsegmenten findet viele nackte Haut nach wie vor reisenden Absatz. Das Rennspiel Adrenalin versucht nun genau auf diesen Zug aufzuspringen.
Schon die Verpackung lässt erahnen, worauf es Adrenalin: Extreme Show abgesehen hat. Neben dem Slogan "The sexiest racing game ever" ist auch eine spärlich bekleidete Blondine abgedruckt. Doch zweifelsohne sind derartige Lockversuche ohne das dazugehörige qualitativ hochwertige Spiel eher nutzlos. Was der Titel aus dem Hause 1C Company spielerisch zu bieten hat, wird daher der nachfolgende Test ergründen.

Schon das Cover zeigt deutlich auf welche Weise Adrenalin zu überzeugen versucht. Ob dieses Konzept wohl aufgeht?

Eine Story im eigentlichen Sinne sucht man in Adrenalin leider vergebens. Vielmehr wählt man zu Beginn eine von zwölf weiblichen Fahrerinnen aus, mit welcher man das gesamte Spiel bestreiten wird. Für welche Pilotin man sich letztendlich entscheidet beleibt dem Auge des Spielers vorbehalten, da die Charaktere weder unterschiedliche Schwächen noch verschiedene Stärken vorweisen können. Eine der leicht bekleideten Mädels, die zur Wahl angeboten werden, ist im Übrigen die offizielle Miss Russia aus dem Jahre 2003. Nachdem man sich für eine Fahrerin entschieden hat, gilt es im Anschluss daran einen entsprechenden fahrbaren Untersatz zu finden. Von Beginn an kann man jedoch, aufgrund des begrenzten Budgets, nicht auf alle Autos zugreifen. Apropos begrenztes Budget. Wohl aus diesem Grund befinden sich unter den acht Rennwagen auch kein ein einziger Originalbolide, wie man sie beispielsweise aus der Need for Speed-Reihe kennt. Immerhin wurde das Auto-Kontingent durch jeweils eine Cabrio-Variante etwas erweitert. Adrenalin wirbt allerdings nicht nur mit Sexappeal, sondern auch mit einem Managermodus. Hier schließt man Verträge mit Sponsoren, welche zeitgleich den Zugang zu bestimmten Rennen ermöglichen. Optional zu jedem Rennen kann der Spieler einen Werbevertrag unterzeichen, der zusätzliches Geld in die Kassen spült. Vorausgesetzt man erreicht die vom Sponsor geforderte Mindestplatzierung. Die virtuelle Währung kann danach wiederum in optik- und leistungsverbessernde Teile investieren werden. Sogar komplett neue und vor allem teurere Wagen können somit angeschafft werden. Wirklich viel Neues hat der Managerpart unter dem Strich jedoch nicht zu bieten.

Das gesamte Renngeschehen findet im Rahmen einer fiktiven Reality-Show statt. Wie bei fast jeder Fernsehshow entstehen Fangruppen, welche es hinter sich zu vereinen gilt. In Adrenalin sind insgesamt drei Fangruppierungen vorhanden, die man durch spezielle Rennmanöver für sich gewinnen kann. Die extremen Fans bevorzugen zum Beispiel eine sehr rustikale Fahrweise mit zahlreichen Unfällen. Mittels der Fanunterstützung erklimmt der Spieler langsam aber sicher die Fahrer-Rangliste. Besonders viel Altmetall wird in den so genannten Crash-Rennen produziert. Hier muss der Spieler seine Gegner rammen, um diese aus dem Rennen zu nehmen. Der Schaden wird dabei nur in Form einer Rauchwolke angezeigt, weil die Macher auf ein Schadensmodel verzichtet haben. Unter den anderen beiden vorhandenen Renntypen befindet sich neben dem klassischen Rundenrennen auch das K.O.-Rennen. Letzteres hat die Besonderheit, dass Runde für Runde das Schlusslicht aus dem Rennen ausscheidet - bis nur noch der Sieger übrig bleibt.

Grafisch macht der Titel nicht viel her. Weder die Umgebung noch die Autos können überzeugen. Alles in allem präsentiert sich die Optik in einem schwachen Zustand.

Wer bei dem Angebot an Frauen jetzt denkt wirkliche Schönheiten anzutreffen, wird herb enttäuscht. Die Figuren sind detailarm von den Entwicklern gestaltet worden. Auch die übrige Grafik kann nicht sonderlich überzeugen. Grobe Texturen und kantige Fahrzeuge prägen die sehr durchwachsende Optik. Richtige Rennatmosphäre will trotz des guten rockigen Soundtracks nicht wirklich aufkommen. Dafür sind die Rennstrecken viel zu statisch. Des Weiteren handelt die KI nicht immer nachvollziehbar. Während sie einen eigenen Vorsprung durch viel Fahrfehler leichfertig verschenkt, macht sie einen Rückstand erstaunlich schnell wett. Die schwammige Steuerung verhindert zudem eine präzise Handhabung. So kommt es, dass alle naselang der Rennwagen durch die Lüfte fliegt oder man frontal in eine Abgrenzung fährt. Der Multiplayer bietet, wie das gesamte Spiel, leider auch nur Durchschnittskost. Hinzu kommt, dass der Mehrspieler-Modus nur im LAN möglich ist.

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