7Million - Special
Kindermafiosi brechen in Altersheim ein
Die Fraktion hat keinen Einfluss auf unsere Fähigkeiten, sondern bestimmt unter Anderem das Startgebiet. Klassen oder sonstige Fertigkeitenbäume gibt es in dieser Welt nicht - wir sind auf uns allein gestellt und müssen mit dem eigenen Können weiterkommen. Klingt alles ganz spannend, nicht wahr? Wer sich jetzt allerdings auf aufregende Schussgefechte à la GTA und Co. freut, muss leider enttäuscht werden. 7Million ist vollkommen gewaltfrei. Es gibt keine Kämpfe, keine Waffen und keine Zaubersprüche. Die Entwickler hatten eher "Ocean's Eleven" im Sinn, als sie das Konzept für das neue MMO entworfen haben.
Aber warum sehen die Figuren dann nicht schick und cool aus, sondern scheinen eher Second Life entsprungen? Die Grafik von 7Million wirkt wenig detailliert und kommt mit kantigen Formen daher. Angst vor riesengroßen Kulleraugen müssen wir also nicht haben, der typische Gangsterlook fehlt momentan trotzdem noch. Da hilft auch nicht, dass wir uns mit einer coolen Sonnenbrille und verschiedenen Kleidchen ausstatten können, wie einer der Entwickler mir zu erklären versucht. Der Grafikstil wird damit begründet, dass das Spiel auch auf alten Rechnern noch problemlos laufen und die Downloadzeit im erträglichen Maße bleiben soll. In Zeiten, in denen aber auch Free-to-Play-Titel grafisch den "Großen" immer näher kommen, erscheint diese Begründung eher wie eine entschuldigende Ausrede. Ein zweiter Grund ist die von Koch Media angestrebte Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und auch Frauen.
Moment mal, reden wir hier immer noch von einem Spiel in dem es die Hauptaufgabe ist, in Kasinos und andere Gebäude einzubrechen? Ja, richtig. 7Million verfrachtet die Mafia und andere gesetzlose Organisationsstrukturen einfach in ein gewaltfreies Milieu und stattet es außerdem mit zahlreichen Community-Aspekten aus, um der geplanten Zielgruppe gerecht zu werden. Die Frage ist, ob sich beides miteinander verträgt.
Kleine Spiele, große Funktion
Wie funktioniert ein MMO, in dem man nicht kämpfen kann, werden sich jetzt sicherlich viele fragen. Ganz einfach - das Questsystem basiert auf Rätseln, guter Zusammenarbeit und Minispielen. Hier geht Koch Media einen ganz neuen Weg. In der ersten Quest, die uns in Leipzig präsentiert wurde, mussten wir in einen kleinen Schuppen einbrechen, um für den Auftragsgeber einen bestimmten Gegenstand zu holen. Schnell bewegen wir uns in das instanzierte Gebäude, um das besagte Item zu stehlen. Um die Barriere aus dem Weg zu räumen, werden unsere Gaunerfähigkeiten benötigt - Schlösser und Tresore werden in 7Million nämlich noch per Hand geknackt. In einem Minispiel müssen wir unser Können beweisen, damit wir an die richtige Ziffernfolge gelangen. Koch Media erfindet das Rad hier allerdings nicht neu, sondern bleibt bei altbewährten Konzepten. So gibt es zum Beispiel eine abgeänderte Version von "Jewels" oder "Sudoku" mit Farbsteinchen anstatt mit Zahlen zu bewundern. Kein Grund die Entwickler zu verurteilen. Jedem Spieler ist ein gut funktionierendes Modell lieber, als ein innovatives, das keinen Spaß bringt. Allerdings sieht es so aus, als ob zunächst gar keine eigens entwickelten Minispiele ihren Weg in das Gangster-MMO finden werden. Schade, eine Mischung aus altbewährt und neu wäre noch besser gewesen. Mit der Zeit steigt der Schwierigkeitsgrad der Spielchen natürlich an. Ranglisten, Wettkämpfe mit Freunden und andere Features sollen den Zeitvertreib abrunden.
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News: Neue Ausgabe der Paradise Post online (8 News insgesamt)





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DarkSeth
30.08.2008, 14:07 Uhr
Wie soll das gehen? Oo
Valve
30.08.2008, 10:32 Uhr